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PSA und GM Opel-Übernahme scheint besiegelt

Der französische Autobauer PSA und General Motors haben für Montagmorgen eine Pressekonferenz angekündigt. Französische Medien berichten bereits über erste Details der erwarteten Übernahme der GM-Tochter Opel.
Update: 04.03.2017 - 14:11 Uhr Kommentieren
Schon bald könnte der deutsche Autobauer einen neuen Mutterkonzern haben. Für PSA ist es die Gelegenheit, sich Marktanteile zu sichern. GM könnte durch den Verkauf eine Verlustsparte loswerden. Quelle: dpa
Opel

Schon bald könnte der deutsche Autobauer einen neuen Mutterkonzern haben. Für PSA ist es die Gelegenheit, sich Marktanteile zu sichern. GM könnte durch den Verkauf eine Verlustsparte loswerden.

(Foto: dpa)

BerlinDie Opel-Übernahme ist offenbar unter Dach und Fach: Der Verwaltungsrat des französischen Autokonzerns PSA Peugeot Citroen gab am Freitag grünes Licht für die Übernahme, wie zwei mit der Angelegenheit vertraute Personen der Nachrichtenagentur Reuters sagten. Kurz darauf luden Peugeot und GM für Montagmorgen zu einer Pressekonferenz ein, allerdings ohne Details zu nennen. Sie ist für 09.15 Uhr MEZ in Paris angesetzt. Ein Insider hatte der Nachrichtenagentur Reuters gesagt, der Kauf solle am Montagmorgen bekanntgegeben werden.

Viele Detail stehen nach Angaben der französischen Tageszeitung „Les Echos“ bereits fest. Nach Informationen der Zeitung soll sich der Kaufpreis für Opel auf 1,6 bis 1,8 Milliarden Euro belaufen. Die Hälfte zahlt PSA sofort, die andere Hälfte wird in Bezugsscheinen auf PSA-Aktien bezahlt. General Motors wäre damit auch wieder Kapitaleigner der Franzosen. Die milliardenschweren Pensionsverpflichtungen, die bislang ein großer Knackpunkt in den Verhandlungen waren, verbleiben zu großen Teilen bei GM. Die Amerikaner behalten sieben Milliarden Euro der Verpflichtungen, nur ein kleiner Teil geht zu PSA über.

Auch bei den Modelllizenzen haben sich die Amerikaner offensichtlich kulant gezeigt. Nach Informationen der französischen Zeitung darf PSA das Elektroauto Opel Ampera, das technologisch auf dem Chevrolet Bolt basiert, weiterhin verkaufen. Auch alle anderen Opel-Modelle, die mit Patenten von GM gebaut werden, dürfen weiterhin gegen die Zahlung von Lizenzgebühren produziert werden. Allerdings sollen sich die Vertragspartner geeinigt haben, den Verkauf für einige Modelle auf internationalen Märkten einzuschränken und zeitlich zu befristen. Wie genau die Regelungen im Detail aussehen, ist noch nicht bekannt.

Eine Sprecherin des Bundeswirtschaftsministeriums wollte die jüngsten Entwicklungen nicht kommentieren. „Wir haben die Meldungen zur Kenntnis genommen“, sagte sie. Das Ministerium halte aber engen Kontakt zu allen Beteiligten.

General Motors will sich mit dem Verkauf von Opel aus seinem verlustreichen Europa-Geschäft zurückziehen und damit nach 88 Jahren die Verbindung zu Opel und der britischen Schwester Vauxhall kappen. Die Franzosen wollen zusammen mit dem deutschen Traditionsunternehmen den nach Volkswagen zweitgrößten Autobauer in Europa schmieden.

Opel soll eigenständig bleiben
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