Preiskampf bedroht US-Autobauer "Die großen Drei" rabattieren sich zu Tode

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Der Preiskrieg und hohe Fertigungskosten haben bei GM und Ford zu deutlichen Gewinneinbrüchen geführt. Ratingagenturen stuften die Anleihen der Autobauer auf Ramschstatus herunter, was bedeutet, dass die Zukunft des Unternehmens gefährdet und ein Investment hochspekulativ ist. Nur der Milliardengewinn seiner Finanztochter hatte Ford im abgelaufenen Quartal vor einem Abrutschen in die roten Zahlen bewahrt, bei GM konnte die Finanztochter das Millionenminus nur noch abmildern.

Einzig Chrysler steht dank der Sanierung durch den frisch gekürten Daimler-Chrysler-Konzernchef Dieter Zetsche gut da. Doch Branchenbeobachter warnen, dass anhaltende Rabattschlachten diesen Erfolg zunichte machen könnten. Chrysler hatte schon wesentlich früher als seine zwei größeren Konkurrenten tausende Stellen abgebaut und Werke geschlossen. Nun haben auch GM und Ford Massenentlassungen angekündigt, um ihre Überproduktion nicht zu Schleuderpreisen auf den Markt werfen zu müssen.

Chrysler geht allerdings schon einen Schritt weiter. Mit einer neuen Art Fabrik will die US-Sparte des deutsch-amerikanischen Autokonzerns flexibler und kostengünstiger produzieren. Statt wie bisher ein oder zwei Automodelle in einem Werk herzustellen, sollen es nach Informationen der US-Zeitung "Wall Street Journal" künftig drei oder mehr Modelle sein. Dadurch wird die Produktion eines Typs schon bei wesentlich kleineren Stückzahlen rentabel. Im Herbst wird das erste Werk umgerüstet, dann folgen 13 weitere.

Die Idee der flexiblen Fabrik ist allerdings nicht neu. Sie kommt - wie so oft - aus Japan. Toyota und Honda bauen schon seit fast einem Jahrzehnt ihre Autos in solchen Werken.

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