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Pläne der neuen Herren Opel: Jetzt schlägt die Stunde der Wahrheit

Die neuen Herren bei Opel enttäuschen schnell die Hoffnungen, die man in Deutschland auf sie gesetzt hatte. Der Autozulieferer Magna will offenbar drastisch Stellen streichen. Und die Sberbank will Technologie nach Russland transferieren. In Spanien haben unterdessen Tausende gegen Stellenabbaupläne demonstriert.
Die Zukunft von Opel bleibt ungewiss. Quelle: ap

Die Zukunft von Opel bleibt ungewiss.

(Foto: ap)

HB BERLIN/MOSKAU. Magna hat laut einem Zeitungsbericht genaue Pläne für den Stellenabbau in Deutschland. Allein am Opel-Stammsitz in Rüsselsheim sollen demnach 1 817 Arbeitsplätze wegfallen, berichtet die "Welt am Sonntag". Sie beruft sich dabei auf ranghohe Verhandlungskreise. 1 100 Stellen davon entfielen auf die Verwaltung, der Rest auf die Produktion. Insgesamt sollen in Europa 10 560 Stellen wegfallen, davon 4 500 bei Opel in Deutschland.

Unter den deutschen Werken sei Bochum am stärksten betroffen. Dort sei der Abbau von 2 045 Jobs geplant. Das Werk Eisenach bleibe von Stellenstreichungen verschont, da Produktionskapazitäten aus dem spanischen Saragossa nach Thüringen verlagert würden.

Die russische Sberbank, die zusammen mit dem Autozulieferer Magna Opel übernehmen will, räumt offen ein, dass Technologie des Autokonzerns nach Russland fließen soll. Der Zugriff darauf sei ein untrennbarer Bestandteil des Geschäfts. "Falls der Import der Technologien (nach Russland) nicht stattfindet, würde dies bedeuten, dass wir (mit den Verhandlungen) nur Zeit verloren haben", sagte Sberbank-Chef German Gref am Samstag der Nachrichtenagentur Interfax zufolge. Ein solcher Zugriff sei für sein Unternehmen "ein wesentlicher Grund" zur Teilnahme an dem Geschäft, betonte Gref während eines Wirtschaftsforums in der Schwarzmeerstadt Sotschi.

Die bisherige Opel-Mutter General Motors (GM) steht einem Technologie- Transfer nach Russland Presseberichten zufolge skeptisch gegenüber. Gref kündigte zudem ein Sparpaket für das vom russischen Staat kontrollierte Geldhaus an. Sein Unternehmen werde unter anderem bis zu 150 unrentable Filialen schließen. Die Sberbank ist beim Opel-Deal der Hauptpartner des österreichisch-kanadischen Zulieferers Magna.

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