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Quartalszahlen Fiat-Chrysler-Aktie bricht ein

Fiat präsentiert schwache Quartalszahlen und kassiert seinen Ausblick. Ein schleppendes China-Geschäft belastet den US-italienischen Autobauer.
25.07.2018 Update: 25.07.2018 - 17:37 Uhr Kommentieren
Schleppende Verkaufszahlen in China machen Fiat-Chrysler zu schaffen. Quelle: AP
Fiat-Chrysler mit schwachen Zahlen

Schleppende Verkaufszahlen in China machen Fiat-Chrysler zu schaffen.

(Foto: AP)

Mailand Wegen enttäuschender Verkaufszahlen in China und einem schwachen zweiten Quartal muss Fiat-Chrysler seine Prognose für das Gesamtjahr nach unten schrauben. Statt eines Jahresumsatzes in Höhe von 125 Milliarden Euro rechnet der US-italienische Autobauer nur noch mit einem Umsatz zwischen 115 und 118 Millionen Euro. Das bereinigte operative Ergebnis (Ebit) werde zwischen 7,5 und acht Milliarden Euro liegen statt über 8,7 Milliarden Euro.

Nach Veröffentlichung der Zahlen brach der Aktienkurs von Fiat an der Mailänder Börse ein. Zwischenzeitlich verloren die Papiere mehr als zehn Prozent.

Überschattet wurde die Präsentation der Quartalszahlen von der Nachricht von Marchionnes Tod. Er war vor 14 Jahren an die Spitze von Fiat gerückt und hatte die italienische Marke vor dem Aus gerettet. Fünf Jahre später übernahm er den insolventen US-Autobauer Chrysler, den er später zu einer Ertragsstütze des Konzerns machte. Am Wochenende wurde Marchionne als Vorstandschef abgelöst, nachdem bei einer Operation Komplikationen aufgetreten waren und sich sein Gesundheitszustand überraschend verschlechtert hatte.

„Leider ist das, was wir befürchtet haben, eingetreten. Sergio Marchionne, ein Mann und Freund, ist fort“, sagte Fiat- und Ferrari-Präsident John Elkann laut einer Mitteilung. Italiens Staatspräsident Sergio Mattarella würdigte Marchionne als Visionär, der eine wichtige Seite der Geschichte der Industrie des Landes geschrieben, nie Konflikte gescheut und nie aufgehört habe, für seine Pläne zu kämpfen.

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    Im zweiten Quartal kletterte der Umsatz insgesamt um zwei Prozent auf 29 Milliarden Euro, das operative Ergebnis fiel hingegen um elf Prozent auf 1,66 Milliarden Euro. Unter dem Strich rutschte der Gewinn um gut ein Drittel auf 754 Millionen Euro ab.

    In der Telefonkonferenz mit Investoren und Journalisten mit dem neuen FCA-Chef und früheren Spitzenmann der US-Geländewagen-Tochter Jeep, Mike Manley, gab es am Mittwoch eine Schweigeminute. „Es gibt keinen Zweifel, dass Sergio ein sehr besonderer Mann war. Es ist eine sehr traurige und schwierige Zeit“, sagte 54-Jährige.

    In Gewerkschaften und in der Formel 1 war Marchionne als harter, kompromissloser Verhandlungspartner bekannt und nicht unumstritten. Der Jurist und Wirtschaftsprüfer war 2004 an die Fiat-Spitze gerückt, als das Turiner Unternehmen kurz vor der Pleite stand. Zehn Jahre später fädelte er die Übernahme des ebenfalls schwer angeschlagenen US-Rivalen Chrysler ein. In der Folge stieg der Wert der Aktie so stark wie bei keinem anderen Unternehmen der Branche.

    Marchionne wollte sich eigentlich 2019 von dem Posten bei Fiat verabschieden. Rückzugspläne bei Ferrari waren hingegen nicht bekannt. Neuer Ferrari-Chef wurde Louis C. Camilleri, der zuvor unter anderem leitende Positionen beim Tabakmulti Philip Morris innehatte und mit Teamchef Maurizio Arrivabene vertraut ist. Elkann folgte Marchionne als Ferrari-Präsident nach.

    • rtr
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