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Produktionspläne VW plant neues Werk in der Türkei – Emden soll nur noch Elektroautos bauen

Volkswagen will in der Nähe von Izmir ein neues Werk bauen. Die deutschen Werke werden dagegen mehr und mehr auf die Elektromobilität umgerüstet.
26.09.2019 - 12:45 Uhr 1 Kommentar
VW: Volkswagen plant neues Werk in der Türkei Quelle: dpa
VW-Werk in Emden

Bislang läuft in Niedersachsen noch der Passat vom Band.

(Foto: dpa)

Berlin Die Planungen des Volkswagen-Konzerns für sein neues Osteuropawerk werden immer konkreter. „Wir sind in finalen Gesprächen mit der Türkei“, sagte VW-Marken-Produktionsvorstand Andreas Tostmann am Donnerstag in Berlin zu Reportern. Er rechne damit, dass man in rund zwei Wochen zum Abschluss komme - „vielleicht auch früher“. Es gehe derzeit um die „finale Vertragsgestaltung“ und darum, die Vereinbarung unterschriftsreif zu machen. Auf die Frage, ob man noch mit anderen Partnern verhandele, sagte Tostmann nur, dass man zurzeit den Fokus auf die Finalisierung mit der Türkei habe.

Insidern zufolge ist bereits eine Grundsatzentscheidung für den Bau des Werks für mehr als eine Milliarde Euro in der Türkei gefallen. Die neue Mehrmarken-Fabrik mit einer geplanten Jahreskapazität von bis zu 300.000 Fahrzeugen und rund 4000 Beschäftigten soll in Manisa nahe Izmir im Westen Anatoliens entstehen. Demnach soll Ende 2020 mit dem Bau begonnen werden, der Produktionsstart ist für 2022 vorgesehen.

Zuvor hatte Volkswagen monatelang mit den Behörden über die Bedingungen für den Standort verhandelt. Als Alternative hatte Bulgarien gegolten. Im neuen Werk sollen der VW Passat und der baugleiche Skoda Superb für den Export nach Osteuropa vom Band rollen.
Insgesamt sei die Autoproduktion bei der Kernmarke von Volkswagen seit dem Start einer neuer Strategie vor einem Jahr deutlich effizienter geworden. 2019 werde man die Produktivität um mehr als sechs Prozent steigern können, sagte VW-Produktionsvorstand Tostmann. In diesem Jahr könnten so etwa 500 Millionen Euro an Kosten eingespart werden und das Ergebnis verbessern. Die Herstellungskosten je Fahrzeug würden zudem zum ersten Mal seit 2013 wieder abnehmen.

Eine höhere Gewinnkraft der Marke VW Pkw ist eines der Hauptziele von Vorstandschef Herbert Diess. Vor einem Jahr hatte Tostmann das Ziel ausgegeben, die Produktivität im Schnitt aller Standorte bis 2025 um insgesamt 30 Prozent zu steigern. Daran halten die Wolfsburger fest. Hintergrund der Maßnahmen sind etwa die hohen Investitionen, die der Wandel zur E-Mobilität und zum automatisierten Fahren nötig macht. Auch die Zahl der Ausstattungs- und Modellvarianten soll sinken.

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Standort erkennen

    Für die deutschen Werke plant VW eine Elektrooffensive. Nach Zwickau soll der Standort Emden das nächste reine Elektroauto-Werk von Volkswagen werden. Tostmann, bekräftigte geplante Investitionen von „ungefähr einer Milliarde Euro“ in Emden. Die Fabrik in Ostfriesland, in der bisher der Passat hergestellt wurde, solle wie das Werk Zwickau vollständig auf Modelle des Modularen Elektrobaukastens (MEB) umgestellt werden.

    „Diese Festlegung ist jetzt im Wesentlichen getroffen“, berichtete Tostmann. Der Nachfolger des Passat werde andernorts angesiedelt - hierfür ist ein mögliches Werk in der Türkei im Gespräch. „Emden hat eine gute Perspektive als Transformationswerk“, sagte der Manager. Modelle mit Verbrennungsmotoren würden dort nicht mehr geplant.

    Mehr: Der VW Golf dominiert seit Jahren die Absatzstatistik, verkaufte sich zuletzt aber deutlich schwächer. Andere Hersteller stemmen sich gegen den Trend.

    • dpa
    • rtr
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    1 Kommentar zu "Produktionspläne: VW plant neues Werk in der Türkei – Emden soll nur noch Elektroautos bauen"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    • It seems that the unlimited Turkish state grants have finally won the Board of Directors of Volkswagen and they are about to select Turkey as the location of their new factory. I have read that Bulgaria offered better operating costs, but could not match the state aid offered by Turkey as it is limited by the EU regulations in this area.

      However, Turkey is part of the Europen Customs market and has signed an agreement about that in 1995: https://eur-lex.europa.eu/LexUriServ/LexUriServ.do?uri=CELEX:21996D0213%2801%29:EN:HTML. Article 34 says the following:

      Article 34
      1. Any aid granted by Member States of the Community or by Turkey through State resources in any form whatsoever which distorts or threatens to distort competition by favouring certain undertakings or the production of certain goods shall, in so far as it affects trade between the Community and Turkey, be incompatible with the proper functioning of the Customs Union.

      The current deal between Volkswagen and Turkey is a breach of this agreement and there will be consequences. Maybe not immediately, but the problem will be brought to the attention of the European Parliament and the European Commission by the Bulgarian state and representatives in the Parliament. There will be severe penalties for Volkswagen that still cannot recover from the recent scandals. I am sure that the final bill will be footed by the common hard-working employees in Germany, not by the current managers or shareholders.

      Will VW select Turkey without the state grants and secure state orders?

      To me, It yet another German hypocrisy. It seems that the common EU market, regulation and solidarity is just another bullshit talk. It is all about the money - just like North Stream I and II. And now Turkey. While South Stream was banned and the European Commission is talking about how dangerous Chinese investment in the Balkans are. In Bulgaria, this behaviour is commonly described as prostitution.

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