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Quest-Lebensmittelzusätze überraschend verkauft Chemiegruppe ICI gibt Geschäfte an Kerry ab

Das britische Spezialchemieunternehmen ICI Plc. verkauft für 440 Millionen Dollar einen Teil seiner Geschäfte mit Lebensmittelzusätzen an die irische Kerry Group Plc.
  • Andreas Bohne (Handelsblatt)

DÜSSELDORF. ICI teilt damit seine Food- Sparte Quest, über deren Verkauf seit Monaten spekuliert wird, deren Aufgabe das Management aber vor Analysten noch Ende Februar entschieden abgelehnt hatte. Mit den Erlösen werden ICI seine Schulden reduzieren, kündigte Vorstandschef John McAdam an.

Der Deal bringt dem Chemiekonzern nach Abzug von Steuern rund 365 Mill. $ ein. Das ist deutlich mehr, als Analysten erwartet haben. Dafür, dass die Margen des verkauften Geschäftes im Branchenvergleich relativ niedrig lägen, sei der Preis positiv, sagte Oppenheim-Analyst Jürgen Reck.

Der Verkauf umfasst die Quest- Geschäftsfelder Emulgatoren, Eiweiße, Hydrocolloide, Hefe, Enzyme und Bakterienkulturen. Sie trugen im vergangenen Jahr rund 255 Mill. $ zu den 1,27 Mrd. Euro Umsätzen und 30 Mill. $ zu den 83 Mill. $ betrieblichen Gewinnen der gesamten Sparte bei. Den Rest von Quest will McAdam kräftig rationalisieren. Die Sparte soll sich künftig auf die Produktion von Aromen und Duftstoffen für die Lebensmittel- und Kosmetikindustrie konzentrieren.

Doch ist die überraschende Abgabe der Quest-Teile wohl auch von Geldbedarf ausgelöst. Den Konzern drücken mehr als 4 Mrd. $ Schulden mit Fälligkeiten unter einem Jahr, dazu gut 2 Mrd. $ länger laufende Verbindlichkeiten. Und nach dem Analystentreffen im Februar wurde bekannt, dass ein mehr als 1 Mrd. $ großes Loch die Bilanz weiterhin verschandelt.

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