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Premal Desai Dieser Manager soll die Probleme von Thyssens Stahlsparte lösen

Premal Desai hat bislang alle Krisen bei Thyssen-Krupp überstanden. Nun übernimmt der indischstämmige Ökonom die Stahlsparte des Konzerns.
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Der neue Chef der Stahlsparte (3.v.r.) hat die Strategie des Industriekonzerns maßgeblich geprägt. Quelle: Getty Images
Premal Desai

Der neue Chef der Stahlsparte (3.v.r.) hat die Strategie des Industriekonzerns maßgeblich geprägt.

(Foto: Getty Images)

Essen Premal Desai war lange ein Mensch, der sich im Hintergrund hielt. Seit dem Jahr 2006 arbeitet er für Thyssen-Krupp, und in der Zeit hat er die Strategie des Industriekonzerns maßgeblich geprägt. Er hat den Bau neuer Stahlwerke in Amerika begleitet, und als der Weg sich als Milliardenflop erwies, hat er den Schwenk auf die Technologiebereiche. Nun wird er Chef der Stahlsparte. Desai war Vordenker und Strippenzieher, die Umsetzung lag aber in anderen Händen. Nun wird er Chef der Stahlsparte.

Vieles ist bei Thyssen-Krupp in den vergangenen Jahren schiefgelaufen, und der 50-Jährige war bei dem strategischen Schlingerkurs immer mit dabei, wenn auch nicht in der operativen Verantwortung. Oft hat er im kleinen Kreis die mangelhafte Qualität der Umsetzung beklagt. Als sich der frühere Vorstandschef Heinrich Hiesinger ab 2011 an die Sanierung des Ruhrkonzerns machte, setzte er sehr stark auf den in Bayreuth ausgebildeten Wirtschaftswissenschaftler.

Desai gehörte zu den Menschen, mit denen dem neuen Thyssen-Krupp-Chef der Neuanfang gelingen sollte. Hiesinger holte den in Afrika geborenen Manager mit deutschem Pass und indischen Vorfahren aus dem Hintergrund und machte ihn zum Finanzvorstand der Stahlsparte – des Bereichs, den er in eine Fusion mit der indisch kontrollierten Tata Steel führen wollte.

Das Vorhaben scheiterte, und der amtierend Stahlchef Andreas Goss musste nun gehen. Desai soll den Geschäftsbereich nachhaltig aufstellen, was nicht einfach wird. Der Markt ist schon jetzt schwach, und die globale Stahlnachfrage wird mittelfristig immer weiter sinken.

Thyssen-Krupp will seine Aufzugsparte an die Börse bringen, das Stahlgeschäft gilt nun als neues Kerngeschäft. Und Desai soll dessen Probleme lösen. Anders als seine Vorgänger will er dabei alle Parteien enger einbinden, Manager, Mitarbeiter und Betriebsräte. „Hierarchiegläubigkeit ist keine Lösung“, sagte er jüngst im kleinen Kreis. Dieser Ansatz sei ein Grund, warum Desai die Leitung übernehme, sagt ein Betriebsrat.

Mehr: Wechsel an der Spitze in Thyssen-Krupps wichtigstem Geschäft: Auf Andreas Goss folgt der bisherige Finanzchef. Premal Desai muss eine überzeugende Strategie entwickeln.

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