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Porsche-Konkurrent Lotus soll mit Werk in China der Neustart gelingen

Mithilfe des chinesischen Autokonzerns soll Lotus zum Porsche-Konkurrenten etabliert werden. Dafür wird nun eine Produktion in China aufgebaut.
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Unter chinesischer Flagge soll Lotus wieder zur Weltmarke werden. Quelle: Lotus Cars
Lotus-Chef Feng Qingfeng

Unter chinesischer Flagge soll Lotus wieder zur Weltmarke werden.

(Foto: Lotus Cars)

Düsseldorf Pläne für ein großes Geely-Projekt in Wuhan liegen seit Monaten bei den Behörden. Doch jetzt startet der chinesische Autoriese offiziell den Bau seines Werks, mit dem er der britischen Sportwagenmarke Lotus wieder zu alter Größe verhelfen will. In der Hauptstadt der zentralchinesischen Provinz Hubei soll ein neues Autowerk für die leichten Sportwagen entstehen.

Dafür nimmt Geely ganze neun Milliarden Yuan (rund 1,2 Milliarden Euro) in die Hand. Schon in zwei Jahren sollen hier 150.000 Fahrzeuge pro Jahr vom Band laufen, berichtet die Fachseite „Automotive News Europe“ unter Berufung auf Dokumente der chinesischen Behörden. Es ist das erste Werk außerhalb Großbritanniens in der Geschichte von Lotus.

Für die einst weltweit berühmte Sportwagenmarke kommt das neue Werk einer Wiedergeburt gleich. Nach mehreren Besitzerwechseln führte die Marke zuletzt nur noch ein Schattendasein. Unter dem Management der malaysischen Marke Proton, die Lotus im Jahr 1997 für 51 Millionen Pfund übernommen hatte, verkaufte Lotus nur noch eine niedrige dreistellige Zahl an Autos. Auf ein konkurrenzfähiges neues Modell warten Fans seit Jahren.

Im Jahr 2017 übernahm Geely 51 Prozent der Anteile an Lotus. Unter dem Dach des chinesischen Konzerns, der auch die Mehrheit an Volvo und Anteile an Daimler hält, soll der Neustart gelingen. Der erfahrene britische Automanager Phil Popham wurde bei Jaguar Land Rover abgeworben. 2021 soll ein neuer Sportwagen präsentiert werden, nur ein Jahr später wird ein neues Lotus-SUV erwartet.

Geely-Chef Li Shufu gilt als Fan der britischen Marke, die mit leichten Sportwagen weltberühmt wurde. An der Spitze der Sportwagenmarke steht seit Mitte 2018 mittlerweile ein Chinese. Feng Qingfeng löste den damaligen Chef Jean-Marc Gales ab.

Welche Modelle Lotus groß gemacht haben
Britischer Bausatz
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Der britische Rennwagen-Konstrukteur Colin Chapman gründete Lotus Engineering in Hethel bei Norfolk im Jahr 1952 und teilte sie später auf in Lotus Components und Lotus Cars. Das erste erfolgreiche Serienmodell von Lotus, der Lotus 6, wurde als Bausatz vertrieben. Trotz der geringen Stückzahl von ungefähr 100 Wagen errang der Lotus 6 zahlreiche Erfolge, auch bei Bergrennen. Darauf folgten Lotus 8 sowie Mk 9, Mk 10 und Mk 11, der in seiner Klasse auch den prestigeträchtigen Langstreckenklassiker 24-Stunden-Rennen von Le Mans gewann.

(Foto: Lotus Cars)
Legenden auf der Rennstrecke
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Wenige Jahre nach der Gründung gab es bei Lotus eine Fokussierung auf den Rennsport. 1957 wurde das erste Auto gebaut, das ausschließlich für Rennen gedacht war. Der Mk12 stand am Anfang einer lang anhaltenden und sehr erfolgreichen Rennsportkarriere. Lotus-Fahrzeuge galten als außerordentlich innovativ.

(Foto: Lotus Cars)
Leichter als der Rest
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1957 begann für Lotus eine erfolgreiche Rennsportkarriere, mehrfach konnte man den Weltmeistertitel der Konstrukteure gewinnen. Colin Chapman erreichte dies aber nicht in erster Linie durch Leistungssteigerung, sondern durch Leichtbau und neuartige Fertigungsverfahren. Nicht selten, so warfen ihm Konkurrenten vor, missachtete er elementare Sicherheitsregeln zugunsten fortschrittlicher Technik.

(Foto: Lotus Cars)
Mit Elan auf der Straße
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Mit über zwölftausend produzierten Autos ist der Elan der erfolgreichste Wagen, der je von Lotus gebaut wurde. Einen Elan zu fahren bedeutet immer noch ein unvergleichliches Erlebnis, denn Agilität und Straßenlage sind unübertroffen.

(Foto: Lotus Cars)
Schmal gebaut
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Einem breiten internationalen Publikum wurde der Lotus Elan durch seinen Einsatz in der Serie „Mit Schirm, Charme und Melone“ als Dienstwagen von Emma Peel zugänglich gemacht. Eine andere Figur als die Filmagentin darf man aber auch kaum haben, wenn man in dem schmalen und engen Sitz Platz finden will. Viele Lotus-Testfahrer waren gertenschlank und maßen unter 1,80 Meter. Ihnen passten die Karossen vorzüglich.

(Foto: Lotus Cars)
Europa auf Rädern
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1966 begann die Produktion des Lotus Europa. Im Dezember des Jahres vorgestellt, war er ursprünglich nur für die ausländischen (Nicht-UK-)Märkte bestimmt. Nur 296 Exemplare des ursprünglichen S1 wurden gebaut, mit einer minimalistischen Konstruktion, geschlossenen Seitenfenstern, festen Sitzen (nur die Pedale waren verstellbar), kaum Türverkleidungen und einfachen Instrumenten.

(Foto: Lotus Cars)
Am Ende ein Auslaufmodell
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1967 kam der Elan +2 ins Programm, ein 2+2-Sitzer, der vom 1961er-Elan abgeleitet worden war. Ein neues frontgetriebenes Modell mit japanischem Vierzylinder-Turbomotor, das 1990 präsentiert wurde, war ein Flop. Die Produktion wurde 1993 schließlich eingestellt und die Lizenz an Kia verkauft. Anfang der Siebziger startete der Esprit, der bis 2004 gebaut wurde.

Auch das britische Stammwerk in Norfolk soll von der internationalen Expansion profitieren. 200 Ingenieure, die Lotus eingestellt hat, sollen die Marke auch technologisch wieder konkurrenzfähig machen. Ein neues Design- und Innovationszentrum seien in Planung.

Mit seinen Investitionen will Li Shufu Lotus als Konkurrent für hochprofitable Sportwagenmarken wie Porsche und Ferrari aufbauen.

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