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Prognose für 2013 Bosch-Chef deutet möglichen Personalabbau an

Bosch hat ein schwieriges Jahr vor sich, da ist sich Volkmar Denner sicher. Der Chef des Autozulieferers sieht „einige Risiken“ und sagt, dass man bei Überkapazitäten handeln müsse.
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Bosch-Produktion in Bamberg: Konzern-Chef Denner erwartet ein schwieriges Jahr 2013. Quelle: dpa

Bosch-Produktion in Bamberg: Konzern-Chef Denner erwartet ein schwieriges Jahr 2013.

(Foto: dpa)

FrankfurtDer Autozulieferer Bosch stellt sich auf ein schwieriges kommendes Jahr ein. "2012 war kein einfaches Jahr", sagte Konzern-Chef Volkmar Denner der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" (Donnerstagausgabe) laut Vorabbericht. "Und wir erwarten nicht, dass es 2013 wirklich leichter wird. Es ist nicht dramatisch, aber es gibt einige Risiken."

Schon im zu Ende gehenden Jahr machten Bosch die schwächere Entwicklung in der Autoindustrie und die flaue Nachfrage im Industriegeschäft zu schaffen. Das könnten bald auch die gut 300.000 Mitarbeiter des Konzerns zu spüren bekommen.

Nach Erlösen von 51,5 Milliarden Euro 2011 hatte sich Bosch für 2012 ein Umsatzplus von drei bis fünf Prozent vorgenommen. Da voraussichtlich nur das untere Ende dieses Korridors erreicht werde, müsse Bosch sparen: "Der Fehler im Jahr 2012 war, dass wir für das zweite Halbjahr zu optimistisch waren und die Kosten entsprechend hoch waren", sagte Denner. Wegen des unerwartet schwachen Wachstums habe Bosch nicht so viele Jobs geschaffen wie geplant.

Der Bosch-Chef deutete an, dass Einschnitte beim Personal folgen könnten: "Es ist doch eine ganz einfache Rechnung: Wenn der Umsatz längere Zeit stagniert und gleichzeitig ein Produktivitätsfortschritt erzielt wird - was unsere Kunden von uns erwarten - so führt dies rein rechnerisch zu Überkapazitäten, die angepasst werden müssen."

Eine Entscheidung zur Zukunft der verlustreichen Solarsparte werde in diesem Jahr nicht mehr fallen. "Wir arbeiten mit Hochdruck an einer dauerhaft tragfähigen Lösung. Aber Gründlichkeit geht vor Schnelligkeit", sagte Denner. "Es geht um 3200 Mitarbeiter." Bosch nehme sich Zeit, um die Tragfähigkeit unterschiedlicher Möglichkeiten auszuloten. Ursprünglich wollte Bosch bis zum Jahresende eine Entscheidung über die Zukunft des Bereichs fallen, den der Konzern mit Milliardenaufwand aufgebaut hat.

  • rtr
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5 Kommentare zu "Prognose für 2013: Bosch-Chef deutet möglichen Personalabbau an"

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  • Das Hauptthema ist, dass dieser Gemischtwarenladen keine klare Richtung hat. Und wenn dann doch mal ein Schritt nach vorne gemacht wird, ist man durch die zögerliche Haltung Wir-machen-alles-im-100%-Konsens zu spät, viel zu spät.

    Wollen wir wetten, dass wenn dort der Personalabbau beginnt, die Konjunktur wieder spürbar anzieht?

    Wie soll man so das eigene Mgmt motivieren oder gar Externe rekrutieren?

    Die Story, dass B. eigenen Nachwuchs bevorzugt, ist nicht gewollt sondern pure Notwendigkeit. Ich kenne keinen halbwegs brauchbaren Manager, der dort freiwillig hingeht.

    Und so latschen dort viele rum, die die Welt noch nicht ansatzweise gesehen haben. Bei den Kunden kommt das gar nicht gut. Ich selber muss das tagtäglich ertragen.

    Die einzigen Heinis, die sich von denen persoalmässig noch was vormachen lassen, sind die dümmlich-arroganten Trainees.

  • Unabhängig von der Standortdiskussion müsste der Bosch sich einmal um diejenigen Mitarbeiter kümmern, die den Bosch als "volkseigenen Betrieb mit unendlich Vermögen" betrachten und sich aufgrund der sozialen Einstellung des Unternehmens jahrelang in eine "Komfortzone des Nichtstuns" ohne Betroffenheit oder Sense of Urgency begeben haben. Und damit meine ich nicht zwangsweise das letze Glied, die Bandarbeiter. Vielmehr sollte man sich hier das mittlere Management- und die Sachbearbeiterebene einmal genau anschauen. Diese sind es, die Firmen die Konkurrenzfähigkeit durch Fixkosten ohne Value add nehmen. Ein Vorgehen frei nach dem Motto "Rumsitzen und Stoff-Wechseln ist keine Leistung im arbeitsrechtlichen Sinne" sollte da einen Beitrag zur nachhaltigen Verbesserung des Unternehmens herbeiführen. Das hat schon zu Zeiten von Jack Welch bei GE geholfen.....

  • Wer fair rechnet wird oftmals feststellen dass sich Produktionen im sogennanten "Billiglohnland" nicht wirklich rechnet. Bezieht man alle Verlagerungs-Kosten ein, ist eine Produktion in Europa bzw. der BRD sehr wohl möglich. Deutschland muss sehr aufpassen dass es nicht die gleichen Fehler wie USA und England begeht. Die hohe Konzentration auf Finanzdienstleistungen und nahezu völlige Aufgabe des produzierenden Gewerbes hat zu einem besipiellosen Niedergang ehemaliger bestehender Strukturen geführt. Es wird Jahrzehnte dauern dies wieder zu korrigieren. Politische Entscheidungen in bestimmten Ländern zu produzieren mögen im Einzelfall ja sinnvoll sein, wirtschaftlich sind diese jedoch häufig nicht. Wer in Asien produzieren möchte kann gleich die Blaupausen/Patente mitbringen. Bei einzel Maschinenkosten von >10Mio und extrem hohem Automatisierungsgrad spielen Lohnkosten schon längst nicht mehr die entscheidenden Rollen.
    Es wäre wünschenswert wenn einige Mgr. die "Eier" hätten Fehler einzugestehen und diese ggf zu revidieren. In den Politik ist dies offensichtlich nicht gewollt, in Unternehmergeführten Gesellschaften jedoch sehr wohl möglich.

  • Siemens und zahlreiche andere haben das gleiche Problem, bis vor kurzem zu viele Mitarbeiter an Bord genommen zu haben. Das kann man aber nie wissen und so sind Reaktionen dieser Art nur üblich.
    Der Unterschied liegt darin, dass Bosch nicht aus den strategischen Hufen kommt und seine Auto-Abhängigkeit reduziert. Dadurch ist man einseitig abhängig, viel abhängiger als zB der Kunde BMW, der im Luxussegment weltweit viel besser ausgleichen kann.
    Aber mit so obskuren Ideen wie dem Internet der Dinge als Zukunftsvision wird das auch nichts mehr. Und man hat seit Jahrzehnten versucht, die Autolastigkeit abzuschütteln. Das Telekommunikationsdesaster war eine Folge. Das Solardesaster ein weiteres. Und es wird noch einige geben, die heute noch unter der Oberfläche schlummern und durch die vergleichsweise immer noch gute Konjunktur nicht offenkundig werden (primär dort, wo hohe und individuelle Kundenorientierung gefragt ist, z.B. im Hundertausende-Kunden-Industriegeschäft).
    Die sind einfach viel zu lahm und selbstgefällig in Stuttgart. Die Geschichte zeigt, dass das sich immer von selber erledigt hat.

  • Trotz allem ist es ein "Luxusabbau", den BOSCH sehr sozial kompfortabel bewältigen kann. BOSCH ist halt auch in Sparten unterwegs, die zunehmend im güntigeren Ausland produzieren lassen. Das schafft dann auch Überkapazitäten innerhalb Europas.

    Problem ist, dass NEUES im schlechter in Deutschland entsteht und hier industriell gefertigt wird. Das ist tragisch. Zulieferer werden zunehmend GLOBAL aktiv und führn Produkte über Lögistikketten zum Kunden. Letzteres wirbelt auch Standorte durcheinander und zeigt neue Kostenzwänge auf.

    Unternehmen mit hohem Innovationspotential, und das ist auch BOSCH, können aber länger sich dem globalen Trend widersetzen ... immer nur dort hinzugehen, wo es am Billigsten ist.

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