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Pikante Aufnahmen Sexvideo setzt Glaxo-Smithkline unter Druck

Korruption und Sex: Das sind die Zutaten eines Wirtschaftskrimis rund um den Pharmakonzern Glaxo-Smithkline. Im Mittelpunkt steht der Ex-China-Chef Reilly – und ein Video, das in seinem Appartement aufgenommen wurde.
30.06.2014 - 14:49 Uhr Kommentieren
Der Korruptionsskandal von GlaxoSmithKline in China zieht weitere Kreise. Quelle: Reuters

Der Korruptionsskandal von GlaxoSmithKline in China zieht weitere Kreise.

(Foto: Reuters)

Peking Der Korruptionsskandal beim britischen Pharmariesen Glaxo-Smithkline (GSK) wird immer skurriler. Vor der Aufnahme von Ermittlungen wurde ein heimlich aufgenommenes Video an Führungskräfte des Konzerns verschickt, berichtet die britische Zeitung „Sunday Times“ unter Berufung auf interne Quellen. Es zeigt den damaligen China-Chef von GSK, Mark Reilly, beim Liebesspiel mit seiner chinesischen Freundin.

Gefilmt wurde es offenbar mit einer versteckten Kamera im Schlafzimmer seiner Wohnung in Shanghai – ohne dass beide Beteiligten davon wussten. Alles deutet darauf hin, dass der Topmanager selbst in der intimsten Privatsphäre überwacht wurde.

Dass Sex-Tape des Pharmamanagers ist mehr als ein privater Skandal. Denn auch der Zeitpunkt, an dem das Video anonym per E-Mail an mehrere Spitzenkräfte des Unternehmens, darunter auch Konzernchef Andrew Witty, verschickt wurde, scheint bewusst gewählt. Nur kurz danach hätten die Behörden in Peking die Ermittlungen gegen GSK wegen vermeintlicher Bestechungszahlungen an chinesische Ärzte aufgenommen, schreibt die Zeitung. Diese sollten offenbar mit Geldzahlungen dazu bewegt werden, GSK-Medikamente zu bevorzugen. Insgesamt soll das Unternehmen dadurch 150 Millionen Dollar mehr eingenommen haben.

Das China-Geschäft der Briten war nach Bekanntwerden des Skandals kräftig unter Druck geraten. Reilly war einer von 46 Konzernangestellten, die im Mai 2013 als Verdächtige verhört wurden, weil sie der Beihilfe einer „massiven und systematischen Bestechung“ beschuldigt werden.

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    Im April 2013 hatte GSK dem eigenen China-Chef die Genehmigung erteilt, einen britischen Privatdetektiv anzuheuern, um die Quelle des Videos ausfindig zu machen. Doch die Ermittlungen des privaten Ermittlers verliefen damals im Sande. Eine interne Untersuchung wegen der Bestechungsvorwürfe war zu diesem Zeitpunkt laut interner Quellen schon seit Januar in vollem Gange.

    Im Juli 2013 nahm die chinesische Polizei dann ausgerechnet den angeheuerten Privatdetektiv, seine Frau und seinen amerikanischen Geschäftspartner, Yu Yingzen, fest. Ihnen wird vorgeworfen, sich illegal persönliche Informationen über chinesische Staatsbürger beschafft zu haben. Trotz seines Geständnis im August 2013 sitzt das Trio immer noch in Haft.

    „Wir werden unser Geschäft in China fundamental verändern“
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