Quartalszahlen BMW legt Gewinnsprung hin

BMW startet mit guten Zahlen in das neue Jahr. Das Ergebnis vor Steuern legt rasant zu, in der Kernsparte Automobil geht die Rendite allerdings leicht zurück. Nun peilt der Konzern einen neuen Rekordwert an.
Update: 06.05.2014 - 08:36 Uhr Kommentieren
Im ersten Quartal verkauft sich der i3 von BMW wie erwartet gut. Quelle: AFP

Im ersten Quartal verkauft sich der i3 von BMW wie erwartet gut.

(Foto: AFP)

MünchenBMW hat trotz hoher Ausgaben für neue Modelle und Fabriken in den ersten drei Monaten des Jahres deutlich mehr Geld verdient. Entgegen der Erwartung vieler Experten kletterte der Gewinn des Autobauers zum Jahresstart um mehr als 11 Prozent auf fast 1,5 Milliarden Euro. „Die BMW Group ist stark in das neue Geschäftsjahr gestartet. Wir haben neue Bestmarken beim Absatz und Konzernergebnis vor Steuern in einem Auftaktquartal erzielt“, sagte BMW-Chef Norbert Reithofer am Dienstag in München. Beim Erzrivalen Audi hatten hohe Investitionen das Gewinnwachstum trotz Rekordverkäufen ausgebremst.

BMW verbuchte zwischen Januar und März ein Umsatzplus von knapp vier Prozent auf gut 18,2 Milliarden Euro. Das vergleichsweise überschaubare Plus ist vor allem dem starken Euro geschuldet. Viele Unternehmen bekommen diesen Effekt zu spüren. Der Umsatz, den sie in anderen Währungen erwirtschaften, ist angesichts des stärkeren, also teureren Euros nach der Umrechnung weniger wert. Weltweit verkaufte BMW zusammen mit den Marken Mini und Rolls-Royce gut 487 000 Autos, ein Plus von fast 9 Prozent und ein neuer Rekordwert für den Konzern. Im Gesamtjahr will BMW erstmals die Zwei-Millionen-Marke knacken.

In der Kernsparte Automobile stagnierte das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) allerdings bei 1,58 Milliarden Euro. Weil der Umsatz dank Rekordabsatzzahlen zulegte, ging die Rendite (Ebit-Marge) auf 9,5 Prozent zurück. Hohe Kosten für neue Antriebstechnologien, für Personal und der Preisdruck schlugen sich zu Buche. Mehr Gewinn fuhr BMW dagegen mit Motorrädern und Finanzdienstleistungen ein.

Das sind die Bestseller von BMW
Platz 10 - Mini Countryman - 84.888 verkaufte Fahrzeuge*
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Den Auftakt in der Reihe der zehn Bestseller von BMW macht der Crossover der kleinen Schwester. Der Absatz des Countryman ist im Vergleich zum Vorjahr um 24 Prozent gestiegen.

*Stand: Gesamtjahr 2017, Quelle: BMW Geschäftsbericht

Platz 9 - BMW 4er - 131.688 verkauft Fahrzeuge
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Den Auftakt in der Reihe der BMW-Modelle macht dieses Mittelklassefahrzeuge Der Absatz ist zwar um 1,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahr zurückgegangen. Das reicht aber noch für Platz neun.

Platz 8 - BMW X3 - 146.395 verkaufte Fahrzeuge
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Die Konkurrenz im Segment der kompakten SUVs wird immer enger. Durch die Umstellung auf das neue X3-Modell kam es 2017 zu einem Absatzrückgang um 6,8 Prozent.

Platz 7 - BMW X5 - 180.905 verkaufte Fahrzeuge
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Der dritte Generation des SUVs bleibt ein Verkaufserfolg. Im vergangenen Jahr stieg der Absatz des Modells um 8,8 Prozent.

Platz 6 - BMW 2er - 181.113 verkaufte Fahrzeuge
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In der Nomenklatur der Münchener ist der 2er eine der jüngsten Modellreihen. Das Coupé ging im März 2014 an den Start. Nach dem starken Start sanken 2017 die Verkaufszahlen allerdings um knapp acht Prozent.

Platz 5 - Mini Cooper - 194.070 verkaufte Fahrzeuge
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Egal welche Generation - der britische Klassiker hat sich längst zu einem der Bestseller der Münchener entwickelt. Im vergangenen Jahr sanken die Verkäufe aber um gut zwei Prozent.

Platz 4 - BMW 1er - 201.968 verkaufte Fahrzeuge
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2017 präsentierte BMW den Kompaktwagen erstmals mit Vorderradantrieb. Der Absatz des Modells stieg im vergangenen Jahr um satte 14,7 Prozent.

Der Blick in die Zahlen verrät, dass das Gewinnplus bei BMW mehrere Ursachen hat. Ein Großteil des Zuwachses dürfte dabei aus China kommen. Das dortige Geschäft mit dem Joint-Venture-Partner Brilliance fließt nicht direkt in die einzelnen Sparten ein, sondern wird im Finanzergebnis verbucht. Dadurch legte BMW beim Vorsteuergewinn um acht Prozent auf 2,17 Milliarden Euro zu.

Auf die kommenden Monate blickt BMW voller Zuversicht. Trotz der weiter hohen Investitionen soll der Vorsteuergewinn deutlich zulegen. Dabei setzen die Münchner auch auf viele neue Modelle. 16 Fahrzeuge bringt der Konzern in diesem Jahr an den Start. Zufrieden ist BMW weiter mit dem Start des Elektroautos i3. Allein im März seien 1000 der Stromer verkauft worden, die Produktion liefere derzeit rund 100 i3 pro Tag. Im ersten Viertel wurden weltweit 2022 Stück verkauft.

  • rtr
  • dpa
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