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Pläne der Grüne benachteiligen deutsche Stahlindustrie ThyssenKrupp warnt vor Streit um Zertifikatehandel

Die Pläne der Grünen zum Handel mit Emissionszertifikaten benachteiligen nach Ansicht von ThyssenKrupp die deutsche Stahlindustrie. Der Chef des Stahlkonzerns will deutsche Standorte aber nicht zur Disposition stellen.

HB BERLIN. Der Stahlkonzern ThyssenKrupp hat vor den Auswirkungen eines Streits um Vorschläge von Bundesumweltminister Jürgen Trittin (Grüne) zum Zertifikatehandel mit Emissionsrechten gewarnt. «Die Entwicklung in der Diskussion um den Emissionshandel würde die deutsche Stahlindustrie im Vergleich zu ihren internationalen Wettbewerbern erheblich benachteiligen», sagte ThyssenKrupp-Chef Ekkehard Schulz der Berliner «Welt am Sonntag» (WamS). «Nicht nur ein Unternehmen, sondern auch die Standorte müssen sich wettbewerbsfähig aufstellen.»

Hintergrund ist Trittins Ankündigung von Anfang März, er wolle die Ausgabe von Zertifikaten beschränken. Würden mehr Zertifikate ausgegeben als Emissionen ausgestoßen, bestehe kein Anreiz zum Handel, hatte Trittin erklärt.

Ungeachtet des Streits um den Zertifikatehandel bekannte sich ThyssenKrupp-Chef Schulz zum Standort Deutschland und zum Heimatstandort Nordrhein-Westfalen. ThyssenKrupp ist ein «internationaler Technologiekonzern, der seine Heimatbasis in Deutschland hat.» Schulz fügte aber hinzu, jeder zweite der 190.000 Mitarbeiter arbeite in einem von 70 Ländern außerhalb Deutschlands. Im Ausland erwirtschafte das Unternehmen 64 Prozent des Konzernumsatzes von 36 Milliarden Euro. «Tendenz steigend», ergänzte Schulz im Gespräch mit der WamS. Während in den vergangenen fünf Jahren die Zahl der Beschäftigten im Konzern um 17.000 zugenommen habe, sank sie nach Angaben von Schulz in NRW um 7000 auf heute 61.000 Mitarbeiter.

Ziel von Thyssen-Krupp ist es laut Schulz, in den Schwerpunkten Stahl, Industriegüter und Dienstleistungen «die Technologieführerschaft zu sichern und auszubauen». Das mittelfristige Gewinnziel gab Schultz mit 1,5 Milliarden Euro vor Steuern an. In diesem Jahre wolle der Konzern eine Milliarde Gewinn vor Steuern erwirtschaften, sagte Schulz weiter und bekräftigte damit frühere Prognosen für das laufende Geschäftsjahr. Zugleich sollen die Schulden von ehemals 8,2 über heute 4,2 Milliarden Euro weiter deutlich verringert werden.

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