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Radpanzer und Sturmgewehre Die Polizei rüstet auf

Hamburg hat seit Montag einen gepanzerten Transporter für die Polizei. Andere Bundesländer wollen angesichts der Terrorgefahr nachziehen. Für die Waffenindustrie eröffnet das einen ganz neuen Markt.
14.11.2016 - 15:27 Uhr 27 Kommentare
Die Hamburger Polizei rüstet für 4,5 Millionen Euro auf. Quelle: dpa
Radpanzer Survivor mit SEK-Beamten

Die Hamburger Polizei rüstet für 4,5 Millionen Euro auf.

(Foto: dpa)

Hamburg Massiv steht das dunkelblaue Fahrzeug mit dem Kennzeichen „HH 7449“ auf dem Gelände der Hamburger Polizeiakademie. Knapp zehn Tonnen schwer, gepanzert gegen Beschuss aus Sturmgewehren, bis zu 100 Stundenkilometer schnell: Hamburgs Innensenator Andy Grote (SPD) stellte am Montag als erster Polizeiminister den Radpanzer „Survivor I“ vor – im Paket mit neuen Sturmgewehren, Helmen und Schutzwesten.

Die deutsche Polizei rüstet auf. Das bedeutet Aufträge für Unternehmen, die bislang vor allem Streitkräfte ausrüsten. Allein in Hamburg, nach Bevölkerungszahl viertkleinstes Bundesland, fließen 4,5 Millionen Euro in die militärähnliche Ausstattung, zu einem großen Teil zusätzlich zu den regulären Ausrüstungs-Ausgaben der Polizei. Denn die neue Ausrüstung löst keine alten Fahrzeuge ab – bislang war Kriegsgefährt in der Polizei schlicht nicht nötig. Auch Berlin und Sachsen haben bereits angekündigt, einen Survivor-Wagen anschaffen zu wollen.

Mit der „neuen, etwas robusteren Ausrüstung“ könne die Polizei bei Terror- oder Amok-Lagen „alles Notwendige ohne die Bundewehr tun“, sagte Grote. Dass Hamburg die Ausrüstung früher als andere Bundesländer vorstellt, hat einen Grund: Im Dezember findet in der Stadt der OSZE-Gipfel statt, im Juli kommt unter anderem der künftige US-Präsident Donald Trump zum G20-Gipfel. Zwar soll die neue Ausrüstung laut Grote nicht gegen die Demonstranten eingesetzt werden, für die bereits Haftplätze frei gemacht werden, doch könnten die Gipfel auch Terroristen anziehen.

Die Polizei müsse auf ein Szenario wie bei den Anschlägen von Paris vor einem Jahr vorbereitet sein, betonte Polizeipräsident Ralf Martin Meyer. „Wir wissen nicht, was auf uns zukommt und in welcher Dimension es auf uns zukommt“, sagte er. Konkret werden 70 Streifenwagen mit Schutzwesten und Helmen der höchsten Schutzklasse sowie mit Maschinenpistolen ausgerüstet. Damit sollen die Polizisten schnell bei Anschlägen und Amokläufen eingreifen können.

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    Wohin Deutschland die meisten Waffen exportiert
    Rüstungs-Export
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    Im ersten Halbjahr 2016 hat die Bundesregierung Waffenausfuhren im Wert von insgesamt 4,03 Milliarden Euro genehmigt. Damit wird das Rekordhoch des ersten Halbjahres 2015 im Wert von 3,5 Milliarden Euro noch übertroffen.

    (Foto: dpa)
    Munition
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    Insbesondere die Ausfuhr deutscher Munition für Kleinwaffen – etwa für Gewehre und Maschinenpistolen – an Nato-Länder stieg mit 268 Millionen Euro im Vergleich zum Vorjahr.

    (Foto: dpa)
    Platz 7: Vereinigte Arabische Emirate
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    Unter den Abnehmerländern deutscher Rüstungsexporte belegen die Vereinigten Arabischen Emirate Platz sieben. Im Wert von rund 84 Millionen Euro wurden dorthin Rüstungsgüter exportiert.

    Quelle: Rüstungsexport-Halbjahresbericht des Bundeswirtschaftsministeriums

    (Foto: Reuters)
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    Auf Platz sechs finden sich die Niederlande. Das EU-Land hat für 102 Millionen Euro Rüstungsgüter aus Deutschland importiert.

    (Foto: dpa)
    Platz 5: Schweiz
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    Die Schweiz liegt mit mehr als 117 Millionen Euro an Rüstungsimporten auf Platz fünf. Geordert haben die Eidgenossen unter anderem elektronische Ausrüstung zur Kommunikation und Navigation.

    (Foto: obs)
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    Mit 200 Millionen Euro liegt Südkorea auf Platz vier. Deutschland exportierte unter anderem Teile für U-Boote, Kampfschiffe und Kampfpanzer in die ostasiatische Republik.

    (Foto: dpa)
    Platz 3: Saudi-Arabien
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    Saudi-Arabien hat deutsche Rüstungsgüter im Wert von knapp einer halben Milliarde Euro gekauft und liegt damit auf Platz drei – wie im Jahr zuvor. Das Königreich hat unter anderem Hubschrauber und Bodengeräte importiert.

    (Foto: dpa)

    Erstmals werden auch die Sondereinsatzkommandos mit Sturmgewehren ausgerüstet, die bislang nur den Spezialeinheiten vorbehalten waren. Die mobilen Einsatzkommandos bekommen 50 zusätzliche Ausrüstungssets aus Helmen und Westen. Sie sollen auch das neue gepanzerte Allradfahrzeug benutzen, um unter Beschuss an den Einsatzort fahren zu können – für einen Gegenangriff, Geiselbefreiung oder um Verletzte zu bergen.

    Meyer sagte, die Polizei präsentiere die neue Ausrüstung bewusst offensiv: „Das ist ein Signal.“ Im Alltag bleibe die Hamburger Polizei dagegen zivil, werde etwa den Demonstranten bei den Gipfeltreffen in normaler Uniform statt in Kampfmontur entgegentreten.

    Von dem neuen Sicherheitsbedürfnis profitieren Hersteller von Waffentechnik. „Man kann sich vorstellen, dass wenn 16 Bundesländer, der Bund und die Polizeibehörden anderer europäischen Länder neue Ausrüstung bestellen, die Produzenten wenig falsch machen können“, formulierte das Polizeipräsident Meyer. „Im Moment gibt es eine riesige Nachfrage.“

    Lieferengpässe wegen hoher Nachfrage
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    27 Kommentare zu "Radpanzer und Sturmgewehre: Die Polizei rüstet auf"

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    • Herr Robbie McGuire,

      Der Ausdruck 'Youth Bulge' ist nur eine These des Herrn Prof. Dr. Dr. Heinsohn.

      Und wer sagt uns, dass es eine bleibt?

      Du kannst dann hier in Deutschland bleiben. Ich wäre dann mal weg. Ich weiß zwar nicht ob überhaupt und wann, bin aber entsprechend früher als andere in den Startlöchern. Ganz bestimmt!

      Nicht umsonst versucht der Innenminister an die Kohle dieser Lambo und Ferrarifahrer mit einem neuen Gesetz heranzukommen.

      Das Kind ist aber schon vor 30 Jahren in den Brunnen gefallen. 30 Jahre entwickelt sich das Multikultiprogramm in die falsche Richtung und in vielen Gebieten und Stadtteilen des Landes. Nur durch die Bildung einer Segregation ist bei den meisten Bürgern im Lande noch nichts angekommen und vielen, vielen nichts bewußt.

      Merke: Wenn nichts mehr geht und die Politik reagiert, ist es oft schon zu spät.
      Und die Polizei ist immer erst dann vor Ort, wenn schon alles beendet ist.

      Und stelle Dich dann der Frage deiner Kinder und Enkel, wenn sie dich fragen, warum du das alles zugelassen hast.

      Ich hoffe, dass sie diese Frage niemals an uns stellen müssen.

    • Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich.http://www.handelsblatt.com/netiquette

    •  Und der Clou ist, dass die größten Ganoven ihre Boliden namens Lambo, Ferrari, AMG und Porsche auf den Berliner Straßen, vornehmlich in Berlin-Wedding ausfahren und die Exekutive hinterherschauen muß bzw. mit einem "Kleinstwagen" hinterher fährt.

      Ganz bestimmt ist das Geld für diese Boliden aus den Transferleistungen namens Hartz IV gespart worden.

      Und wenn sie dann noch angepöbelt, bespuckt und krankenhausreif geschlagen werden, scheint die Frustrationstoleranz und die Motivation dieser Polizisten am Ende angelangt zu sein.

      Die Politik hat dies ganz "offensichtlich" wenigstens erkannt hat und versucht nun die Motivation der Gewerkschaft und den Vorgesetzten dieser Polizisten auf der Straße mit mehr "Personal" wieder anzuheben.

      Wir werden sehen, wie in Deutschland sich die Kriminalität und der Terror in absehbarer Zeit weiter entwickeln wird.

      Wer sich anderes erhofft, hat von der Realität keine Ahnung und ist meilenweit von ihr entfernt. Genauso wie ein bekannterr Terrorismusexperte des Landes, dem noch keine Frau mit einem Niqap begegnet ist.

      So oder so ähnlich dürfte es auch der politischen Klasse/Prominenz ergehen, die weit weg genug von der Realität in ihrem Elfenbeinturm mit entsprechendem Sicherheitspersonal untergebracht und der Bevölkerung sagen wollen, was die Realität ist. Ein Niqab und....und.....und....u.v.m. noch nie gesehen!

      Die Realität entmachtet die Vorstellungskraft. Von J. Vogt Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich.http://www.handelsblatt.com/netiquette

    • Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich.http://www.handelsblatt.com/netiquette

    • Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich.http://www.handelsblatt.com/netiquette

    • Ich habe heute mir heute zu verschiedenen Artikeln die Kommentare angesehen, bei einem mich auch intensiver als sonst beteiligt. Was habe ich als Resümee gezogen aus den Kommentaren: Deutschlands steht am Abgrund dank den aktuellen Politikern. Wenn ich auch diese Einschätzung hätte, würde ich mich auf dem schnellsten Wege in das Eldorado namens Trump- oder Putin-Land machen. Ich gehe mal davon aus, dass keiner der täglich Kommentierenden diesen Schritt unternommen hat. Sollte doch der ein oder andere diesen Schritt in der Vergangenheit umgesetzt haben oder in Kürze umsetzen, meine Hochachtung, dass ist konsequent. Für mich kommt ein derartiger Schritt nicht infrage. Natürlich ist in Deutschland nicht alles Gold, was glänzt. Aber das ist ja nichts Neues, das war schon immer so. Mir und meiner Familie geht es jedenfalls prächtig.

      Allen, die täglich sich wieder mit Kommentaren melden, weiterhin angenehmes Kommentieren. Vielleicht fallen dem Einen oder Anderen stilistische Verbesserungen ein, damit unterirdische Kommentare eher die Ausnahme sind.

      Ich verabschiede mich erst einmal für die nächsten fünf Monate, es gibt für mich Wichtigeres, z. B. jungen Menschen aus Problemfamilien in Deutschland zu helfen. Das gilt sowohl für junge Deutsche als auch für Migrantenkinder. Ob ich nach fünf Monaten mich einmal wieder mit einem Kommentar melde, entscheide ich dann.

      good bye

    • Also in jüngeren Jahren war die Vinylbar oder Henrys Pinte in Frankfurt ganz lustig
      Herr J. Schwarz Sie sind zu empfindlich für Frankfurt.

    • Lektürenempfehlung:

      Nur für Politker geeignet!

      <https://www.berlin.de/polizei/polizeimeldungen/>

    • Herr Grande,

      es ist kein Comic, wie sie es schon richtigerweise angedeutet haben.

      Wenn 10 Polizisten in einer Hauptstadt in Europa von einem einzigen Familienclan auf den Boden niedergerungen werden und -sowie am Wochenende geschehen- zwei Deutsche !? und einem türk. Doppelpass (Vater und Sohn) alleine 10 Polizisten in das Krankenhaus befördert haben, ist das alleine schon ein Comic.

      Da braucht man nicht mehr die Uhr auf die letzte Silvesternacht in Kölle u.a. zurückzudrehen.

      Über die Judikative und die Legislative wird aus dem Milieu schon lange gelacht.

      Jetzt ist es auch noch die Exekutive. das ist die letzte Bastion des Staates, die schon längstens eingenommen worden ist.

      Dabei sprechen wir noch nicht vom radikalen IS-Terror in Deutschland, der mittelbar immer das Land jetzt und auch in Zukunft uns, unsere Kinder und Enkelkinder bedrohen wird.

      Diese Art der Politik und des Staatsversagens wird in Zukunft immer mehr in der Bevölkerung mit seinen Opfern zu spüren sein. Nicht umsonst wird es Randparteien geben, die weiter aufblühen werden. Es ist dann die Retourkutsche der Bevölkerung an die 'versagenden Staatsorgane'.

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