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Quartalszahlen BMW feiert dank China Rekordverkäufe

Auch Daimler legt im ersten Quartal beim Absatz zweistellig zu. Der Mangel an Chips bereitet den Autobauern aber immer mehr Probleme.
08.04.2021 Update: 08.04.2021 - 17:12 Uhr Kommentieren
In Europa lieferte der Konzern im ersten Quartal 239.000 Autos aus. Quelle: dpa
BMW Produktion

In Europa lieferte der Konzern im ersten Quartal 239.000 Autos aus.

(Foto: dpa)

München Die deutschen Premiumhersteller kommen schneller aus der Coronakrise als gedacht. Für das erste Quartal meldet BMW einen Rekordabsatz, auch Daimler ist deutlich im Plus. So legte die BMW Group inklusive der Marken Mini und Rolls-Royce um 33,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr zu und verkaufte weltweit 636.000 Autos, so viel wie nie zum Jahresauftakt.

Die Daimler-Marken Mercedes und Smart lieferten rund 590.000 Autos aus, 21,8 Prozent mehr als im Vorjahr. Im Vorjahreszeitraum verhagelte allerdings zum Teil der Lockdown in China und in Europa das Geschäft.

In China, dem mit Abstand wichtigsten Markt für die Konzerne, läuft das Geschäft wieder auf Hochtouren. BMW verdoppelte hier seine Verkäufe auf knapp 230.000 Autos, das entspricht dem Volumen aller europäischen Länder zusammen. Mercedes legte in China um 60 Prozent zu und setzt dort mehr als doppelt so viele Autos ab wie auf dem einst dominierenden US-Markt.

In Europa bleibt die Erholung mau, beide Unternehmen verharren etwa auf Vorjahresniveau. Allerdings hatte der Lockdown hier erst im zweiten Quartal zu größeren Einbrüchen geführt.

„Dieser Rekordabsatz unterstreicht unsere ambitionierten Wachstumsziele für dieses Jahr“, sagte BMW-Verkaufsvorstand Pieter Nota am Donnerstag. Kurz vor Ostern hatte Finanzchef Nicolas Peter bereits die Absatzprognose präzisiert, nach der BMW bei den Verkäufen eher am oberen Rand der in Aussicht gestellten Spanne von fünf bis zehn Prozent wachsen werde. Bei der Rendite im Autogeschäft sind sechs bis acht Prozent angepeilt. Damit wäre der Konzern im laufenden Jahr wieder auf dem Niveau von 2019.

Allerdings droht der Mangel an Halbleitern die Rekordfahrt zu bremsen. „Der gegenwärtige, weltweit bestehende Lieferengpass an bestimmten Halbleiterkomponenten hat sich im ersten Quartal ausgewirkt und wird den Absatz auch im zweiten Quartal beeinflussen“, erklärte Mercedes.

Bereits jetzt priorisieren die Autohersteller die Fertigung nach der Verfügbarkeit von Chips. Vorrang haben größere und damit renditestarke Modelle sowie Elektroautos und Hybride. Jeder zehnte weltweit ausgelieferte Mercedes hat bereits einen Elektroantrieb, BMW verdoppelte den Absatz seiner Stromautos. Elektroantriebe brauchen aber mehr Halbleiter als konventionelle Verbrennungsmotoren.

Deutlich mehr Elektroautos geplant

Dennoch wollen Mercedes und BMW in den kommenden Monaten ihre Abätze an Stromautos deutlich erhöhen. Zum einen will der Konkurrent Tesla noch in diesem Jahr an seinem neuen Standort in Brandenburg die Produktion aufnehmen. Zum anderen muss die Autoindustrie verschärfte Klimaziele in der EU erfüllen, die nur mit mehr Elektroantrieben zu schaffen sind.

BMW zieht deshalb das Tempo an. Noch in diesem Jahr soll der i4 in München produziert werden, der elektrische Zwilling der 3er-Reihe. Kurz darauf soll das Strom-SUV iX auf den Markt kommen. Bis 2023 folgen die elektrischen 5er und 7er sowie der iX1.

Auch Mercedes erhöht die Schlagzahl. Nach dem gerade vorgestellten EQA sollen in diesem Jahr noch die elektrische S-Klasse sowie die Modelle EQB und EQE eingeführt werden. Beide Marken wollen bis 2025 rund ein Drittel ihrer Verkäufe in Europa mit Elektroautos bestreiten.

Mehr: BMW in Ungarn – der Kampf um billige Arbeitskräfte verschärft sich

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