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Procter & Gamble lehnt Anträge ab Wella-Aktionäre fordern Nachschlag

Der Streit zwischen dem US-Konsumgüterkonzern Procter & Gamble und den Minderheitsaktionären des Darmstädter Kosmetik-Spezialisten Wella findet kein Ende. Die unzufriedenen Aktionäre kämpfen weiter um einen Nachschlag.
Wella-Chef Heiner Gürtler, Foto: dpa

Wella-Chef Heiner Gürtler, Foto: dpa

HB FRANKFURT. In einer teils heftig geführten Debatte forderten sie das US-Unternehmen (Meister Proper, Pampers) am Dienstag in der außerordentlichen Hauptversammlung in Frankfurt auf, endlich einen Beherrschungsvertrag abzuschließen. In diesem Fall könnten die Vorzugsaktionäre mit zusätzlichen Gewinnen rechnen. Der US-Konsumgüterkonzern sprach sich jedoch gegen einen Beherrschungsvertrag aus. Einen solchen Vertrag brauche das Unternehmen nicht, sagte ein P&G-Sprecher. Paul Polman, P&G-Präsident für Westeuropa, warf den Minderheitsaktionären zudem Geldgier vor.

Bislang hat P&G mehr als fünf Mrd. € für Wella bezahlt. Dafür bekam sie über 98 % der Stammaktien für rund 92 € pro Stück und 43 % der Vorzugsaktien für 65 € pro Stück. Diese Preisspanne ist Ausgangspunkt für den Streit.

Bei der Wella-Übernahme hatte P&G zwar nicht die notwendige Schwelle von 95 % für das Hinausdrängen der Minderheitsaktionäre (Squeeze out) erlangt. Die US-Firma besitzt aber 99,6 % der stimmberechtigten Aktien und kann somit auf der Hauptversammlung Anträge abweisen. Einige Halter von stimmlosen Vorzugsaktien hatten einen Verkauf ihrer Papiere abgelehnt, da sie die gebotenen 65 € je Vorzugsaktie als zu niedrig ansehen. Die unzufriedenen Vorzugsaktionäre hatten bereits gerichtlich versucht, die Wella-Übernahme zu stoppen.

Wenn ein Beherrschungsvertrag abgeschlossen würde, müsste P&G das Angebot für die Vorzugsaktionäre nachbessern. Dann würde der Wert der Aktie am inneren Wert des Unternehmens gemessen und läge laut Gutachten zwischen 80 und 118 €, erläuterte Josef Broich, der ein Konsortium von Investmentfonds vertritt. Das würde P&G weitere Mrd. € kosten.

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