Premiumhersteller BMW-Chef Krüger mit Kampfansage an Mercedes

BMW-Chef Harald Krüger will 2020 den Spitzenplatz unter den Premium-Autobauern zurückerobern. Dazu müssten die Münchner Konkurrent Daimler überholen. Krüger setzt auf die „größte Modelloffensive der BMW-Geschichte“.
Update: 18.01.2018 - 15:00 Uhr 1 Kommentar
BMW will Mercedes 2020 wieder überholen Quelle: dpa
Harald Krüger

Der BMW-Chef will Mercedes wieder von der Spitzenposition der Premium-Hersteller verdrängen.

(Foto: dpa)

MünchenBMW-Chef Harald Krüger sagt dem Stuttgarter Konkurrenten Mercedes den Kampf an: Im Jahr 2020 soll die Marke BMW den verlorenen Spitzenplatz von Mercedes zurückerobern. „2020 werden wir beim Absatz wieder die Nummer eins sein. Auf das Ziel verpflichte ich mein Team, auch wenn das kein Spaziergang wird“, sagte Krüger dem „Manager Magazin“.

Die Marke mit dem Stern lieferte knapp 2,3 Millionen Neuwagen aus, BMW erzielte einen Rekordabsatz von 2,1 Millionen Fahrzeugen. Die Volkswagen-Tochter Audi lag mit knapp 1,9 Millionen Wagen auf Platz drei. Bis 2016 lag BMW noch vor Mercedes.

Gelingen soll die Rückkehr auf den Thron dank der „größten Modelloffensive der BMW-Geschichte“, wie Krüger sagte. Darunter sind die neuen Modelle X2 und X7, außerdem solle die Produktion des X3 stark erhöht werden. Der BMW-Chef verordnet seiner Mannschaft zudem die Kundenzufriedenheit als zweites Hauptziel: „Es reicht nicht, nur beim Absatz vorn zu liegen. Qualitätsführer zu sein, Nummer eins bei der Kundenzufriedenheit – dafür müssen sich unsere Mitarbeiter begeistern.“ BMW wolle eine so hohe Kundenbindung erreichen wie der IT-Riese Apple. Ein Teil der Bonuszahlungen für Manager sollten deshalb künftig an die Ergebnisse von Kunden-Umfragen geknüpft sein.

Mercedes hatte 2005 die Krone des größten Premiumherstellers an BMW verloren und war 2011 von Audi überholt worden. Daimler-Chef Dieter Zetsche hatte damals das Ziel ausgerufen, bis 2020 wieder die Nummer eins zu werden. Dank einer Generalüberholung der gesamten Modellpalette erreichten die Schwaben das bereits 2016. Im Rennen der Autokonzerne will sich jetzt auch BMW mit neuen Modellen wie dem kompakten SUV X2 und dem Riesen-Geländewagen X7 an die Spitze setzen. Das Ziel einer Vorsteuerrendite von acht bis zehn Prozent des Umsatzes gelte weiter, erklärte Krüger.

Seine Ära als Vorstandschef von BMW solle geprägt werden durch den Umbau des Konzerns in eine „kundenzentrierte Mobilitätsfirma“, sagte Krüger. Durch den Ausbau von mobilen Services solle die Zahl der Kunden von heute 30 Millionen auf 100 Millionen bis 2025 gesteigert werden.

Krüger lässt die Mitarbeiter wissen, dass er seine Vorgaben ernst meint: „Wer meint, ich führe nur über das Team, liegt falsch. Manche Entscheidungen müssen Sie ganz klar von oben treffen.“ Vielleicht hätten ihn einige unterschätzt. „Ich kann jedenfalls hart und konsequent sein.“

  • dpa
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1 Kommentar zu "Premiumhersteller: BMW-Chef Krüger mit Kampfansage an Mercedes"

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  • PREMIUMHERSTELLER
    BMW-Chef Krüger mit Kampfansage an Mercedes
    BMW-Chef Harald Krüger will 2020 den Spitzenplatz unter den Premium-Autobauern zurückerobern. Dazu müssten die Münchner Konkurrent Daimler überholen.

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    Mit dem ständig überholen wollen ist es so eine schwierige Sache.

    In den 80er gab es einen Autoaufkleber :

    ÜBERHOLEN SIE RUHIG, wir kaufen Ihren schrot auf !!!!!

    Und nun ist selbst ein Herr Stadler während des angekündigten Überholvorgangs gegenüber BMW während der Überhollphase beim nachtanken ??? :-)))

    Darüber sollte sich auch BMW sich Gedanken machen wenn es DAIMLER überholen will ! :-)))

    CHINA BRINGT DIE BILLIGERE ELEKTROAUTOS PLUS LADESTATIONEN NACH GANZ EUROPA !

    Abwarten EU !

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