Preisverfall bei Kali K+S kassiert Prognose - Aktie fällt weiter

Wegen des drohenden Preisverfalls bei Kali nimmt K+S seine Prognose für 2013 zurück. Die Aktie setzt ihre Talfahrt fort. Die US-Ratingagentur Standard & Poor's überprüft die Kreditwürdigkeit.
Update: 06.08.2013 - 16:14 Uhr 8 Kommentare
Das K+S-Kaliwerk „Werra” bei Philippsthal. Quelle: dpa

Das K+S-Kaliwerk „Werra” bei Philippsthal.

(Foto: dpa)

DüsseldorfK+S hat auf den drohenden Preisverfall bei Kali reagiert - und seine Prognose kassiert. „K+S folgt dem Gebot der Vorsicht und hält an der Prognose für das Jahr 2013 nicht länger fest“, teilte das Unternehmen am Dienstag mit. Ursprünglich war K+S davon ausgegangen, das operative Ergebnis in diesem Jahr leicht steigern zu können. An der Börse stürzte die Aktie daraufhin noch weiter ab: Der Kurs fiel um knapp zehn Prozent auf 15,65 Euro.

Innerhalb einer Woche hat der Düngemittelkonzern rund 40 Prozent an Börsenwert verloren. Auslöser für den Kursrutsch war die Furcht vor einem Preiskampf, nachdem Uralkali, einer der Branchenführer, am vergangenen Dienstag einen Einbruch der Kalipreise um 25 Prozent auf 300 Dollar vorausgesagt hatte. Gleichzeitig hatte die Firma aus Russland eine Allianz zum gemeinsamen Vertrieb der Produkte aufgekündigt. Die Russen wollen künftig mehr Masse zu billigeren Preisen auf den Markt werfen.

K+S dürfte das besonders hart treffen. Denn das Unternehmen aus Kassel produziert nicht besonders kostengünstig. Im Schnitt liegen die Produktionskosten knapp unter 300 Dollar. Sollten die Preise tatsächlich so stark fallen wie von den Russen vorhergesagt, wären weite Teile der Produktion nicht mehr wirtschaftlich.

In den vergangenen Tagen stuften zahlreiche Analysten die K+S-Aktie herab. Die Experten der Bank of America Merrill Lynch warnten, dass Kunden mit dem Kauf von Kali warten könnten, bis die Preise deutlicher gefallen sind. Am Dienstag reihten sich auch die Landesbank Baden-Württemberg (LBBW) und Nomura ein: Die LBBW kassierte ihre Kaufempfehlung und setzte das Kursziel von 40 auf 18 Euro herab. Gleichzeitig riet sie ihren Kunden jedoch, die Titel im Depot zu halten. Auch Nomura setzte den Preis pro Aktie auf 18 Euro herab.

Die US-Ratingagentur S&P kündigte an, dass Rating zu überprüfen. Eine Herabstufung sei möglich, hieß es in einem Kommentar. Derzeit bewertet S&P die die langfristige Kreditfähigkeit von K+S mit „BBB+“, was einer durchschnittlich guten Anlage entspricht.

Es geht um die Zukunft des Konzerns
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8 Kommentare zu "Preisverfall bei Kali: K+S kassiert Prognose - Aktie fällt weiter"

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  • Ein Russe kommt zum Juwelier und lässt sich eine teure Schweizer Uhr zeigen. Er sagt zum Juwelier 'das Ding ist eine Fälschung, aber ich gebe Dir 200 Euro dafür'. Der Juwelier kassiert die 200 Euro und freut sich.

    Man wird noch dumm gucken, wenn die Russen am Ende K+S
    für 'nen Appel und ein Ei aufkaufen und hinterher mysteriöserweise die Preise wieder steigen.

    Deutsche sind im heutigen Kapitalismus das, was man als Anfänger bezeichnet, die man ausnehmen muss.

  • @ Salzstreuer

    BTW:Ihr Pseudonym gefällt!


    Dann werden die Russen, die zurzeit ebenfalls nicht wissen, wohin mit dem vielen Bargeld,....

    Sie meinten wohl "Corruption Money"

    Tja, Geld stinkt eben nicht, egal woher es kommt"


    Und in unserem Lande machen wir uns noch Gedanken über Moral & Ehrlichkeit

    Wir, die Deutschen sind die Dummen mit unserer ehrenwerten Moral.

    Diese sollten wir schnellstens stoppen, damit wir nicht noch weiter die dummen sind!

    Wir , die Bürger werden unserer Regierung ziemlich veräppelt!


    Hoeneß & Co. machen es vor!

    Pseudogutmensch, Heuchelei & Doppelmoral

    Lasst uns daran teilhaben...

    Wenn schon, das das Recht für alle!

  • Der Kurs zieht schon wieder leicht an weil der Boden der "Vernunft " erreicht ist und Käufer am Markt sind die jetzt billig einsteigen. K&S jetzt kaufreif geschossen und ein Übernahmekandidat ?

  • Ich verstehe nicht, was wollen die Russen mit diesem Preiskampf erreichen. Sie schießen sich doch am Endeffekt selbst ins Knie. Die anderen werden doch genauso ihre Kosten senken,um auf dem gleichen Kostenlevel zu kommen wie die Urinkali, und was dann? Die Öl-Kartele sind viel schlauer, und wissen, dass sie sich auf langer Sicht einen Preiskampf nicht leisten können. Es sei denn die Russen haben Radioaktiv verseuchtes Zeug, welches sie schnell los werden wollen, bevor es entdeckt wird. Ein Mal wieder schaut die Deutsche Politik tatenlos zu. Wofür brauchen wir jetzt die EU, wenn nicht in solchen Situationen? Jetzt ist die Zeit, um zu zeigen, warum wir ein Bürokratie-Monstrum finanzieren müssen.

  • Hier wird von Investment-Häusern und Russen versucht, einen Übernahme-Kandidat zu schaffen. Dazu muss zunächst der Börsenwert "runtergeprügelt" werden. Dann werden die Russen, die zurzeit ebenfalls nicht wissen, wohin mit dem vielen Bargeld, zuschlagen und sich damit die Kunden von K+S sichern. Ich habe Aktien gekauft, mittel- bis langfristig wird das ein lohnendes Investment.

  • Das wurde gestern von einem Analysten rausgegeben:

    HAMBURG - Das Analysehaus Warburg Research hat K+S von 'Buy' auf 'Sell' abgestuft und das Kursziel von 41 auf 15 Euro gesenkt. Grund sei der verschärfte Wettbewerb im Kaligeschäft nach dem Ausstieg von Uralkali aus der Exportallianz BPC, schrieb Analyst Oliver Schwarz in einer Studie vom Montag. Der Gewinn von K+S dürfte nun dramatisch sinken und der Kailmarkt stehe vor fundamentalen Veränderungen.

    Hinterher ist man immer schlauer. K+S Kursziel m.M.n. <10 Euro.

  • Ich glaube nicht, dass Analysten die Aufgabe haben, uns obejektiv zu beretaen. So viel ich weiß, dind es Vertriebs-Experten, die im Auftag ihrer Geldgeber arbeiten und dafür zuständig sind, dass Investoren selbst dann noch Aktien kaufen, wenn jeder sachon erkennen kann, dass ein Crash bevorsteht.

  • Welche Vollpfosten von Analysten haben K+S eigentlich bisher bewertet?! Im Wissen um dieses Kartell...und den damit verbundenen Risiken?!...und nun stellt sich niemand hin und verlangt eine Erklärung!? Hier wird ein DAX-Unternehmen hingerichtet und niemanden interessiert es...inkl. der Beschäftigten...erfolgt hier eine "Marktbereinigung" unter den Bedingungen "Russisch Roulette"...???

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