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Pharmakonzern Merck will mehr Erfolg mit Medikamenten

In der Arzneimittelforschung will der Darmstädter Konzern Merck Bürokratie abbauen und Kosten senken. Zuletzt war für Merck mit der nicht zugelassenen Tablette Cladribin einiges schiefgegangen.
08.04.2011 - 12:31 Uhr Kommentieren

Frankfurt Der Darmstädter Pharma- und Spezialchemiekonzern Merck will seine Arzneimittelforschung auf mehr Erfolg trimmen. „Um auch in Zukunft erfolgreich zu sein, benötigen wir mehr Effektivität und Kosteneffizienz“, sagte Merck-Chef Karl-Ludwig Kley am Freitag auf der Hauptversammlung in Frankfurt laut Redetext. Die Pharmaforschung solle fokussiert, Bürokratie abgebaut und noch stärker auf die Kosten geachtet werden, kündigte der Manager den Aktionären an. „Das Schiff fährt in die richtige Richtung, aber die Maschine arbeitet noch nicht effizient genug.“

In der Arzneimittelforschung des Traditionskonzerns war zuletzt einiges schiefgegangen. Erst unlängst war die größte Medikamentenhoffnung - die Tablette Cladribin gegen Multiple Sklerose - bei der Arzneimittelbehörde in Europa und der US-Gesundheitsbehörde durchgefallen. Um für frischen Wind im Pharmabereich zu sorgen, hatte Merck bereits vor einigen Monaten seinen Pharmachef ausgetauscht. Seit 1. Januar leitet der vom US-Arzneimittelriesen Merck & Co kommende Stefan Oschmann die Geschicke der Pharmasparte.

Merck will zudem internationaler werden. „Unser Fokus liegt dabei weiterhin auf Nordamerika und Asien“, erklärte Kley. Den Geschäftsausblick für das laufende Jahr bekräftigte der Merck-Chef: Die Gesamterlöse sollen um zehn bis 15 Prozent steigen, das operative Ergebnis um 35 bis 45 Prozent.

 

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