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Quartalszahlen Mercedes und Audi bringen BMW in Bedrängnis

Wie sich das Bild innerhalb eines Jahres gewandelt hat: Mercedes und Audi haben ihre Halbjahreszahlen bereits vorgelegt - und damit geglänzt. Als letzter der drei deutschen Premiumautobauer veröffentlicht an diesem Dienstag BMW seine Ergebnisse. Die Münchener haben eine Steigerung ihrer Profitabilität auf mehr als fünf Prozent angekündigt. Das reicht aber nicht, um mit den Rivalen mitzuhalten.
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Auch mit dem Concept Car Gran Coupe will BMW wieder so profitabel werden wie Mercedes und Audi.

Auch mit dem Concept Car Gran Coupe will BMW wieder so profitabel werden wie Mercedes und Audi.

DÜSSELDORF. Daimler hat für seine Pkw-Sparte im zweiten Quartal eine operative Rendite von 9,8 Prozent erwirtschaftet, im gesamten Halbjahr waren es 8,5 Prozent, Audi erreichte im ersten Halbjahr einen Wert von 7,6 Prozent. Dennoch spricht Willi Diez, Leiter des Instituts für Automobilwirtschaft in Geislingen/Steige, von einem "Kopf-an-Kopf-Rennen" zwischen Mercedes, BMW und Audi. "Sie schweben alle auf Wolke sieben und profitieren von den gleichen Märkten." In Deutschland dagegen läuft es weniger rund, dort müssten alle drei kämpfen.

Beim Blick auf die Zahlen könnte glatt in Vergessenheit geraten, in welcher Krise sich die Autobauer und dabei ganz besonders die Premiumhersteller vor Jahresfrist befanden. Am übelsten erwischt hatte es Daimler. Die Mercedes-Mutter machte damals allein im zweiten Quartal einen operativen Verlust von mehr als einer Mrd. Euro. Ein Jahr später ist daraus ein Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) von 2,1 Mrd. Euro geworden. "Die Nachwehen des Daimler-Chrysler-Deals waren an allen Ecken und Enden zu spüren", sagt Diez. Außerdem ist Mercedes ihm zufolge bei der Modelpalette hinterhergehinkt und hatte zu viel Personal.

Etwas besser standen die beiden bayerischen Rivalen da. So habe die Entwicklung in China Audi schon im vergangenen Jahr geholfen. "BMW hat seine Hausaufgaben immer gemacht, war schlank aufgestellt und hat die richtigen Autos zur richtigen Zeit auf den Markt gebracht", so Diez.

Nun ist Daimler eindrucksvoll in die Gewinnzone zurückgekehrt und übertrifft die Konkurrenz sogar bei der Profitabilität. "Daimler hat an den richtigen Stellschrauben gedreht", lobt Diez. Auch im Lkw-Geschäft gehe es aufwärts. Wenn sich die positive Entwicklung in China und den USA fortsetzt, traut Stefan Bratzel, Leiter des Center of Automotive an der Fachhochschule der Wirtschaft Bergisch Gladbach, Daimler sogar zu, die zuletzt auf sechs Mrd. Euro erhöhte Ebit-Prognose für das Gesamtjahr zu übertreffen und einen operativen Gewinn von bis zu acht Mrd. Euro einzufahren. Und das nachdem Analysten noch im März lediglich 2,8 Mrd. Euro erwartet hatten. Er bescheinigt den Schwaben "deutliche Erkenntnisgewinne: Sie haben gelernt, Modulbaukästen zu entwickeln."

Die Einschätzung von Konzernchef Zetsche, der zufolge bei den Kostenstrukturen kein Konkurrent besser ist, teilt Diez aber nicht: "Daimler liegt immer noch hinter den Rivalen zurück." Einige Probleme mit den Kosten bestünden fort, zum Beispiel im Vertrieb.

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