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Pharmakonzern Novartis bringt seine Augenheilsparte Alcon an die Börse

Lange schon will sich der Pharmariese Novartis vom Augenheilgeschäft trennen. Nun soll die Tochter Alcon in Zürich und New York an die Börse.
Update: 29.06.2018 - 10:17 Uhr Kommentieren
Novartis: Pharmakonzern bringt Augenheiltochter an die Börse Quelle: Reuters
Novartis

Die Hängepartie um Alcon scheint ein Ende zu finden.

(Foto: Reuters)

ZürichHat die Hängepartie endlich ein Ende? Seit dem vergangenen Jahr suchte Novartis nach einer Lösung für seine Augenheiltochter Alcon. Jetzt will der Pharmakonzern seine Tochter abspalten und in der ersten Hälfte des kommenden Jahres an die Börse bringen. So würde ein milliardenschwerer neuer Konzern entstehen.

Ein Verkauf oder der Verbleib im Konzern sind damit vom Tisch. Man habe die strategischen Optionen überprüft, sagte Verwaltungsratschef Jörg Reinhardt „Die Überprüfung ergab, dass eine Ausgliederung im besten Interesse der Aktionäre von Novartis wäre“. Den eigenen Aktionären stellte der Pharmakonzern zudem ein Aktienrückkaufprogramm über bis zu fünf Milliarden Dollar in Aussicht.

Mit Alcon wurde Novartis nie wirklich glücklich: 2011 hatten die Basler das Unternehmen für insgesamt rund 50 Milliarden Dollar übernommen – damals eine der größten Übernahmen in der Schweiz. Alcon stellt etwa Laser oder Ultraschallgeräte für Augenärzte her. Für Novartis hätte das Geschäft zu einem zusätzlichen Standbein werden sollen, denn im Pharmageschäft steht der Konzern durch Patentabläufe unter Druck.

Doch die großen Hoffnungen, die auf dem Zukauf ruhten, erfüllten sich nicht. Im ersten Quartal 2018 lag das operative Ergebnis von Alcon bei gerademal 90 Millionen Dollar, nach einem Minus von zwei Millionen im Vergleichsquartal. Trotzdem sagt Novartis-Chef Vas Narasimhan, dass Alcon „in eine Position der Stärke zurückgekehrt“ sei. Nun wolle man Alcon mehr Flexibilität für die Verfolgung seiner Wachstumsstrategie verschaffen.

Durch die Abspaltung soll nun eine Firma mit einem Jahresumsatz von sieben Milliarden Dollar und mehr als 20.000 Mitarbeitern mit Sitz in der Schweiz entstehen. Die Börsennotiz ist in Zürich und New York geplant. Der derzeitige Alcon-Chef Mike Ball soll den Verwaltungsratsvorsitz der neuen Firma übernehmen. David Endicott, der derzeit das operative Geschäft von Alcon verantwortet, soll neuer Chef werden.

Die Analysten der Bank Vontobel begrüßen die Pläne: „Unseres Erachtens wäre es für Novartis strategisch sinnvoll, Alcon auszugliedern“. Die Analysten schätzen, dass der Marktwert von Alcon zwischen 15 und 23 Milliarden US-Dollar liegen dürfte. Novartis hat sich zur Bewertung noch nicht geäußert.

Noch ist der Deal nicht amtlich: Die Novartis-Aktionäre müssen den Plänen auf der Generalversammlung im kommenden Jahr erst ihren Segen erteilen.

  • mic
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