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Plan der EU-Kommission Bayer-Chef Baumann kritisiert „Green Deal“ der EU

Bayer-Chef Werner Baumann hat Kritik am „Green Deal“ der EU-Kommission geübt. Er verteidigt den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln.
19.05.2020 - 21:52 Uhr 2 Kommentare
„Es wäre illusorisch zu glauben, wir könnten ohne Pflanzenschutzmittel die bald acht Milliarden Menschen auf der Erde ernähren, die Biodiversität schützen und zugleich keine weiteren Flächen für die Landwirtschaft erschließen.“ Quelle: Reuters
Werner Baumann

„Es wäre illusorisch zu glauben, wir könnten ohne Pflanzenschutzmittel die bald acht Milliarden Menschen auf der Erde ernähren, die Biodiversität schützen und zugleich keine weiteren Flächen für die Landwirtschaft erschließen.“

(Foto: Reuters)

Frankfurt Bayer-Chef Werner Baumann hat den „Green Deal“ der EU-Kommission kritisiert. „Wir brauchen mehr Innovationen und mehr Digitalisierung. Das hilft bei der Dekarbonisierung, verhindert aber zugleich eine noch weiter gehende Deindustrialisierung Europas“, sagte Baumann der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ (Mittwoch).

Den Plan der EU-Kommission, den Einsatz von Pestiziden in Europa innerhalb der kommenden zehn Jahre zu halbieren, kritisierte Baumann. „Es wäre illusorisch zu glauben, wir könnten ohne Pflanzenschutzmittel die bald acht Milliarden Menschen auf der Erde ernähren, die Biodiversität schützen und zugleich keine weiteren Flächen für die Landwirtschaft erschließen. Das funktioniert schlichtweg nicht“, sagte Baumann. Pflanzenschutzmittel sicherten den Großteil der Ernten und seien eine „essenzielle Voraussetzung für eine ausreichende Versorgung mit Lebensmitteln auf der ganzen Welt“.

Bayer und andere Glyphosat-Hersteller haben Ende vergangenen Jahres einen Antrag eingereicht, die Zulassung des umstrittenen Unkrautvernichters auch nach 2023 in der Europäischen Union verwenden zu dürfen. Gleichwohl will Bayer in den kommenden zehn Jahren fünf Milliarden Euro in alternative Pflanzenschutzmittel investieren.

Die EU-Kommission stellt an diesem Mittwoch Teile ihres „Green Deal“ für biologische Vielfalt und nachhaltige Lebensmittelproduktion vor. Sie will die wirtschaftliche Erholung mit dem „Green Deal“ für ein klimafreundliches Europa verbinden. Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen hatte den „Green Deal“ für ein klimaneutrales Europa bis 2050 zur Priorität erklärt.

Mehr: Das steht in den EU-Strategiepapieren zu Artenvielfalt und Lebensmittelproduktion

  • dpa
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2 Kommentare zu "Plan der EU-Kommission: Bayer-Chef Baumann kritisiert „Green Deal“ der EU"

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  • Konventionelle Lebensmittel sind in Deutschland weder vergiftet noch minderwertig (eher hochwertiger als Bio, da weniger Ausfall und Schädlingsbefall) oder gentechnisch verändert. Selbst die Versuchsfläche für Gentechnische Pflanzen ist in Deutschland bei 0. Wer in Zukunft 8 Milliarden Menschen ohne Pflanzenschutzmittel ernähren möchte, wird langfristig nicht an gentechnischen Pflanzen vorbeikommen (Gentechnik ermöglicht eine beschleunigte Anpassung der Pflanzengesundheit an Schädlinge) deutlich schneller als Züchtung

  • Ich esse seit Jahren so weit es geht nur Bio. Das ist leider extrem teuer und bedeute hohe Ausgaben im BIo-Markt.
    Die breite Masse der Konsumenten will aber lieber minderwertige, vergiftete Gen-Lebensmittel. Wichtig ist dem Konsumenten von heute ein dickes Auto - nicht seine Gesundheit.
    Von daher ist der Ansatz von Bayer konsequent.

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