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Prognose gekappt Energiewende lähmt Bilfinger

Noch im Mai hatte Roland Koch die Prognose bekräftigt, doch jetzt ist alles anders: Bilfinger wird dieses Jahr die Gewinne nicht steigern können. Schuld daran soll die Energiesparte sein.
01.07.2014 - 01:31 Uhr Kommentieren
Bau- und Dienstleistungskonzern Bilfinger: Die Energiesparte leidet unter Investitionszurückhaltung in Deutschland Quelle: obs

Bau- und Dienstleistungskonzern Bilfinger: Die Energiesparte leidet unter Investitionszurückhaltung in Deutschland

(Foto: obs)

Berlin Die Energiewende vermasselt dem Bau- und Dienstleistungskonzern Bilfinger die erhoffte Gewinnsteigerung in diesem Jahr. Das bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Firmenwertabschreibungen (Ebita) dürfte 2014 bei 380 bis 400 Millionen Euro liegen, teilte das Unternehmen am Montagabend mit. Bisher hatte Bilfinger damit gerechnet, 2014 bei deutlich mehr als den 2013 erzielten 419 Millionen Euro zu landen. Im ersten Halbjahr soll das bereinigte Ebita deutlich unter dem Vorjahreswert liegen.

Im späten außerbörslichen Handel bei Lang & Schwarz zeigten sich die Aktionäre in einer ersten Reaktion verschnupft: Die Titel sackten um mehr als drei Prozent ab. Konzernchef Roland Koch hatte noch Anfang Mai vor Beginn der Hauptversammlung die alten Prognosen bekräftigt.

Energie-Geschäft leidet

Die Bauleistung soll sich 2014 mit 7,9 Milliarden Euro auf dem Niveau des Vorjahres bewegen. Das bereinigte Konzernergebnis dürfte von 255 Millionen Euro auf 230 bis 245 Millionen Euro sinken.

Insbesondere das Geschäftsfeld Power leidet nach der Mitteilung unter den Folgen der Energiewende in Deutschland, die bei den Energieversorgern zu einer erheblichen Investitionszurückhaltung führe. Die negativen Auswirkungen auf das Investitionsverhalten in anderen Ländern Zentraleuropas seien in ihrer Dimension nicht absehbar gewesen.

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    So habe beispielsweise kostenloser deutscher Windstrom Kraftwerksneubauten in Polen verhindert. Zudem spüre der Öl- und Gassektor die drastischen Sparmaßnahmen seiner europäischen Kunden in der Wartung und Instandhaltung, ausgelöst durch die sinkenden Gaspreise in den USA.

    Im Geschäftsfeld Power rechnet Bilfinger daher mit einer auf 1,5 Milliarden Euro geschrumpften Leistung (2013: 1,7) und einer auf 6 Prozent gesunkenen Ebita-Marge (2013: 8,9). Bei den anderen Bereichen erwartet das Unternehmen hingegen eine Margensteigerung. Die Probleme dürften auch die Mitarbeiter zu spüren bekommen. Bilfinger kündigte Kapazitätsanpassungen und kurzfristige Kostensenkungsprogramme an.

    • dpa
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