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Potsdamer Platz Die Russen kommen: Bahn-Tower lockt Gazprom

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Bislang sitzt Gazprom Germania noch recht unauffällig in einem modernen Bürohaus im Bezirk Mitte. Mit einem Umzug in den vom Star-Architekten Helmut Jahn entworfenen „Bahn-Tower“ würde das Unternehmen schlagartig in das allgemeine Bewusstsein der Hauptstadt treten. Von der Spitze des Hochhauses aus könnte der blaue Schriftzug des russischen Staatskonzerns samt dem kleinen Gasflammen-Signet bis hinüber zum Reichstagsgebäude leuchten.

Auch eine Umbenennung des Gebäudes wäre im Gegensatz zum benachbarten Sony-Center durchaus möglich. Der japanische Elektokonzern hat sein rundes Gebäudeensemble mit der spektakulären Haubendachkonstruktion Ende Februar zwar an einen Investor verkauft. Die dortigen Mieter aber sind vertraglich gehalten, den Namen „ Sony-Center“ weiterhin zu respektieren.

Solchen Beschränkungen müsste sich Gazprom Germania als künftiger Herrscher im Berliner „Bahn-Tower“ nicht unterwerfen. Bei langfristiger Mietbindung könnte man das Hochhaus in Anlehnung an den derzeitigen CEO etwa Alexej-Miller-Turm taufen. Unkalkulierbar allerdings ist, was der berüchtigte Berliner Volksmund daraus macht. Von der „Waschmaschine“ aus - so nennen die Hauptstädter ihr Kanzleramt - wäre das „Gazprom-Center“ ebenfalls gut zu sehen. Allerdings muss sich Angela Merkel keine Sorge machen, dass ihr der deutsche Aufsichtsratschef der Gazprom-Tochter North European Gas Pipeline künftig vom obersten Stockwerk aus neugierig auf den Schreibtisch schaut. Gerhard Schröder, so versicherte sein Büro gestern, werde auf keinen Fall in eine neue Gazprom-Zentrale einziehen, sondern sein Altkanzler-Refugium im Bundestag beibehalten.

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