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Pharmakonzern Wenig Begeisterung bei Mappus’ neuem Arbeitgeber Merck

Der Konzern hält an der Berufung des Ex-Politikers zum Brasilien-Chef fest – obwohl selbst die Gründerfamilie wenig begeistert ist.
17.10.2011 - 21:40 Uhr 10 Kommentare
Mappus steht  wegen dem Kauf einer 45-prozentigen Beteiligung an EnBW in der Kritik. Quelle: dapd

Mappus steht wegen dem Kauf einer 45-prozentigen Beteiligung an EnBW in der Kritik.

(Foto: dapd)

Frankfurt/Stuttgart Der frühere baden-württembergische Ministerpräsident Stefan Mappus leitet für Merck ab kommendem März das Brasilien-Geschäft – doch selbst wichtige Stimmen aus dem Kern des Pharmakonzerns stellen die Personalie infrage.

Mappus steht in der Kritik, seit der Staatsgerichtshof von Baden-Württemberg vor zwei Wochen entschieden hat, dass der von Mappus eingefädelte Kauf einer 45-prozentigen Beteiligung am Energieversorger EnBW durch das Land gegen die Landesverfassung verstoßen hat.

Im mittleren Management, berichten Firmeninsider, verstünden viele nicht, warum Merck eine solche Position nicht mit einem erfahrenen Manager aus den eigenen Reihen oder aus der Branche besetzt. Mappus wird in Brasilien rund 360 Millionen Euro Umsatz verantworten. Selbst Vertreter der Gründerfamilie, heißt es in Unternehmenskreisen, waren nicht begeistert von der Personalie.

Merck hält ungeachtet der jüngsten Entwicklung aber weiterhin an der umstrittenen Personalie fest. „Die derzeitige Diskussion um das Urteil des Staatsgerichtshofes beschäftigt sich nicht mit Sachverhalten, die unser Unternehmen betreffen“, sagte ein Firmensprecher. Mit Stefan Mappus gewinne man eine Führungskraft mit Managementqualitäten und Erfahrung als Ministerpräsident eines großen, wirtschaftlich erfolgreichen Bundeslandes.

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    In Unternehmenskreisen heißt es, mit der Berufung habe man dazu beitragen wollen, Politikern bessere Perspektiven in der Wirtschaft zu bieten. Diese Argumentation habe auch der Gesellschafterrat akzeptiert. Mappus ließ Anfragen des Handelsblatts unbeantwortet.

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    10 Kommentare zu "Pharmakonzern: Wenig Begeisterung bei Mappus’ neuem Arbeitgeber Merck"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    • Kleiner Tip an Merck:
      Gebt ihm 365 Tage Urlaub, bei vollem Gehalt und lasst den Job jemanden machen, der was davon versteht.
      Das kommt am Ende billiger.

    • 360 Millionen in der Verantwortung von Mappus! In nur 15 Monaten hat der mann bewiesen: setze einen Bettelmann aufs Pferd und er reitet es kaputt.

    • Was hat ein Unternehmen davon "Politikern bessere Perspektiven in der Wirtschaft zu bieten"? Was soll das anderes bedeuten, als daß Politikern, die in Ihrer Amtszeit zum Wohle des Unternehmens regieren, in Aussicht gestellt wird dafür nach Ende der Amtszeit von den Unternehmen dafür finanziell belohnt zu werden? Kommt das nicht aufs gleiche raus, wie wenn Politiker direkt geschmiert werden?

    • Stefan Mappus ist eine tragischer Held der Politik. Vom politischen Hoffnungsträger in Baden-Württemberg zum Pillendreher im brasilianischen Dschungel.
      Ohne das Erdbeben in Japan, dem Tsunami und dem Atomunfall wäre er wahrscheinlich noch am Ruder und der Kauf der EnBW-Anteile durch das Land wären ein super "G'schäft" gewesen.

      Nach so einem Tiefschlag ist es schon verständlich, dass Stefan Mappus möglichst weit weg wollte. Und Brasilien ist eine aufstrebende Nation. Da braucht es Leute die anpacken können.

      Stefan Mappus ist ein weiterer Politiker der scheinbar mühelos nach der politischen Karriere einen netten Posten in der Wirtschaft bekommt. Warum brauchen die Unternehmen solche politischen Maskottchen ? Nur ein paar Beispiele:
      Wolfgang Clement - Addeco
      Gerhard Schröder - Gaszprom
      Roland Koch - Bilfinger Berger
      Matthias Wissmann - VDA
      Dieter Althaus - Magna
      (wer hat noch ein paar Beispiele)
      Irgendwie wird man das Gefühl nicht los, dass die großen Unternehmen unterschwellig die Botschaft verbreiten:
      Egal was für einen Mist Ihr als Politiker verzapft habt, habt keine Sorge, wir bieten euch passende Stellen an, wenn es mit der Politik vorbei ist. Denkt daran bei jeder Entscheidung (uns betreffend).
      Wenn es wenigstens eine längere Karenzzeit gäbe (2-3 Jahre), in der Politiker nach dem Ausscheiden aus dem Amt keinen Posten in der Wirtschaft übernehmen dürfen. Meinetwegen sollen die solange die Bezüge weiter bekommen.

      DAS ist auch ein Grund warum Politiker momentan einen so schlechten Ruf in der Bevölkerung haben.

    • Neben der Frauenquote auch die Quote für unfähige, gescheiterte Politiker. Das muß schon sein und ohne das geht es nicht. Dafür hat doch jeder Verständnis.

    • Was happt ihr gegen Mappus? Mappus hat verhindert, dass dem französischen Großkonzern E.D.F. eine schwerer Schaden entsteht. Was gut ist für E.D.F., ist gut für Europa!

    • Übersetzt heisst das: wer Politik für "uns" macht, der ist versorgt. Merkel hat ihren Dienst erfüllt und wenn Deutschland untergeht, dürfte ihr ein Posten in Brasilien sicher sein.

    • Es lebt sich getreu dem Motto: ist der Ruf erst ruiniert, lebt sichs völlig ungeniert.

      Ich hoffe, die Aufsichts- oder Beiräte haben eine gute Versicherung. Solche Handlungen haben mit Fahrlässigkeit nichts mehr zu tun; das ist die systematische Zerstörung von Vermögen.

    • "In Unternehmenskreisen heißt es, mit der Berufung habe man dazu beitragen wollen, Politikern bessere Perspektiven in der Wirtschaft zu bieten."
      Haha, fast so wie Frauenquote, eben.
      Merck, der Recyclinghof für gescheiterte Existenzen.

    • ...dann kann man nur schnell seine Aktien von Merck verkaufen. Warum werden erfolglose und farblose Typen in solche Posten gehoben? Da gabs niemand weit und breit der gut genug war? Der Mann hat keine Ahnung vom Geschäft und offenbar auch ein wenig glückliches Händchen was Wirtschaft angeht.
      Prost Mahlzeit kann man da nur sagen und zu diesem Fehlgriff gratulieren.

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