Pläne für Börsengang Aston Martin will 5,6 Milliarden Euro einsammeln

Der Kultsportwagen-Hersteller drängt an die Börse: Aston Martin will einen Teil seiner Anteile in London listen und so 5,6 Milliarden Euro einsammeln. Damit würde das Unternehmen zu einem Rivalen aufschließen.
Update: 09.01.2018 - 11:48 Uhr Kommentieren
Der Sportwagenbauer drängt an die Börse. Quelle: Reuters
Aston Martin DB11

Der Sportwagenbauer drängt an die Börse.

(Foto: Reuters)

LondonDer britische Sportwagenbauer Aston Martin will bei einem Börsengang 5 Milliarden Pfund einsammeln, das sind umgerechnet rund 5,6 Milliarden Euro. Das berichtet die Nachrichtenagentur Bloomberg unter Berufung auf Insider. Aston Martin befinde sich in ersten Gesprächen, wolle jedoch noch 2018 an die Börse.

Die Bewertung inklusive Schulden läge damit auf Augenhöhe mit dem italienischen Konkurrenten Ferrari, der an der Börse 21,5 Milliarden Euro wert ist. 2019 will Aston Martin zudem in das boomende Geschäft mit SUVs einsteigen und mit dieser Aussicht weitere Investoren anlocken. Derzeit halten die italienische Beteiligungsgesellschaft Investindustrial und eine Gruppe kuwaitischer Investoren zusammen mehr als 90 Prozent an Aston Martin.

Die Anteile sollen an der Londoner Börse gelistet sein. Der Börsengang wäre damit nicht nur der vorläufige Höhepunkt des Comebacks, das die krisengeplagte Kultmarke hingelegt hat. Er wäre auch ein ernsthafter Test für die Attraktivität britischer Aktien nach dem Brexit.

Kleiner Brite mit schwäbischem Herz
Der Begriff Einstiegsmodell mag für einen 154.000-Euro-Sportwagen vielleicht etwas gewagt sein
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Im Angebot von Aston Martin aber nimmt der Vantage seit seiner Markteinführung im Jahr 2005 genau diese Rolle ein. Mit nunmehr gut zwölf Jahren auf dem Buckel ist der Kleine allerdings endgültig Reif für einen Nachfolger.

Den hat Aston Martin jetzt vor zahlreichen Händlern, Kunden und Prominenten in der britischen Hauptstadt enthüllt. Ab Frühjahr 2018 soll er ausgeliefert werden...

Blick ins Innere des neuen Vantage
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Wenn es ein Adjektiv gibt, das fast jeder mit Aston Martin verbindet, dann ist es: schön. Schön war auch der alte Vantage, der als letzter Aston noch aus der Feder von Henri Fisker stammt. Aber auch ein wenig verwechselbar: Man musste schon ein Kenner der Marke sein, um ihn von den anderen Baureihen unterscheiden zu können...

Die Neuauflage dagegen dürften auch Nicht-Aston-Fans auf der Straße sofort als solche erkennen
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Sie orientiert sich stark am letzten James-Bond-Auto DB11, das im Film Spectre zum Einsatz kam...

Auffällig ist vor allem die schier unendlich große Kühleröffnung
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Schlundartig aufgerissen und von Carbon eingerahmt, reicht der Lufteinlass quasi bis zur Straße, einzig ein breiter Splitter passt noch zwischen Asphalt und den vergitterten Kühlergrill...

Die Motorhaube haben die Designer stark konturiert, die LED-Scheinwerfer fallen extrem klein aus
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Ob letzteres ein geschickter Pinselstrich war, muss sich zeigen. Zumindest auf den ersten Blick erinnern die Leuchten ein wenig an den gut 100.000 Euro günstigeren Mazda MX-5.

Jegliche Verwechslungsgefahr ist ausgeschlossen, wenn man den 4,47 Meter langen Vantage von der Seite oder hinten betrachtet
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Auch an der Flanke hat sich Aston Martins Chef-Kreativer Marek Reichmann zu zahlreichen Kanten und Linien hinreißen lassen und ähnlich üppig wie die Kühleröffnung fallen die Luftauslässe am Heck auf.

Die gezeigte Farbe heißt übrigens Lime Essence
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Gepaart mit einem markanten Karbondiffusor und schmalen, der Wölbung des Heckdeckels (unter dem sich 370 Liter Stauraum verbergen) folgenden LED-Rückleuchten ergeben sie die Ansicht, die die meisten Verkehrsteilnehmer wohl am häufigsten zu Gesicht bekommen werden. Denn auch wenn der Vantage das Einstiegsmodell ist, wird er furchtbar schnell sein und den meisten davonfahren.

Der Sportwagenhersteller wollte den Bericht nicht kommentieren: „Aston Martin äußert sich grundsätzlich nicht zu Spekulationen über zukünftige Eigentumsverhältnisse oder Kapitalumstrukturierungen“, sagte ein Unternehmenssprecher.

Aston Martin, deren Autos durch Auftritte in der Filmreihe James Bond Kultstatus erlangt haben, konnte zuletzt jährlich 5000 Autos ausliefern. Die Briten stellten zudem in Aussicht, ihre Gewinnerwartung von 180 Millionen Pfund (200 Millionen Euro) und die Umsatzerwartung von 840 Millionen Pfund (950 Millionen Euro) zu übertreffen.

Das Unternehmen will nach eigenen Angaben bis 2019 mit dem Bau des DBX SUV in seinem neuen Werk in Wales beginnen. Beim neuen Vantage Modell für 150.000 Dollar sei fast die gesamte Produktionskapazität für 2018 bereits ausverkauft, sagte Aston Martin im November. Die Marktforscher von IHS Markit rechnen damit, dass der Autobauer seinen Absatz bis 2020 um 60 Prozent auf bis zu 8250 Autos steigern kann.

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