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Pharmakonzern Sanofi rudert im Streit um möglichen Corona-Impfstoff zurück

Weil die USA Sanofi bei der Entwicklung eines Corona-Impfstoffs unterstützen, sollten sie auch als erste profitieren. Doch nun hat der Konzern seine Meinung geändert.
14.05.2020 - 15:20 Uhr 1 Kommentar
Der Pharmakonzern hofft, im nächsten Jahr einen Corona-Impfstoff anbieten zu können. Quelle: Reuters
Sanofi-Zentrale in Paris

Der Pharmakonzern hofft, im nächsten Jahr einen Corona-Impfstoff anbieten zu können.

(Foto: Reuters)

Paris Mit der Ankündigung, mit einem möglichen Corona-Impfstoff zuerst die USA beliefern zu wollen, hat der französische Pharmakonzern Sanofi die Kritik der französischen Regierung auf sich gezogen.

Ein solches Vorgehen wäre unakzeptabel, sagte die Staatssekretärin für Wirtschaft und Finanzen, Agnes Pannier-Runacher, am Donnerstag dem Sender Sud Radio: „Es wäre natürlich inakzeptabel für uns, wenn das eine oder andere Land aus finanziellen Beweggründen einen privilegierten Zugang erhalten würde, insbesondere im aktuellen Kontext.“

Sanofi-Vorstandschef Paul Hudson hatte am Mittwoch der Nachrichtenagentur Bloomberg gesagt, dass die US-Regierung das Recht auf die größte Vorbestellung eines Impfstoffes habe, da sie das Risiko finanziell mittrage. Die USA erwarteten deshalb, dass sie die ersten Dosen eines möglichen Impfstoffes erhielten.

Am Donnerstag ruderte der Konzern zurück und erklärte, er werde einen Impfstoff allen zugänglich machen. „Wenn Sanofi einen Durchbruch bei einem Covid-19-Impfstoff erzielt und dieser wirksam ist, werden wir ihn allen zur Verfügung stellen“, sagte der Leiter des Frankreich-Geschäfts des Konzerns, Olivier Bogillot, dem Fernsehsender BFM TV.

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    Der französische Gesundheitsminister Olivier Veran erklärte, er sei nach Gesprächen mit dem Chef von Sanofi beruhigt. „Ich glaube, die Aussage war etwas ungeschickt und vielleicht aus dem Zusammenhang gerissen“, sagte Veran dem Sender C News. Die Kontroverse wirft gleichwohl die Frage auf, ob Europa nicht zu langsam bei der Organisation und Finanzierung der Impfstoffforschung war.

    Sanofi bekräftigte am Donnerstag, dass die USA in dieser Hinsicht schneller gewesen seien. Das Unternehmen befinde sich in Gesprächen mit der Europäischen Union sowie der französischen und der deutschen Regierung, um seine regionale Impfstoffentwicklung zu beschleunigen.

    Sanofi hat sich bei der Entwicklung eines Corona-Impfstoffes mit dem britischen Pharmakonzern GlaxoSmithKline zusammengetan und hofft, im nächsten Jahr einen Impfstoff verfügbar zu haben. Die beiden Unternehmen erhalten finanzielle Unterstützung von der staatlichen Organisation BARDA des US-Gesundheitsministeriums.

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    • rtr
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