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Pharmakonzerne Bayer kooperiert bei personalisierter Krebsmedizin mit Roche-Tochter

Bayer will mit Foundation Medicine zusammenarbeiten. Gemeinsam wollen beide Pharmakonzerne diagnostische Tests im Bereich Krebs entwickeln.
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Bayer kooperiert bei personalisierter Krebsmedizin mit Roche Quelle: dpa
Bayer-Werk in Leverkusen

Als erster Schritt soll ein diagnostischer Test für das Krebsmittel Vitrakvi entwickelt werden, einer der größten Hoffnungsträger der Leverkusener im Pharmageschäft.

(Foto: dpa)

FrankfurtBayer will mit der Roche-Tochter Foundation Medicine bei der Entwicklung von diagnostischen Tests im Bereich Krebs zusammenarbeiten. Die Vereinbarung erstreckt sich auf mehrere neue Krebsmedikamente und zugelassene Therapien von Bayer und deckt das gesamte Testportfolio von Foundation Medicine ab, wie die beiden Unternehmen am Mittwoch mitteilten.

Als erster Schritt soll ein diagnostischer Test für das Krebsmittel Vitrakvi entwickelt werden, einer der größten Hoffnungsträger der Leverkusener im Pharmageschäft. Das Medikament kann bei zahlreichen Krebsarten, bei denen die Tumore von einer seltenen Genmutation betroffen sind, zum Einsatz kommen. Mit Hilfe des diagnostischen Tests soll bestimmt werden, ob Patienten diese Genmutation haben und für eine Behandlung mit diesem Medikament geeignet sind.

Analysten trauen dem Mittel mit dem Wirkstoff Larotrectinib, dessen Rechte Bayer von der US-Biotechfirma Loxo Oncology übernommen hatte, Umsätze von rund eine Milliarde Dollar im Jahr zu. In den USA ist Vitrakvi bereits auf dem Markt, in Europa wartet Bayer noch auf die Zulassung.

Finanzielle Details der Zusammenarbeit mit Foundation Medince gab der Konzern nicht bekannt. Die Roche-Tochter hat entwickelt Tests, mit der Ärzte das genetische Profil von Tumoren analysieren und so die beste Behandlungsform für Krebspatienten bestimmen können. Roche war bereits 2015 bei den Amerikanern eingestiegen und hatte 2018 die restlichen Anteile übernommen.

Die seltene Genmutation der Tumore, auf die Vitrakvi abzielt, tritt in den USA bei nicht mehr als 3000 Menschen im Jahr auf beziehungsweise bei weniger als ein Prozent der Krebspatienten mit soliden Tumoren. Noch werden die meisten Krebspatienten nicht routinemäßig auf Tumormutationen getestet, was es gegenwärtig schwierig macht, diejenigen zu finden, die von dem Medikament profitieren könnten.

Bayer hofft, dass der mit Foundation Medicine entwickelte Test im Laufe des kommenden Jahres zugelassen wird.

  • rtr
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