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Quartalszahlen Merck sieht Erholung im Chemiegeschäft

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Nach wie vor können die Darmstädter die Schwächen der Chemiesparte mit einem starken Pharmageschäft zumindest teilweise auffangen. Das Geschäft mit verschreibungspflichtigen Medikamenten ist relativ konjunkturunabhängig. Merck zählt mit einem währungsbereinigten Zuwachs von 9,4 Prozent auch weiterhin zu den wachstumsstärksten Konzernen der internationalen Pharmariege, ebenso wie Roche und Novartis. Der zweite große börsennotierte Pharmakonzern in Deutschland, Bayer, wird am Mittwoch seine Quartalszahlen vorlegen. Hier erwarten Analysten ebenfalls deutlich unterschiedliche Entwicklungen der Geschäftssparten: Während das Gesundheitsgeschäft stark und das Pflanzenschutzgeschäft solide gelaufen sein soll, rechnen die Analysten mit einem Einbruch bei dem Geschäft mit klassischen Kunststoffprodukten, der insgesamt den Ertrag deutlich schmälern dürfte.

Merck konnte dank seiner erfolgreichen Pharmasparte Merck-Serono den Umsatz im ersten Quartal mit 1,9 Mrd. Euro nahezu unverändert auf dem Vorjahresniveau halten. Währungseinflüsse hatten insgesamt betrachtet mit 0,4 Prozent Anteil keine große Bedeutung.

Das operative Ergebnis sank um 45 Prozent auf 198 Mio. Euro. Im Vorjahresquartal hatten die Flüssigkristalle noch ein Drittel zum Ergebnis beigetragen, jetzt sind es noch sechs Prozent. In der Pharmasparte sorgten zudem Mehrausgaben für Forschung und Entwicklung und auch gestiegene Marketing- und Vertriebskosten für einen leichten Rückgang des operativen Ergebnisses.

Unter dem Strich verdiente Merck von Januar bis März 56,7 Mio. Euro und damit mehr als drei Viertel weniger als im ersten Quartal 2008. Das liegt wesentlich an Rückstellungen in Höhe von 70 Mio. Euro, um mögliche Kosten im Zusammenhang mit dem Schuppenflechtemittel Raptiva abdecken zu können. Merck hatte die Marktzulassung des Medikaments ausgesetzt, weil bei Patienten schwere Nebenwirkungen festgestellt wurden.

Die beiden größten Medikamente von Merck sind das Krebsmittel Erbitux und Rebif gegen Multiple Sklerose. Beide Produkte legten jeweils zweistellig zu.

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