Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

PSA Peugeot-Citroën Adieu Tristesse

Frankreichs größter Autobauer setzt die jüngsten Erfolge fort. PSA Peugeot-Citroën kann sich im ersten Halbjahr aus der strategischen Falle befreien. Ein persönlicher Erfolg für Konzernchef Tavares. Eine Analyse.
Kommentieren
PSA-Chef Carlos Tavares hat gut lachen. Erstmals seit 2011 kann der Autobauer im ersten Halbjahr wieder einen Gewinn erwirtschaften. Quelle: Reuters
Erfolg für Tavares

PSA-Chef Carlos Tavares hat gut lachen. Erstmals seit 2011 kann der Autobauer im ersten Halbjahr wieder einen Gewinn erwirtschaften.

(Foto: Reuters)

Düsseldorf Einen französischen Autobauer zu reformieren ist nicht einfach. Die französischen Gewerkschaften gelten als besonders kampfeslustig und die französische Politik mischt sich gerne ein, wenn es um die größten Konzerne des Landes und ihre Personalpolitik geht. Darum sind die jüngsten Zahlen von PSA Peugeot/Citroën umso bemerkenswerter. Sie sind ein Befreiungsschlag.

Trotz der anhaltenden wirtschaftlichen Tristesse in Frankreich kann Europas zweitgrößter Autobauer im ersten Halbjahr wieder einen Gewinn von 541 Millionen Euro einfahren, zuletzt gelang das 2011. Operativ sieht es noch besser aus: In den ersten sechs Monaten steht ein Betriebsgewinn von 1,47 Milliarden Euro – dreimal so viel wie im Vorjahreszeitraum und das, obwohl der Absatz nur schwach zugelegt hat.

Das zeigt: Die Marge, die PSA mit jedem Auto erwirtschaftet, stimmt wieder. Die operative Rendite lag im ersten Halbjahr mit 4,9 Prozent deutlich über dem selbst ausgegebenen Ziel von zwei Prozent. PSA verkauft seine Autos zu besseren Preisen und profitiert von gesunkenen Fixkosten.

Für PSA-Chef Carlos Tavares ist das Halbjahresergebnis auch ein persönlicher Erfolg. Der Manager, der von Konkurrent Renault zu PSA gewechselt war, musste schon kurz nach seinem Amtsantritt im Jahr 2013 erfahren, wie schwierig es ist, einen französischen Autobauer umzubauen. Immer wieder protestierten die Arbeiter auch mit Gewalt gegen den Sparkurs, den sein Vorgänger Philippe Varin eingeleitet hatte. Vor dem Autosalon in Paris im Jahr 2014 mussten die Protestler von der Polizei sogar mit Tränengas gestoppt werden.

So sauber sind die Autobauer
Platz 10 - Mazda
1 von 10

Durchschnittlicher CO2-Ausstoß: 128,2 Gramm / 100 Kilometer

Die Japaner können den durchschnittlichen CO2-Ausstoß auch ohne eigenes Elektroauto im Jahresvergleich um 4,4 Prozent senken – und ziehen damit an Hyundai und General Motors (Opel) vorbei.

*Stand: 2014, Quelle: Studie "How clean are Europe's cars?", Transport & Environment

(Foto: obs/Accor Hotellerie Deutschland GmbH)
Platz 9: Volvo
2 von 10

Durchschnittlicher CO2-Ausstoß: 126,5 Gramm / 100 Kilometer 

Trotz einem weiterhin hohen Anteil von SUV bei den Verkäufen konnten die Schweden ihre Emissionen um 3,3 Prozent senken – und damit deutlich stärker als der Markt.

(Foto: dpa)
Platz 8 - Volkswagen
3 von 10

Durchschnittlicher CO2-Ausstoß: 125,8 Gramm / 100 Kilometer 

Europas Marktführer hat die gesetzlichen Vorgaben zwar übererfüllt. Doch 2014 konnte der CO-Ausstoß prozentuell nicht so stark gesenkt werden wie bei der Konkurrenz – trotz etlicher neuer Modelle.

(Foto: dpa)
Platz 7 - Suzuki
4 von 10

Durchschnittlicher CO2-Ausstoß: 123,8 Gramm / 100 Kilometer 

In der Zulassungsstatistik fahren die Japaner unter dem Radar. In puncto CO2-Reduktion landen sie immerhin auf einem Mittelfeldplatz.

(Foto: dpa)
Platz 6 - Ford
5 von 10

Durchschnittlicher CO2-Ausstoß: 121,7 Gramm / 100 Kilometer 

Ungünstige Entwicklung bei Ford. Die Kölner haben sich beim durchschnittlichen CO2-Ausstoß der Flotte im Vergleich zum Vorjahr sogar leicht verschlechtert.

(Foto: obs/Accor Hotellerie Deutschland GmbH)
Platz 5 - Fiat
6 von 10

Durchschnittlicher CO2-Ausstoß: 116,4 Gramm / 100 Kilometer 

Die Italiener haben ihren günstigen Flottenausstoß vor allem dem hohen Anteil an Kleinwagen zu verdanken. In puncto Reduktion gab es im Vergleich zum Vorjahr kaum Fortschritte.

(Foto: ap)
Platz 4 - Nissan
7 von 10

Durchschnittlicher CO2-Ausstoß: 115 Gramm / 100 Kilometer* 

Die Japaner haben im Jahresvergleich den größten Fortschritt gemacht, der bisher bei einem Autobauer gemessen wurde. Der CO2-Ausstoß wurde um satte 12,1 Prozent reduziert. Schuld sind vor allem der Qashqai und der Juke, die jetzt deutlich sparsamer unterwegs sind

(Foto: Nissan)

Denn bei den Franzosen herrschte damals noch absolute Tristesse. Der Heimatmarkt schwächelte. Innerhalb von fünf Jahren hatte PSA sieben Milliarden Euro Verlust eingefahren. Vor allem, weil die Franzosen strategisch in der Klemme steckten: Im europäischen Volumensegment erhöhten osteuropäische und asiatische Konkurrenten wie Skoda, Hyundai und Nissan den Preisdruck. Eine eigene renditestarke Premiummarke fehlte. Und in den Wachstumsmärkten spielte PSA nur eine Nebenrolle.

Tavares setzte darum nicht nur den Sparkurs seines Vorgängers fort, sondern auch Akzente. Sein Programm für die Wende taufte er „Back in the race“ („Zurück im Rennen“). Denn tatsächlich wirkte es, als sei PSA von der Piste abgekommen. 

Mut zum neuen Design zahlt sich aus
Seite 12Alles auf einer Seite anzeigen

Mehr zu: PSA Peugeot-Citroën - Adieu Tristesse

0 Kommentare zu "PSA Peugeot-Citroën: Adieu Tristesse"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

Serviceangebote