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Pharmaunternehmen Impfstoff-Ausrüster Sartorius wächst im Eiltempo

Der Gewinn des Arzneimittelzulieferers verdoppelte sich auf knapp 260 Millionen Euro. Der Konzern profitiert immer noch von Produkten für Covid-Impfstoffe.
21.07.2021 - 12:01 Uhr Kommentieren

Frankfurt

Der Pharmazulieferer konnte seinen Nettogewinn steigern. Quelle: dpa
Sartorius

Der Pharmazulieferer konnte seinen Nettogewinn steigern.

(Foto: dpa)

Der Labor- und Pharmaausrüster Sartorius profitiert weiterhin stark von der hohen Nachfrage nach seinen Produkten, die für die Herstellung von Covid-19-Impfstoffen und -Medikamenten benötigt werden. Bereits Anfang des Monats hatte der Konzern mit Sitz in Göttingen deshalb erneut seine Prognose für das laufende Jahr angehoben. Sartorius will 2021 den Umsatz nun währungsbereinigt um 45 Prozent statt bisher 35 Prozent steigern. Die operative Ebitda-Marge soll 34 Prozent erreichen – bisher hatte Sartorius hier einen Wert von 32 Prozent prognostiziert.

Die pandemiebedingt höhere Nachfrage schiebt ein ohnehin sehr dynamisches Geschäft von Sartorius zusätzlich an: Bereits seit Jahren profitiert das Unternehmen von dem steigenden Bedarf an Produkten für die Herstellung von Biotech-Medikamenten.

„Wir haben in den ersten sechs Monaten des Jahres eine ungebrochen hohe Nachfrage nach innovativen Technologien für die Entwicklung und Produktion von Biopharmazeutika gesehen. Der Bedarf aus den Bereichen Coronavirus-Impfstoffe und Coronatests hat eine wichtige zusätzliche, aber keine dominante Rolle gespielt“, fasste Sartorius-CEO Joachim Kreuzburg am Mittwoch die Lage zur Jahresmitte zusammen.

Zudem wirkten sich Akquisitionen aus dem vergangenen Jahr positiv aus: Sartorius kaufte ausgewählte Life-Science-Geschäfte des US-Konzerns Danaher, den Zellkulturmedien-Spezialisten Biological Industries und den Aufreinigungsspezialisten BIA Separations. Anfang Juli hatte Sartorius über seinen Teilkonzern Sartorius Stedim Biotech zudem die Mehrheit am Reagenzienhersteller CellGenix GmbH erworben.

Insgesamt wuchs der Umsatz von Sartorius, der Kandidat für einen Aufstieg in den Dax im September ist, im ersten Halbjahr währungsbereinigt um rund 60 Prozent auf rund 1,63 Milliarden Euro. Der Nettogewinn verdoppelte sich auf 259,4 Millionen Euro. Die operative Marge erreicht zur Jahresmitte mit 34,1 Prozent das für das Gesamtjahr angepeilte Niveau.

An der Börse drehte die Aktie nach Veröffentlichung der Halbjahreszahlen rund zwei Prozent ins Minus, allerdings hatte der Titel seit der Bekanntgabe der vorläufigen Zahlen für das erste Halbjahr Anfang Juli bereits deutlich zugelegt.

Produktionskapazitäten ausbauen und Mitarbeiter einstellen

Den größten Anteil am Geschäft von Sartorius hat die Sparte Bioprocess Solutions, in der die Produkte für die Herstellung von Biopharmazeutika angeboten werden. Dieses Geschäft legte wechselkursbereinigt um knapp 63 Prozent auf 1,27 Milliarden Euro Umsatz zu. Das operative Ergebnis (Ebitda) stieg um 86,2 Prozent auf 460 Millionen Euro.

Die kleinere Sparte Lab Products & Services, die auf Technologien für die Life-Science-Forschung und Pharmalabore spezialisiert ist, wuchs im ersten Halbjahr 2021 um 52 Prozent auf 363 Millionen Euro. Hier war das Geschäft im Vorjahr durch die Pandemie deutlich gedämpft gewesen. Das operative Ergebnis erhöhte sich um mehr als das Doppelte auf 95 Millionen Euro.

Sartorius ist weiter dabei, seine Produktionskapazitäten auszubauen, und hat seit Jahresanfang mehr als 1300 Mitarbeiter eingestellt. Insgesamt hat Sartorius nun knapp 12.000 Beschäftigte. In diesem Jahr werden rund 400 Millionen Euro in den teilweise erweiterten und vorgezogenen Ausbau von Produktionskapazitäten investiert, vor allem an Standorten in Deutschland, Puerto Rico, China und Südkorea. Das Unternehmen geht von einer im Jahresverlauf zunehmenden Erholung der weltweiten Konjunktur sowie von stabilen Lieferketten aus.

Mehr: Beim Dax gibt es kurz- und langfristig Hoffnung auf steigende Kurse.

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