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Produktionsplus erwartet Der deutsche Maschinenbau kennt keine Krise

Ursprünglich hatte die Branche für 2012 mit einer Stagnation gerechnet. Nun korrigiert der Branchenverband auf ein Plus – und das auch für das kommende Jahr. Dafür sorgt nicht zuletzt das Auslandsgeschäft.
06.09.2012 Update: 06.09.2012 - 11:52 Uhr Kommentieren
Die Branche hofft, die Talsohle durchschritten zu haben. Quelle: dpa

Die Branche hofft, die Talsohle durchschritten zu haben.

(Foto: dpa)

Düsseldorf Die deutsche Wirtschaft kann auch in der Schuldenkrise auf den Maschinenbau als Wachstumslokomotive setzen. Während die Chemie- und die Elektrobranche ihre Geschäftserwartungen eindampften, schraubten die Maschinenbauer ihre Produktionsprognose für 2012 hoch und trauen sich auch im kommenden Jahr ein Wachstum zu. "Wir sind im Frühjahr besser als erwartet gestartet. Das zieht das gesamte Jahresergebnis nach oben", sagte der Chefvolkswirt des Branchenverbandes VDMA, Ralph Wiechers, am Donnerstag. Im kommenden Jahr dürfte die Weltwirtschaft anziehen, was den Maschinenbauern auf die Sprünge helfen werde.

Statt der zu Jahresbeginn in Aussicht gestellten Stagnation der Produktion rechnet der Maschinenbau für 2012 nun mit einem Plus von zwei Prozent. Nach einem Produktionsplus zur Jahresmitte von vier Prozent dürften sich laut Wiechers in den kommenden Monaten die Orderrückgänge der ersten Jahreshälfte allerdings dämpfend auswirken. Die Auftragseingänge waren im Juli den neunten Monat in Folge zurückgegangen. Allerdings sorgte ein Plus im Auslandsgeschäft für Zuversicht, dass die Talsohle durchschritten ist.

Für das nächste Jahr traut sich die Branche erneut ein Produktionsplus von zwei Prozent zu. Im ersten Quartal 2013 dürften Wiechers zufolge zwar noch Minusraten anfallen, da sich die Produktion am hohen Vorjahresniveau messen lassen müsse. Wenn dieser Effekt ausläuft, dürfte die deutsche Maschinenproduktion aber wieder ins Plus drehen - dies allerdings unter der Annahme, dass sich das weltwirtschaftliche Umfeld aufhellt.

"Uns ist durchaus bewusst, dass diese Prognose einer Zuspitzung der Probleme im Euro-Raum nicht standhält und sie in einem gewissen Widerspruch zur aktuellen Stimmungslage steht", sagte VDMA-Hauptgeschäftsführer Hannes Hesse. Nicht alle Fachzweige könnten Produktionszuwächse erwarten. "Das schließt ein Plus für den Maschinenbau in toto aber nicht aus."

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