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Prevent-Geheimsitzungen Abhöraffäre: Konzernsicherheit enttarnt VW-Manager als mutmaßlichen Maulwurf

Volkswagen konnte den Kreis der Verdächtigen in der Abhöraffäre zuletzt stark eingrenzen. Nun hat das Unternehmen einen VW-Manager freigestellt.
30.07.2020 - 19:52 Uhr Kommentieren
Der Autobauer streitet seit Jahren vor Gericht um die einstigen Lieferbeziehungen mit der Zuliefergruppe Prevent. Quelle: AP
VW-Fabrik in Zwickau

Der Autobauer streitet seit Jahren vor Gericht um die einstigen Lieferbeziehungen mit der Zuliefergruppe Prevent.

(Foto: AP)

Düsseldorf In der Abhöraffäre um den langjährigen Streit mit der Zuliefergruppe Prevent hat Volkswagen den mutmaßlichen Maulwurf enttarnt. Es soll sich um einen Manager der Beschaffungssparte handeln, erfuhr das Handelsblatt aus informierten Kreisen. Er wurde am Donnerstag freigestellt.

Zuvor hatte das Wirtschaftsmagazin „Business Insider“ am Donnerstagabend darüber berichtet, dass die Konzernsicherheit einen verdächtigen VW-Mitarbeiter mit den Spionagevorwürfen, konfrontiert hatte.

Viel deutet darauf hin, dass die zuletzt bekannt gewordenen Details dazu beigetragen haben, den Maulwurf aufzuspüren. Volkswagen hatte erst am Mittwoch bestätigt, dass er auch ein Treffen mitgeschnitten hatte, bei dem es um die Geschäftsbeziehungen zur Prevent-Tochter TWB ging.

Handelsblatt-Informationen zufolge waren neben dem TWB-Geschäftsführer nur drei weitere Personen anwesend – allesamt Vertreter von VW. Der Wolfsburger Konzern hatte noch am selben Tag Strafanzeige bei der Staatsanwaltschaft Braunschweig gestellt, zunächst gegen unbekannt.

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    Inzwischen sei die Behörde von Volkswagen aber über die weiteren Erkenntnisse informiert worden, schreibt „Business Insider“. Auf eine Nachfrage reagierte die Staatsanwaltschaft bislang nicht. Ein Volkswagen-Sprecher wollte auf Nachfrage keinerlei Kommentar abgeben.

    Motive bleiben im Dunkeln

    Bei dem verdächtigten Mitarbeiter soll es sich um einen Manager handeln, der langjährige Erfahrung besitzt. Nähere Details sind indes nicht bekannt, weder seine Reaktion auf die Vorwürfe noch etwaige Motive.

    „Business Insider“ hatte am Wochenende enthüllt, dass 2017 und 2018 vertrauliche Sitzungen einer VW-Arbeitsgruppe mitgeschnitten wurden. An den Gesprächen hatten mehr als 20 Mitarbeiter teilgenommen.

    Die Taskforce beschäftigte sich mit dem Umgang mit dem unliebsamen Geschäftspartner Prevent. VW kündigte nach mehreren Lieferstopps Anfang 2018 die Vertragsbeziehungen mit der Prevent-Gruppe, seitdem befehden sich die Unternehmen vor Gericht.

    „Volkswagen wurde Opfer einer illegalen Abhörattacke“, hieß es vom Konzern. Das Unternehmen stelle sich nun „selbstverständlich die Frage“, wer an den Inhalten der Sitzungen ein Interesse haben könnte und zu „derlei Mitteln greifen würde“. Prevent hatte mitgeteilt, nicht an der Entstehung der Aufnahmen beteiligt gewesen zu sein.

    Volkswagen-Finanzvorstand Frank Witter hatte am Donnerstag gesagt, dass die Abhöraffäre extrem hoch im Vorstand aufgehängt sei. „Das hat uns alle schockiert“, sagte Witter. Nach dem Einreichen der Strafanzeige hoffe er nun, dass die staatlichen Behörden mit ihren Ermittlungsmöglichkeiten Aufklärung leisten könnten.

    Mehr: VW stellt Strafanzeige – Spion nahm offenbar auch Treffen mit Prevent auf.

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