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Pharmakonzern Neue Medikamente geben Novartis Schwung

Nach der Abspaltung der Augenheilsparte Alcon will sich Novartis auf Arzneimittel fokussieren. Ein Medikament ist derzeit besonders gefragt.
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Das Unternehmen traut sich für das Jahr 2019 mehr zu und hebt seine Gewinnprognose an. Quelle: Reuters
Novartis

Das Unternehmen traut sich für das Jahr 2019 mehr zu und hebt seine Gewinnprognose an.

(Foto: Reuters)

ZürichDer Schweizer Pharmakonzern Novartis hebt angesichts der anziehenden Nachfrage nach neuen Medikamenten seine Gewinnprognose an. Für 2019 erwartet das Unternehmen nun einen Anstieg des operativen Kernergebnisses um einen hohen einstelligen Prozentsatz.

Zuvor war Novartis von einem Plus im mittleren bis hohen einstelligen Prozentbereich ausgegangen. Für Rückenwind sorgte vor allem das Wachstum bei dem Mittel Cosentyx gegen Schuppenflechte - nun die umsatzstärkste Arznei des Konzerns - sowie beim Herzmedikament Entresto.

Die Umsatzprognose bekräftigte der Konzern am Mittwoch und rechnet weiterhin mit einem Plus um einen mittleren einstelligen Prozentbetrag. Die Vorgaben gelten unter Ausschluss von Wechselkurseffekten. An der Börse kam das gut an: Die Novartis-Aktie legte 2,4 Prozent zu.

Novartis ist nach der Abspaltung der Augenheilsparte Alcon Anfang April nun rein auf Arzneimittel ausgerichtet. Damit sieht Firmenchef Vas Narasimhan das Unternehmen gut aufgestellt, um auch künftig zu wachsen. Gelingen soll das unter anderem mit weiteren neuen Medikamenten.

Im Fokus steht hier unter anderem die Gentherapie Zolgensma zur Behandlung der Muskelkrankheit SMA. Eine Entscheidung über eine Zulassung in den USA erwartet Novartis im Mai. Die Behandlung, die nur einmal nötig ist, könnte Millionen kosten. Sie soll Babys helfen, die an SMA leiden - einer Erbkrankheit, die zu einer fortschreitenden Verkümmerung der Muskeln und zu einem frühen Tod oder zu lebenslanger Behinderung führt.

In der Testphase der Therapie war es jedoch zu zwei Todesfällen gekommen. Bei einem hatten die Forscher einen Zusammenhang mit der Behandlung nach Angaben von Novartis bislang nicht ausschließen können. Narasimhan erwartet dennoch nicht, dass dies die Zulassungsentscheidung der US-Gesundheitsbehörde FDA beeinflusst. Gentherapien gelten in der Branche als Hoffnungsträger.

Im ersten Quartal stieg der Umsatz währungsbereinigt um sieben Prozent auf 11,1 Milliarden Dollar. Das bereinigte operative Ergebnis legte um 18 Prozent auf 3,25 Milliarden Dollar zu. Damit schnitt Novartis etwas besser ab als von Analysten erwartet.

Die Experten der Zürcher Kantonalbank sprachen von einer „positiven Überraschung“. Jüngst hatte auch der Schweizer Konkurrent Roche nach einem überraschend starken Jahresstart dank neu eingeführter Medikamente die Prognose angehoben.

Auf den Novartis-Zahlen lastete die Generika-Tochter Sandoz, der weiterhin der anhaltende Preisdruck für Nachahmer-Medikamente in den USA zu schaffen macht. Der Umsatz schrumpfte im ersten Quartal währungsbereinigt um zwei Prozent. Für das Gesamtjahr erwartet die Firma für den Bereich jedoch keine weitere Verschlechterung, sondern eine Umsatzentwicklung weitgehend auf dem Vorjahresniveau.

Über die Zukunft der Sparte will Firmenchef Narasimhan früheren Angaben zufolge nach der Umgestaltung zu einer selbstständigen Einheit entscheiden. Den Umbau leiten soll künftig Richard Saynor, den Novartis für die vakante Position des Sandoz-Chefs vom Wettbewerber GSK abwirbt.

Er startet Anfang August. Es gab bereits wiederholt Spekulationen, dass sich Novartis früher oder später von dem Geschäft mit Nachahmermedikamenten trennen könnte.

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