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Pharmakonzern Neues Novartis-Werk soll Gentherapie-Produktion beschleunigen

Novartis hat 90 Millionen Dollar in ein neues Werk investiert. Dort soll die Blutkrebstherapie Kymria für europäische Patienten aufbereitet werden.
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Insgesamt verspricht sich der Konzern von Gen- und Zelltherapien auf mittlere Sicht bis zu 15 Prozent Umsatzbeitrag. Quelle: dpa
Novartis

Insgesamt verspricht sich der Konzern von Gen- und Zelltherapien auf mittlere Sicht bis zu 15 Prozent Umsatzbeitrag.

(Foto: dpa)

Zürich Der Schweizer Pharmariese Novartis erweitert seine Kapazitäten für die Gen- und -Zelltherapie in Europa, um Produktionsengpässe zu beseitigen. 90 Millionen Dollar investierte der Arzneimittelhersteller in das Werk Stein an der deutschen Grenze, das am Donnerstag der Öffentlichkeit vorstellt wurde.

Dort soll ab kommendem Jahr unter anderem die Blutkrebstherapie Kymria für europäische Patienten aufbereitet werden. Bislang werden die den Patienten dafür entnommenen T-Zellen in die USA geschickt und dort weiterverarbeitet.

Auch die Gentherapie Zolgensma, die mit einem Listenpreis von 2,1 Millionen Dollar pro Einmaldosis teuerste Arznei der Welt zur Behandlung der meist tödlich verlaufenden Erbkrankheit Spinale Muskelatrophie (SMA) bei Kleinkindern, soll in Stein hergestellt werden. Kymriah schlägt mit rund 400.000 Dollar Behandlungskosten zu Buche.

Die Produktionsstätte am Rhein rund 40 Kilometer westlich von Basel sowie ein Werk in Frankreich, das Novartis derzeit ebenfalls ausbaut, sind zentral für eine bessere Verfügbarkeit von Kymriah. Weltweit investiert der Konzern rund 500 Millionen Dollar in neue Anlagen, um von Analysten wiederholt bemängelte Kapazitätsengpässe zu beseitigen.

In den ersten neun Monaten dieses Jahres erzielte Novartis mit Kymriah, dem Analysten Milliardenumsätze zutrauen, lediglich 182 Millionen Dollar Verkaufserlös. Insgesamt verspricht sich der Konzern von Gen- und Zelltherapien auf mittlere Sicht bis zu 15 Prozent Umsatzbeitrag.

Kymriah ist eine sogenannte CAR-T-Therapie. Bei dieser Behandlung mit genetisch veränderten Abwehrzellen entnehmen Ärzte dem Patienten T-Zellen des Immunsystems, modifizieren sie mit dem Ziel, dass sie die Krebszellen als feindlich erkennen und injizieren sie zurück.

Mehr: Der Pharmakonzern bezahlt für ein Unternehmen mit 65 Mitarbeitern einen Milliardenpreis. Die Schweizer haben es dabei vor allem auf ein Medikament abgesehen.

Der Handelsblatt Expertencall
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