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Pharmakonzern Novartis steigert Gewinn und kündigt Aktienrückkauf an

Erfolgreiche neue Medikamente lassen bei dem Pharmakonzern die Kasse klingeln. Doch die Aktionäre hatten sich noch mehr erhofft.
Update: 30.01.2019 - 14:18 Uhr Kommentieren
Im vergangenen Jahr steigerte der Pharmakonzern den Umsatz um fünf Prozent auf 51,9 Milliarden Dollar. Quelle: Reuters
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Im vergangenen Jahr steigerte der Pharmakonzern den Umsatz um fünf Prozent auf 51,9 Milliarden Dollar.

(Foto: Reuters)

Zürich, Frankfurt Der Schweizer Pharmakonzern Novartis sieht sich trotz seines Umbaus auf Wachstumskurs. Novartis habe wichtige Schritte unternommen, um sich darauf zu konzentrieren, „bahnbrechende Medikamente zu entwickeln, einzuführen und weltweit verfügbar zu machen“, sagte Konzernchef Vas Narasimhan am Mittwoch.

Doch obwohl der Novartis-Chef den Aktionären eine Dividendenerhöhung und ein milliardenschweres Aktienrückkaufprogramm in Aussicht stellte, fiel das Echo an der Börse verhalten aus.

Im vergangenen Jahr kletterte der Umsatz des Pharmariesen um fünf Prozent auf 51,9 Milliarden US-Dollar. Der Kerngewinn – also der Gewinn, der um Abschreibungen und andere Sonderfaktoren bereinigt wurde – legte um fünf Prozent auf 11,4 Milliarden Dollar zu. Das entspricht einem Gewinn von rund 5,15 Dollar je Aktie und damit etwas weniger als von Analysten erwartet.

Den größten Beitrag zum Umsatzwachstum leistete die Pharmasparte („Innovative Medicines“) mit 34,9 Milliarden Dollar. Gleich mehrere Neuentwicklungen ließen die Kasse klingeln. So sorgte das neue Schuppenflechtemedikament Cosentyx für einen Umsatz von rund drei Milliarden Dollar. Und das Herzmittel Entresto knackte die Umsatzmarke von einer Milliarde Dollar.

Mit Blick auf die weiteren Neuentwicklungen zeigte sich Konzernchef Narasimhan optimistisch. Er sprach von zehn Medikamenten, die sich derzeit in der Entwicklung befinden und bis zum Jahr 2020 das Zeug zum so genannten „Blockbuster“ haben.

Während die Basler die Entwicklung neuer Medikamente forcieren wollen, stehen andere Geschäftsbereiche zur Disposition. Derzeit läuft die Trennung von der Augenheilsparte Alcon. Dabei sollen Aktionäre des Konzerns für fünf Novartis-Aktien jeweils eine Alcon-Aktie erhalten. Der Schritt soll noch im ersten Halbjahr des laufenden Jahres erfolgen. Im vergangenen Jahr hatte Alcon die Umsätze um vier Prozent gesteigert.

In der Generika-Sparte Sandoz gingen die Umsätze dagegen um zwei Prozent zurück. CEO Narasimhan sprach von einem „herausfordernden Umfeld“ und verwies auf den wachsenden Preisdruck in den USA. Dort hatten auch andere Hersteller von so genannten Nachahmermedikamenten ihre Preise in den vergangenen Jahren senken müssen.

Bei Novartis soll die Generika-Sparte nun mehr Autonomie bekommen, aber – bis auf Weiteres – ein Teil des Konzerns bleiben. „Wir wollen eine autonome Organisation bauen, die sich im Wettbewerb behaupten kann“, sagte Firmenchef Narasimhan. Sandoz brauche dazu mehr Flexibilität. Novartis wolle aber weiter in das Generika-Geschäft investieren.

Für das laufende Jahr stellten die Basler ein weiteres Wachstum bei Umsatz und Gewinn in Aussicht. In der neuen Konzernstruktur soll der Umsatz im mittleren einstelligen Prozentbereich wachsen. Das Einkommen aus dem operativem Kerngeschäft soll im mittleren bis hohen einstelligen Prozentbereich zulegen. Novartis ist damit etwas zuversichtlicher als große US-Konkurrenten wie Pfizer, Johnson & Johnson oder Amgen, die nahezu stagnierende oder leicht rückläufige Erlöse angekündigt haben.

Die Aktionäre können auf eine erneute Dividendenerhöhung hoffen. Sie soll um fünf Rappen auf 2,85 Franken je Aktie steigen. Zudem kündigte Novartis ein weiteres Aktienrückkaufprogramm an: Bis zum Jahr 2022 sollen eigene Aktien für bis zu zehn Milliarden Franken zurückgekauft werden.

Trotzdem hatten sich die Aktionäre von Novartis von den Zahlen jedoch mehr erhofft. Die Aktie des Konzerns zählte am Mittwoch zu den Schlusslichtern im Schweizer Leitindex SMI. „Die Jahreszahlen sind leicht unter den Erwartungen“, urteilt ZKB-Analyst Michael Nawrath. „Wichtig ist aber die konsequente Umwandlung zu einer reinen Pharmafirma“.

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