Pharmakonzern Pfizer Steuerreform bringt milliardenschweren Sonderertrag

Der Pharmakonzern Pfizer kann sich über ein kräftiges Gewinnplus durch die US-Steuerreform freuen. In der Quartalsbilanz steht ein Sonderertrag von über elf Milliarden Dollar. Der Umsatz kommt dagegen kaum vom Fleck.
Update: 30.01.2018 - 15:36 Uhr Kommentieren
Der Pharmakonzern profitierte auch von einem starken Geschäft mit seinem Brustkrebsmittel Ibrance sowie dem Pneumokokkenimpfstoff Prevnar. Quelle: dpa
Pfizer

Der Pharmakonzern profitierte auch von einem starken Geschäft mit seinem Brustkrebsmittel Ibrance sowie dem Pneumokokkenimpfstoff Prevnar.

(Foto: dpa)

New YorkDie US-Steuerreform poliert den Gewinn von Pfizer kräftig auf. Der amerikanische Pharmariese verbuchte dadurch einen Sonderertrag von mehr als elf Milliarden Dollar im vierten Quartal. Der Nettogewinn stieg deshalb auf 12,27 Milliarden Dollar nach 775 Millionen im Vorjahreszeitraum, wie das Unternehmen am Dienstag mitteilte. Dabei profitierte Pfizer auch von einem starken Geschäft mit seinem Brustkrebsmittel Ibrance sowie dem Pneumokokkenimpfstoff Prevnar. Gleichwohl kam der Umsatz im Schlussquartal mit 13,7 Milliarden Dollar kaum vom Fleck. Das lag auch am Verkauf des Geschäfts mit Infusionspumpen.

Innerhalb der nächsten fünf Jahre will Pfizer rund fünf Milliarden Dollar in den USA investieren und damit vor allem die heimische Produktion stärken. Der Konzern will zudem über acht Jahre hinweg Steuern in Höhe von 15 Milliarden Dollar zahlen, um nach den neuen Steuergesetzen zurückgehaltene Gelder in die Vereinigten Staaten zu bringen. Für 2018 zeigte sich Pfizer optimistisch und stellte einen Umsatz von 53,5 bis 55,5 Milliarden Dollar und einen bereinigten Gewinn je Aktie von 2,90 bis 3,00 Dollar in Aussicht. Im vergangenen Jahr war der Umsatz um ein Prozent auf 52,5 Milliarden Dollar gefallen, der bereinigte Gewinn je Aktie hatte sich dagegen um elf Prozent auf 2,65 Dollar erhöht.

Noch in diesem Jahr will Pfizer eine Entscheidung über die Zukunft seines Geschäfts mit rezeptfreien Medikamenten und Gesundheitsprodukten (OTC) fällen. Der Konzern hatte den Bereich im vergangenen Herbst auf den Prüfstand gestellt. Insidern zufolge ist der US-Pharma- und Konsumgüterkonzern Johnson & Johnson, der als aussichtsreicher Bieter galt, aus dem Rennen ausgestiegen. Auch der deutsche Pharmakonzern Merck will sich von seinem OTC-Geschäft trennen. Daran soll unter anderem der Schweizer Lebensmittelriese Nestlé interessiert sein.

  • rtr
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