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Pharmakonzern Novartis erhöht erneut seine Jahresprognose

Der Schweizer Pharmakonzern macht es dem Rivalen Roche nach: Bereits zum dritten Mal hat Novartis seine Prognose für Umsatz und Gewinn angehoben.
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Novartis erhöht erneut seine Jahresprognose Quelle: dpa
Novartis-Gebäude in Basel

Mit seiner Bilanz für das dritte Quartal überraschte der Pharmakonzern auch die Analysten.

(Foto: dpa)

Zürich Neue Medikamente geben dem Schweizer Pharmakonzern Novartis Schub: Nach kräftigen Zuwächsen bei Umsatz und Gewinn im dritten Quartal hob das Baseler Unternehmen am Dienstag seine Jahresprognose erneut an. Nun dürfte der Umsatz 2019 im hohen einstelligen Prozentbereich steigen. Bislang war Novartis von einem Anstieg im einen mittleren bis hohen einstelligen Prozentbereich ausgegangen.

Der bereinigte Betriebsgewinn soll im mittleren bis hohen Zehnprozentbereich zulegen statt im niedrigen bis mittleren Zehnprozentbereich. Die Vorgaben gelten unter Ausschluss von Wechselkurseffekten.

Konzernchef Vasant Narasimhan machte es damit seinem Amtskollegen beim Erzrivalen Roche, Severin Schwan, nach: Der Konzern hatte jüngst ebenfalls zum dritten Mal die Prognosen angehoben. Die Börse reagierte zurückhaltend: Die Novartis-Aktien verloren 0,7 Prozent, entwickelten sich allerdings merklich besser als andere europäische Gesundheitstitel.

Mit seiner Bilanz für das dritte Quartal überraschte Novartis auch die Analysten. Die Verkaufserlöse stiegen währungsbereinigt um 13 Prozent auf 12,2 Milliarden Dollar und das bereinigte operative Ergebnis um 18 Prozent auf 3,75 Milliarden Dollar. Unter dem Strich stand bei dem nach der Abspaltung des Augenheilgeschäfts Alcon nun rein auf Arzneimittel ausgerichteten Konzern 2,04 Milliarden Dollar Gewinn - acht Prozent mehr als vor einem Jahr.

Novartis profitierte vor allem von steigenden Erlösen beim Mittel Cosentyx gegen Schuppenflechte - der inzwischen umsatzstärksten Arznei – und dem Herzmedikament Entresto. Die im Mai in den USA zugelassene Gentherapie Zolgensma steuerte 160 Millionen Dollar Verkaufserlöse bei – und nahm dem Konkurrent Spinraza von Biogen Anteile ab, wie Novartis-Chef Narasimhan sagte.

Das mit einem Preis von gut zwei Millionen Dollar pro Einmaldosis teuerste Medikament der Welt wird zur Behandlung der meist tödlich verlaufenden Erbkrankheit Spinale Muskelatrophie (SMA) bei Kleinkindern eingesetzt.

Die Generika-Tochter Sandoz, der zuletzt Preisdruck für Nachahmer-Medikamente in den USA zu schaffen gemacht hatte, fasste wieder Fuß: Der Umsatz wuchs um fünf Prozent.

Zulassung von Gentherapien in Europa und Japan verzögert

Das Wachstums sichern sollen weitere neue Arzneien aus der Pipeline. So traut Novartis dem jüngst zugelassenen Augenmedikament Beovu Milliardenumsätze zu. Gedulden muss sich der Konzern hingegen mit der Zulassung von Zolgensma in Europa und Japan: Mit den Entscheidungen der entsprechenden Behörden wird nun nicht mehr in diesem Jahr sondern im ersten Quartal beziehungsweise in der ersten Jahreshälfte 2020 gerechnet.

Konzernchef Narasimhan begründete das mit Fragen der Regulatoren zum Herstellungsprozess der Arznei. Einen Zusammenhang mit der Affäre um manipulierte Zolgensma-Testdaten in den USA verneinte der Manager.

Mehr: Vor knapp einem Jahr ist das Patent von Humira ausgelaufen. Die günstigen Kopien des Medikaments haben mittlerweile rund die Hälfte des Marktes in Deutschland erobert.

  • rtr
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