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Positive Jahresbilanz Fresenius hebt die Dividende an

Fresenius ist wie auch die Tochterfirma FMC einer der stabilsten Gewinnbringer im Dax. Und diesen Ruf konnte der Gesundheitskonzern auch 2011 bestätigen. Auch die Aktionäre werden daran beteiligt.
Update: 21.02.2012 - 08:19 Uhr Kommentieren
Umbauarbeiten nur im kleinen Stil: Bei Fresenius läuft es gut. Quelle: dpa

Umbauarbeiten nur im kleinen Stil: Bei Fresenius läuft es gut.

(Foto: dpa)

Bad Homburg Gute Geschäfte mit Nachahmermedikamenten lassen beim Gesundheitskonzerns Fresenius die Kassen klingeln. Das Unternehmen aus dem hessischen Bad Homburg steigerte seinen Gewinn im vergangenen Jahr deutlich und rechnet 2012 mit weiteren Zuwächsen. „Auch in Zukunft bieten sich in allen unseren Unternehmensbereichen ausgezeichnete Wachstumsmöglichkeiten, und wir beginnen das Jahr 2012 voller Zuversicht,“ sagte Fresenius-Chef Ulf Schneider am Dienstag. Die Aktionäre dürfen sich auf eine höhere Dividende von 0,95 (Vorjahr: 0,86) Euro je Aktie freuen. Damit hebt der Krankenhaus- und Dialysekonzern, dessen Aktien ebenso wie die der Tochter FMC im deutschen Leitindex Dax notiert sind, seine Ausschüttung zum 19. Mal in Folge an.

Der Konzern mit fast 150.000 Mitarbeitern profitiert von der steigenden Nachfrage nach Gesundheitsdienstleistungen in Industrie- und Entwicklungsländern. Im Gegensatz zu klassischen Pharmakonzernen ist Fresenius nicht von der Entwicklung patentgeschützter Arzneimitteln abhängig, sondern profitiert als Produzent von Nachahmermedikamenten sogar von den Patentabläufen vieler umsatzträchtiger Medikamente. 2011 stieg der bereinigte Gewinn konzernweit um 17 Prozent auf 770 Millionen Euro, womit Fresenius leicht über den Erwartungen der Analysten lag. Der Umsatz kletterte um drei Prozent auf 16,5 Milliarden Euro.

Schneider hat die Gewinnprognose 2011 zweimal angehoben, das Umsatzziel allerdings im November nach unten geschraubt. Hauptgrund war das schwächere Abschneiden der Dialysetochter FMC, die wegen staatlicher Sparmaßnahmen in den USA weniger erlöste als Anfang 2011 in Aussicht gestellt. Dem weltgrößten Blutwäschekonzern, der in Dollar bilanziert, machte auch der schwache Euro zu schaffen, der seine Erlöse in Ländern wie Spanien, Italien oder Portugal schmälert. 2011 blieb FMC mit einem Überschuss von 1,071 Milliarden Dollar und Umsätzen von 12,795 Milliarden Dollar leicht hinter den Erwartungen der Analysten zurück.

Fresenius ist in den vergangenen Jahren durch zahlreiche Übernahmen zu einem globalen Firmen-Konglomerat gewachsen. 2011 kaufte der Konzern unter anderem die deutsche Klinikkette Damp sowie drei Dialyse-Anbieter in den USA und Osteuropa und gab dafür fast drei Milliarden Euro aus. In der Folge stiegen die Nettofinanzverbindlichkeiten um 14 Prozent auf 9,2 Milliarden Euro. Trotz seiner Einkaufstour will Fresenius auch 2012 innerhalb des selbst gesteckten Schuldenobergrenze vom 2,5- bis dreifachen des operativen Gewinns vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) bleiben. Ende Dezember lag der Verschuldungsgrad bei 2,83.

Für das laufende Jahr peilt Fresenius-Chef Schneider einen währungsbereinigten Anstieg des Umsatzes um zehn bis 13 Prozent an. Das bereinigte Konzernergebnis soll währungsbereinigt um acht bis elf Prozent steigen.

Der Handelsblatt Expertencall
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