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Primetals Siemens steigt aus der Walzwerktechnik aus

Siemens steigt aus dem Gemeinschaftsunternehmen Primetals aus. Damit verabschiedet sich der Industriekonzern endgültig aus der Walzwerktechnik.
01.10.2019 - 09:41 Uhr Kommentieren
Primetals-Anteil: Siemens steigt aus der Walzwerktechnik aus Quelle: dpa
Siemens

Der Industriekonzern stellt sich strukturell neu auf und trennt sich von Beteiligungen.

(Foto: dpa)

München Siemens trennt sich von seiner verbliebenen Beteiligung am Stahl-Anlagenbauer Primetals Technologies. Der Anteil von 49 Prozent geht für einen ungenannten Preis an den japanischen Mehrheitseigentümer Mitsubishi-Hitachi Metals Machinery (MHMM), wie der Münchner Industriekonzern am Dienstag mitteilte.

Primetals war 2015 als Gemeinschaftsunternehmen mit damals rund 9000 Mitarbeitern aus der Siemens-Tochter VAI und der Hütten- und Walzwerktechnik-Sparte des japanischen Rivalen Mitsubishi Heavy entstanden. Siemens VAI, ein Teil der von Siemens 2005 übernommenen Linzer VA Tech, war damals mit 800 Millionen Euro bewertet worden. Bei Siemens galt die Beteiligung angesichts der Krise in der Stahlbranche nicht mehr als strategisch.

Primetals ist die erste Beteiligung unter den sogenannten „Portfolio Companies“, die Siemens losgeschlagen hat. Dieses bunte Portfolio von Firmen, das unter dem Strich rote Zahlen schreibt, will der Konzern entweder wieder auf den Erfolgspfad führen oder verkaufen. „Jetzt ist der richtige Zeitpunkt, dass sich Primetals Technologies mit Mitsubishi-Hitachi Metals Machinery als alleinigem Eigentümer weiterentwickelt“, erklärte der für die Portfolio Companies zuständige Siemens-Manager Jochen Eickholt „Die Vereinbarung mit Mitsubishi Heavy kommt Kunden, Mitarbeitern und Eigentümern gleichermaßen zugute.“

Mehr: Die neue Struktur kommt, aber die größten Schritte hat Siemens noch vor sich. Der Konzern muss durch Zukäufe und im Kerngeschäft wieder viel größer werden.

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