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Pharmakonzern Novartis-Gentherapie gegen Blutkrebs ist in der EU zugelassen

Die Krebstherapie Kymriah wird in Europa zugelassen. Darüber hinaus baut Novartis die Herstellung von Gentherapien in der Schweiz aus.
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Die Schweizer haben Standorte in den USA, Frankreich und Deutschland, wo sie sich mit der Zell- und Genforschung befassen. Zusätzlich wollen sie ihren Standort in der Schweiz ausbauen. Quelle: Reuters
Medikamentenhersteller Novartis

Die Schweizer haben Standorte in den USA, Frankreich und Deutschland, wo sie sich mit der Zell- und Genforschung befassen. Zusätzlich wollen sie ihren Standort in der Schweiz ausbauen.

(Foto: Reuters)

ZürichDie Gentherapie Kymriah des Schweizer Pharmakonzerns Novartis ist von der Europäischen Kommission zur Behandlung von Blutkrebs zugelassen worden. Mit dem Medikament darf akute lymphoblastische B-Zell-Leukämie (ALL) bei Kindern und Jugendliche bis zu einem Alter von 25 Jahren behandelt werden, wie der weltgrößte Hersteller von verschreibungspflichtigen Arzneien am Montag mitteilte.

Zudem darf die Therapie bei Erwachsene mit rezidivierendem oder refraktärem diffus großzelligem B-Zell Lymphom (DLBCL) eingesetzt werden.

In den USA ist Kymriah bereits seit rund einem Jahr auf dem Markt. Die Marktfreigabe in Europa wurde erwartet, nachdem der Expertenausschuss CHMP der Europäischen Arzneimittelbehörde EMA die Zulassung bereits im Juni empfohlen hatte.

Novartis baut unterdessen die Herstellung von Gentherapien in der Schweiz aus. Am Standort Stein im Kanton Argau sollen bis 90 Millionen Franken investiert und bis zu 450 Stellen geschaffen werden. Erste Gentherapien aus Stein für Patienten in der Schweiz und Europa sollen ab Anfang 2020 verfügbar sein.

Novartis betreibt eine Produktionsanlage für Zell- und Gentherapie in den US in Morris Plains, New Jersey. Im Juli vereinbarten die Schweizer zudem mit dem französischen Unternehmen CELLforCURE eine Gentherapie-Produktion in dessen Produktionsanlage in Les Ulis. Novartis hat außerdem Herstellungsverfahren für Kymriah am Fraunhofer-Institut für Zelltherapie und Immunologie in Leipzig etabliert: Dort wird die Gentherapie etwa für klinische Studien hergestellt.

Kymriah ist eine sogenannte CAR-T-Therapie. Bei dieser Behandlung mit genetisch veränderten Abwehrzellen entnehmen Ärzte dem Patienten T-Zellen des Immunsystems, modifizieren sie mit dem Ziel, dass sie die Krebszellen als feindlich erkennen und injizieren sie zurück. In den USA kostet eine Behandlung mit Kymriah bis zu 475.000 Dollar. Im ersten Halbjahr erzielte Novartis mit Kymriah Verkaufserlöse von 28 Millionen Dollar.

Experten trauen CAR-T-Zelltherapien Milliardenumsätze zu. Kymriah konkurriert mit dem Gilead-Mittel Yescarta, der einzigen anderen bislang zugelassenen Gentherapie. Auf dem Gebiet forschen etwa auch der US-Biotechnologiekonzern Celgene und die US-Firma Bluebird Bio.

  • rtr
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