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Procter & Gamble Verkauf der Chips-Sparte treibt Gewinn

Der US-Konzern Procter & Gamble hat eigentlich ein stabiles Geschäft. Doch der Konsumgüter-Konzern spürt nun die Flaute. Der Umsatz stagniert. Immerhin brachte der Verkauf der Marke Pringles Geld in die Kasse.
03.08.2012 - 15:55 Uhr Kommentieren
Der Verkauf der Marke Pringles-Chips beschert Procter & Gamble ein Gewinnplus. Quelle: AFP

Der Verkauf der Marke Pringles-Chips beschert Procter & Gamble ein Gewinnplus.

(Foto: AFP)

Chicago Der Verkauf der Snack-Sparte Pringles hat dem US-Konsumgüterhersteller Procter & Gamble im abgelaufenen Quartal einen kräftigen Gewinnanstieg verschafft. Beim Umsatz musste das Unternehmen aber einen Rückgang von einem Prozent zum Vorjahresquartal auf 20,21 Milliarden Dollar verbuchen, wie der Konkurrent von Beiersdorf und Henkel am Freitag mitteilte. Zwar konnte das Unternehmen Preiserhöhungen durchsetzen. Diese wurden aber vor allem durch Währungskursverluste mehr als aufgefressen.

Der Verkauf der Chips-Sparte Pringles brachte einmalig rund 2,7 Milliarden Dollar in die Kasse. Dies verbesserte den Nettogewinn um 48 Cent je Aktie. Er lag insgesamt bei 1,24 Dollar je Anteilsschein oder 3,63 Milliarden Dollar im Zeitraum von April bis Juni. Im Vorjahresquartal stand ein Plus von 2,51 Milliarden Dollar in den Büchern.

Der Hersteller von Pampers-Windeln, Ariel-Waschmittel und Gillette-Rasierern ringt mit einem sinkenden Gewinn. Quelle: ap

Der Hersteller von Pampers-Windeln, Ariel-Waschmittel und Gillette-Rasierern ringt mit einem sinkenden Gewinn.

(Foto: ap)

Im Kerngeschäft verdiente Procter & Gamble 82 Cent je Anteilsschein und lag damit auf den Niveau des Vorjahresquartals. Im Juni hatte das Unternehmen noch deutlich weniger erwartet. Analysten waren von 77 Cent ausgegangen. Für das gesamte Geschäftsjahr rechnet Procter & Gamble mit einem Gewinn von 3,61 bis 3,85 Dollar je Aktie, ohne Sonderposten von 3,80 bis 4,00 Dollar. Im kommenden Jahr dürfte er den Angaben zufolge in etwa auf dem Niveau bleiben. Der Konzern kündigte zugleich überraschend an, eigene Aktien im Wert von vier Milliarden Dollar zurückzukaufen.

Das Ergebnis machte bei den Anlegern einen guten Eindruck. Im den ersten Handelsminuten legten die Papiere des Unternehmens um mehr als zwei Prozent zu.

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    Der Weltmarktführer, der mit Gillette-Rasierklingen, Pampers-Windeln und Wella-Shampoo in vielen Supermärkten vertreten ist, hatte Ende April wegen eines umfangreichen Konzernumbaus sowie höherer Kosten für Diesel, Chemikalien und Alkohol seine Prognose für das Geschäftsjahr 2011/12 gesenkt. Im Februar hatte Procter & Gamble angekündigt, weltweit rund 5700 Stellen zu streichen. Ziel sei eine Belegschaft von knapp 130.000 hieß es damals.

    • dpa
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