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Quartalsbilanz Daimler macht eine Milliarde Euro mehr Gewinn als erwartet – Aktie deutlich im Plus

Der Autohersteller steigert seinen Betriebsgewinn im dritten Quartal auf drei Milliarden Euro. Nun will Daimler den Ausblick anpassen. Die Aktie steigt deutlich.
15.10.2020 Update: 16.10.2020 - 10:08 Uhr Kommentieren
Daimler Aktie: Kurssprung nach guten Quartalszahlen Quelle: obs
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Die Daimler-Aktie stieg nachbörslich um vier Prozent.

(Foto: obs)

Berlin, Stuttgart Der Autobauer Daimler hat nach eigenen Angaben eine schnellere Markterholung erlebt als erwartet und insbesondere im September eine starke Geschäftsentwicklung verzeichnet. Dazu wirkten sich die strikte Disziplin bei den Kosten und die übrigen Maßnahmen zur Steigerung der Effizienz aus. Auch für den Rest des Jahres erwarte man nun positive Effekte – vorausgesetzt, es komme zu keinen weiteren Corona-Lockdowns.

Deren Auswirkungen hatten Daimler im zweiten Quartal tief in die roten Zahlen gerissen. Für das dritte Quartal steht nun nach vorläufigen Zahlen ein Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) von 3,07 Milliarden Euro zu Buche und damit sogar mehr als im Vorjahresquartal. Damals waren es knapp 2,7 Milliarden Euro gewesen. Analysten hatten mit knapp zwei Milliarden Euro gerechnet.

Die Pkw-Tochter Mercedes-Benz erzielte den vorläufigen Zahlen zufolge ein Ebit von 2,1 Milliarden Euro im dritten Quartal und damit mehr, als die Analysten geschätzt hatten. Auch das Nutzfahrzeuggeschäft Trucks & Buses und die Sparte Daimler Mobility hätten im dritten Quartal besser als erwartet abgeschnitten, erklärte der Konzern.

„Die Resultate des dritten Quartals reflektieren eine sehr starke Leistung und beweisen, dass wir bei der Absenkung der Gewinnschwelle auf dem richtigen Weg sind“, sagte Finanzvorstand Harald Wilhelm laut Mitteilung.

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    Gleichzeitig habe man die Chancen genutzt, die sich aus der Erholung der Märkte ergeben hätten. „Wir erwarten, dass diese positive Dynamik auch im vierten Quartal anhält, wobei dabei jedoch die übliche Saisonalität des Jahresendgeschäfts zu beachten ist“, sagte Wilhelm.

    Grafik

    Endgültige Zahlen legt Daimler am Freitag kommender Woche vor – zusammen mit einer aktualisierten Prognose für das Gesamtjahr 2020, wie der Konzern ankündigte. Daimler plane nun, seinen Ausblick auf das ganze Jahr zu heben, teilte der Dax-Konzern mit. Die Aktie notierte am Freitagmorgen zwischenzeitlich sechs Prozent im Plus.

    Bisher geht Daimler von Rückgängen bei Absatz, Umsatz und Ergebnis im Vergleich zum Vorjahr aus. Das Betriebsergebnis taxierte Finanzvorstand Wilhelm für 2020 zuletzt auf einen niedrigen einstelligen Milliardenbetrag. Allerdings seien rund zwei Milliarden Euro an Sondereffekten, vor allem Rechtskosten im Dieselabgasskandal und für Restrukturierungen, zu erwarten.

    Verschärftes Sparprogramm

    Vorstandschef Ola Källenius hatte zuletzt schon mehrfach betont, dass es nach dem Tiefpunkt der Coronakrise mit Nachfrageabsturz und wochenlangen Produktionsstopps inzwischen wieder aufwärts geht. Vor allem in China habe der Markt wieder deutlich angezogen.

    Im dritten Quartal konnte Daimler weltweit mehr Autos verkaufen als im Vorjahresquartal. Aufs gesamte Jahr gerechnet, bleibt aber immer noch ein spürbarer Rückstand.

    Nach dem Ausbruch der Corona-Pandemie hatte Källenius sein ohnehin geplantes Sparprogramm nochmals verschärft, um in der Krise das Geld zusammenzuhalten. Zusammen mit den Kostensenkungen schlug sich die Erholung im dritten Quartal vor allem in einem Mittelzufluss (Free Cash Flow) von 5,1 Milliarden Euro nieder. Im zweiten Quartal hatte dieser noch bei 685 Millionen Euro gelegen.

    Als kurzfristige Reaktion auf die Corona-Pandemie wird in bestimmten Bereichen die Arbeitszeit verkürzt. Zudem muss die komplette Belegschaft in Deutschland auf die jährlich gezahlte Prämie verzichten. Das sogenannte tarifliche Zusatzgeld wird automatisch in freie Tage umgewandelt. Und sein Smart-Werk im französischen Hambach will Daimler verkaufen.

    Auch langfristig soll die Gewinnschwelle deutlich nach unten gebracht werden – auch mit Einschnitten beim Personal. Betriebsbedingte Kündigungen sind zwar vom Tisch, dafür werden auf anderen Wegen Arbeitsplätze gestrichen.

    Källenius schraubt zudem auch weiter an der Strategie, will den Fokus komplett auf Elektroautos und zudem stärker auf Luxus und die jeweils oberen Enden der Segmente lenken, wo mehr Geld pro Auto zu verdienen ist.

    Mehr: Weniger Kleinwagen, mehr Rendite – die neue Daimler-Strategie ergibt Sinn. Ein Kommentar.

    • rtr
    • dpa
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