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Quartalszahlen Gewinn des BASF-Rivalen Sabic steigt deutlich

Der saudi-arabische Chemiekonzern Sabic verzeichnet im zweiten Quartal Rekordzahlen. An dem Erfolg will auch ein anderer saudischer Konzern teilhaben.
29.07.2018 - 13:11 Uhr Kommentieren
Der Sabic-CEO schweigt zu einer möglichen Beteiligung durch Aramco. Quelle: imago/ITAR-TASS
Yousef Abdullah Al Benyan

Der Sabic-CEO schweigt zu einer möglichen Beteiligung durch Aramco.

(Foto: imago/ITAR-TASS)

Riad Der saudi-arabische Chemiekonzern und BASF-Konkurrent Sabic hat im zweiten Quartal 2018 einen Gewinnzuwachs von mehr als 80 Prozent verzeichnet. Der größte Chemiekonzern des Nahes Ostens profitiert von höheren Verkaufspreisen und gestiegenen Absatzmengen.

Der Nettogewinn stieg auf umgerechnet 1,5 Milliarden Euro nach 840 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum. Der Umsatz legte um 26 Prozent auf 9,85 Milliarden Euro zu. Grund für die enormen Steigerung sei laut Firmenangaben auch eine „strategische Umstrukturierung“. Dadurch seien die Kosten um mehrere Hundert Millionen Dollar gesenkt worden.

Der staatliche Ölkonzern Saudi Aramco hatte Anfang des Monats angekündigt, eventuell dem saudischen Staatsfonds Sabics-Anteile kaufen zu wollen. Aramco will aber keine freigehandelten Aktien des Chemie-Produzenten erwerben.

Sabic-Konzernchef Yousef Abdullah Al Benyan wollte zu möglichen Anteilskäufen durch Aramco nichts sagen. Er ging auch nicht darauf ein, dass Aramco erstmals eine internationale Anleihe begeben könnte, um den Einstieg bei Sabic zu finanzieren.

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    Einstieg bei Clariant vor der Genehmigung

    Sabic geht davon aus, bis zum Ende des dritten Quartals die Genehmigung der Kartellwächter zu erhalten, einen Anteil am Schweizer Chemiekonzern Clariant erwerben zu dürfen, so Al Benyan. Sabic hatte im Januar verkündet, 24,99 Prozent des Konzerns erwerben zu wollen.

    Die Sabic-Aktie hat an der saudischen Börse in diesem Jahr 27 Prozent zugelegt. Dabei profitierte das Unternehmen auch davon, dass Saudi-Arabien bald in den Schwellenländer-Index des Anbieters MSCI aufgenommen werde. Sabic-Konkurrent BASF hatte für das zweite Quartal einen leichten Umsatzanstieg auf 16,8 Milliarden Euro gemeldet, bei ebenfalls 1,5 Milliarden Euro Gewinn nach Steuern.

    • Bloomberg
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