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Produktionsstopp bei VW Ein Lieferant ist viel zu wenig

Ein Zulieferer von Sitzbezügen und Getriebeteilen zwingt den mächtigen Volkswagen-Konzern in die Knie. Der Autobauer hätte die Kurzarbeit verhindern können. Nun muss die Führung über ihren Schatten springen. Eine Analyse.
22.08.2016 - 12:37 Uhr
Die kleine Firma legt sich mit dem großen VW-Konzern an. Quelle: dpa
Firmensitz von Prevent in der Nähe von Wolfsburg

Die kleine Firma legt sich mit dem großen VW-Konzern an.

(Foto: dpa)

Volkswagen hat schon genug Probleme. Neue Konflikte sind das Letzte, was Deutschlands größter Automobilhersteller im Moment braucht. Erst lähmte die Dieselaffäre weite Teile des Volkswagen-Konzerns. Jetzt gelingt es einem vergleichsweise kleinen Zulieferer, die Golf-Produktion in Wolfsburg und die Passat-Fertigung in Emden mit einem Lieferstopp lahmzulegen.

Die Krise beim Wolfsburger Autohersteller ist zum Dauerzustand geworden. Statt sich um die langfristige Strategie des Unternehmens wie den Wandel zum Mobilitätsdienstleister und zum Anbieter von Elektrofahrzeugen zu kümmern, muss das Management von einem Brandherd zum nächsten eilen.

Doch dass die Prevent-Zuliefergruppe mit ihren beiden Tochtergesellschaften Car Trim und ES Guss den großen Volkswagen-Konzern bei der Belieferung mit Sitzbezügen und Getriebeteilen in die Knie zwingt, wäre nicht nötig gewesen. Anders formuliert: VW ist mit dafür verantwortlich, wenn der Ausfall eines Zulieferers zu solch nachhaltigen Konsequenzen wie einem Produktionsstopp führt.

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