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Porsche-Nachrüstung Diesel-Macan muss erneut in die Werkstatt

Wegen Unregelmäßigkeiten am Abgassystem musste der Porsche Macan mit Diesel-Motor bereits 2016 in die Werkstätten. Doch das reichte offenbar nicht: Der Autobauer steht vor einem erneuten Rückruf.
Update: 26.01.2018 - 18:33 Uhr Kommentieren
2016 hatte Porsche das Modell bereits für eine „freiwillige Serviceaktion“ in die Werkstätten gerufen. Quelle: dpa
Porsche Macan

2016 hatte Porsche das Modell bereits für eine „freiwillige Serviceaktion“ in die Werkstätten gerufen.

(Foto: dpa)

StuttgartDer Sportwagenbauer Porsche muss sein kleineres Geländewagen-Modell Macan mit Sechszylinder-Dieselmotor wegen Unregelmäßigkeiten am Abgassystem offenbar erneut in die Werkstätten rufen. „Wir stehen vor einem weiteren Software-Update, das wir derzeit mit dem Kraftfahrt-Bundesamt abstimmen“, sagte ein Porsche-Sprecher am Freitag in Stuttgart. Zuerst hatte die „Bild am Sonntag“ darüber berichtet. Offenbar gibt es Hinweise auf eine illegale Abschalteinrichtung in dem Dieselmotor, durch die die Stickoxid-Werte auf dem Prüfstand besser ausfallen als im Straßenbetrieb.

Anfang Februar ist ein Treffen von Porsche mit der Flensburger Behörde angesetzt, bei dem über die Zulassung des Software-Updates entschieden werden soll. Sollte Porsche nachweisen, dass ein Software-Update ausreicht, könnte es das KBA bei einem Zwangsrückruf belassen. Die betroffenen Motoren stammen von der Konzernschwester Audi, gegen die wegen des Dieselskandals bereits ermittelt wird. Porsche selbst baut keine Dieselmotoren.

Von einem möglichen Rückruf werden in Europa etwa 52.500 Macan-Modelle betroffen sein, 14.000 dieser Autos sind auf deutschen Straßen unterwegs. Etwa 20 Prozent aller Macan werden mit einem Dieselmotor verkauft.

2016 hatte Porsche den Macan bereits für eine „freiwillige Serviceaktion“ in die Werkstätten gerufen. Auch damals ging es um eine umstrittene Abgasfunktion („Thermofenster“), die mit einem Software-Update entfernt wurde.

Was der neue Porsche 911 GT2 RS im Detail bietet
700 PS leistet der 3,8 Liter große Sechs-Zylinder-Boxermotor
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Das reicht, um den nur knapp 1500 Kilogramm wiegenden Supersportler in 2,8 Sekunden von 0 auf 100 km/h zu schleudern, nach 8,3 Sekunden eilt die Tachonadel an der 200-km/h-Marke vorbei. Bei 340 km/h begrenzt die Elektronik den Vorwärtsdrang mit Rücksicht auf die Leistungsfähigkeit der Reifen. Theoretisch wären 360 km/h möglich. 

Rendezvous mit King Kong
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Um sich überhaupt an die Grenzen des 700 PS starken Supersportlers heranzutasten sucht man natürlich die Rennstrecke auf, in diesem Fall den Kurs von Portimao

Die Vollschalensitze trägt der RS serienmäßig
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Je nach Belag dröhnt und rauscht es aus den hinteren Radhäusern hervor, fast verlangt es nach einem Gehörschutz, ein Reisewagen ist der 911 GT2 RS jedenfalls nicht. Ein kurzer Gasstoß lässt den Boxer röhren, blitzschnell schaltet die Automatik zurück und der Porsche schnellt wie der Pfeil von der Sehne.

Details des Porsche 911 GT2 RS:
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Sehenswert: Die Luftauslässe auf den vorderen Kotflügeln

Ehrensache im RS-Modell: Türschlaufen statt Griffe
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Der 911 GT2 RS ist kein Spielzeug für eben mal volljährig gewordene Millionenerben oder erfolgreiche Jungunternehmer. Er verlangt Erfahrung und Verantwortungsbewusstsein sowie einen wachen Geist am Lenkrad, gleich ob auf der Rennbahn oder öffentlicher Straße. 

Details des Porsche 911 GT2 RS:
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Serienmäßig an Bord ist eine Carbon-Keramik-Bremse

Das Weissach-Paket spart einige Kilo
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Der GT2 RS ist um gut 110 Kilogramm leichter als der weniger starke 911 Turbo S. Wer zusätzlich das rund 20.000 Euro kostende Weissach-Paket ordert, das nach dem Standort des Porsche-Entwicklungszentrums benannt ist, reduziert das Gewicht nochmals um 27 Kilogramm. Dann wird auch das Dach aus CfK gebacken, die Stabilisatoren aus dem gleichen Material anstatt aus Stahl geformt.

Im vergangenen Sommer hatte Porsche den größeren Geländewagen Cayenne mit V6-Dieselmotor mit drei Litern Hubraum und der Abgasnorm Euro 6 wegen einer unzulässigen Abschalteinrichtung in die Werkstätten rufen müssen. Insgesamt müssen dabei rund 22.000 Fahrzeuge nachgerüstet werden. Nach Angaben von Porsche haben in Deutschland bereits etwa 40 Prozent der betroffenen Fahrzeuge in Software-Update bekommen. Auch Porsche-Vorstandschef Oliver Blume bestätigte, dass die Volkswagen-Tochter die Dieselprobleme noch nicht hinter sich gebracht hat. „Da gibt es noch immer einiges zu tun“, sagte Blume am Donnerstagabend beim Porsche-Neujahrsempfang in Stuttgart. Die Gespräche mit dem zuständigen Kraftfahrtbundesamt in Flensburg würden weiter fortgesetzt. Das neue Cayenne-Modell sei davon nicht betroffen. Blume verspricht, dass Porsche allen betroffenen Kunden helfen wolle.

Porsche bestätigte am Freitag erstmals, dass es nicht nur bei den Dieselmotoren mit drei Litern Hubraum Probleme gebe. Verdächtige Steuerungsprogramme seien auch beim Cayenne mit dem noch größeren Vier-Liter-Motor gefunden worden. Porsche spreche auch bei diesen Autos mit dem Kraftfahrtbundesamt über ein mögliches Software-Update, sagte ein Unternehmenssprecher. In ganz Europa gebe es davon etwa 7000 verdächtige Fahrzeuge. Das Modell werde seit Ende 2017 nicht mehr produziert und nicht mehr verkauft. Wenn es zu einer Umrüstung komme, müssten also nur Fahrzeuge aus dem Bestand eine neue Software bekommen. Beim neuen Cayenne-Modell, das erst seit einigen Wochen in Deutschland verkauft wird, bietet Porsche im Moment überhaupt keine Diesel-Motorisierung an. Sie werde es erst zu einem späteren Zeitpunkt geben, und dann auch nur mit einer Variante, hatte Porsche-Chef Blume angekündigt.

In den vergangenen Wochen hatte das Kraftfahrt-Bundesamt bereits eine Reihe anderer Modelle aus dem VW-Konzern mit großen Dieselmotoren mit drei Liter Hubraum zurückgerufen, insbesondere von Audi. Auch der VW-Geländewagen Touareg ist etwa von der Aktion betroffen. Ein Audi-Sprecher sagte dazu auf Anfrage, dass es in Ingolstadt keinen Überblick darüber gebe, wo problembehaftete Audi-Dieselmotoren überall im VW-Konzern verwendet worden sein könnten. Im gesamten Volkswagen-Konzern ist während der vergangenen zwei Jahre intern nach verdächtigen Diesel- und Getriebekombinationen gefahndet worden. Wie es dazu ergänzend in Wolfsburg hieß, sei die interne Suche weitestgehend abgeschlossen.

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