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Razzien an elf Standorten Droht Daimler eine Abgasaffäre?

230 Polizisten und 23 Staatsanwälte haben Standorte von Daimler durchsucht. Mehrere Mitarbeiter stehen wegen möglicher Diesel-Abgasmanipulationen unter Verdacht. Droht den Stuttgartern eine Abgasaffäre wie Volkswagen?
23.05.2017 Update: 23.05.2017 - 15:25 Uhr 7 Kommentare
Eine Frau poliert das Daimler-Logo: Das Image der Stuttgarter ist wegen möglicher Abgasmanipulationen angekratzt. Quelle: dpa
Daimler

Eine Frau poliert das Daimler-Logo: Das Image der Stuttgarter ist wegen möglicher Abgasmanipulationen angekratzt.

(Foto: dpa)

Ein Großaufgebot an Ermittlern hat am Dienstag den Autobauer Daimler durchsucht. 23 Staatsanwälte und 230 Polizisten sicherten an elf Standorten in mehreren Bundesländern Beweismittel. Es bestehe der „Verdacht des Betrugs und der strafbaren Werbung im Zusammenhang mit der Manipulation der Abgasnachbehandlung an Diesel-PKW“,  erklärte die Beamten am Mittag.

Daimler bestätigte die Durchsuchungen, wollte die Aktion aber nicht weiter kommentieren. Der Konzern kooperiere vollumfänglich mit den Behörden. Die Staatsanwaltschaft Stuttgart ermittelt seit Ende März gegen namentlich bekannte und unbekannte Mitarbeiter. Vorstände seien nicht betroffen, hieß es am Nachmittag aus Stuttgart.  

Das sind die Bestseller von Daimler
Starke Absatzzahlen
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Beim Stuttgarter Autobauer läuft es rund: Dank neuen Bestwerten beim Absatz hat der Autobauer Daimler auch bei Umsatz und Ergebnis noch einmal deutlich zugelegt. 2017 verbuchte Daimler einen Umsatz von 164,3 Milliarden Euro – sieben Prozent mehr als im Jahr zuvor. Lagen die Stuttgarter 2012 noch hinter den Rivalen aus München und Ingolstadt, so ist die Marke Mercedes jetzt mit 2,2 Millionen verkauften Autos 200.000 Einheiten vor BMW und 400.000 Stück vor Audi. Die Bestseller im Überblick.

(Foto: Reuters)
Kompaktklasse
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2017 war mehr als jedes vierte verkaufte Fahrzeug bei Mercedes-Benz ein Kompaktwagen – insgesamt 620.000 Mal wurde ein Wagen aus dieser Kategorie verkauft. Dazu gehören beispielsweise die A-Klasse (im Bild) und die B-Klasse.

(Foto: Pressefoto Daimler)
Kompaktklasse
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Wachsen konnte Mercedes Benz im Kompakt-Segment auch, weil die Marke die Modellpalette um Autos wie die Limousine CLA, den CLA Shooting Brake (im Bild) oder den SUV GLA erweitert hat. Die beiden größten Märkte für Kompaktwagen waren Deutschland und China.

(Foto: Pressefoto Daimler)
Mittelklasse
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Der Bestseller bei Mercedes ist allerdings das Mittelklasse-Modell C-Klasse: Die Limousine und das T-Modell wurden insgesamt 450.000 Mal verkauft. Ein Viertel ging auf die Langversion der C-Klasse Limousine zurück, ein Modell, das ausschließlich in China gebaut und verkauft wird.

(Foto: Pressefoto Daimler)
Obere Mittelklasse
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Auch die neuen Modelle der Mercedes E-Klasse haben in ihrem ersten Verkaufsjahr Rekorde gebrochen. Nie war die E-Klasse so beliebt wie in den vergangenen zwölf Monaten – 350.000 Mal wurden die Limousine und das T-Modell verkauft. Daimler schaffte es, mit den neuen Modellen eine Absatzsteigerung von 40 Prozent zu erzielen. Größter Abnehmer der Limousine ist China, dort wurden die Verkäufe sogar verdoppelt.

(Foto: dpa)
SUV
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Stärkste Produktkategorie ist bei Daimler – wie auch im Vorjahr – das Segment SUVs: Die Beliebtheit der Geländewagen stieg weiter stark an. 850.000 SUVs konnte der Konzern absetzen. Mit 14 Prozent Absatzwachstum trugen die SUVs maßgeblich zum Verkaufserfolg der Marke bei.

(Foto: Pressefoto Daimler)
SUVs
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Getrieben wurde das Wachstum in dem Segment vor allem durch starke Verkäufe der Kompakt-SUVs. Bestseller waren die Modell GLC (im Bild) und GLA, die auf den Plattformen der C-Klasse und der A-Klasse basieren.

(Foto: Pressefoto Daimler)

Daimler steht wie der Rest der Branche wegen möglicher Abgasmanipulationen unter Druck. Die Stuttgarter beteuern stets, in Sachen Diesel nicht betrogen zu haben. Tatsächlich aber sieht sich Daimler immer massiveren Forderungen von Behörden und Verbrauchern ausgesetzt, weil sich die tatsächlichen Abgaswerte von denen auf den Prüfständen stark unterscheiden.

So ruft der Konzern seit Mitte 2016 in Deutschland 247.000 Autos mit auffälligem Abgasverhalten zurück. In den USA sieht sich Daimler einer Sammelklage von Autobesitzern ausgesetzt, die wegen hoher Emissionen ihrer Dieselfahrzeuge klagen. Das US-Justizministerium hat den Konzern bereits um Aufklärung gebeten und Unterlagen über die Zertifizierung angefordert. In Stuttgart verlangen die Behörden von Daimler und anderen Autohersteller die Nachrüstung älterer Dieselfahrzeuge, da sonst ein Fahrverbot droht.

Die Hausdurchsuchungen erhöhen nun den Druck auf Daimler. Neben den Stuttgartern ist auch der VW-Konzern im Visier der Ermittler. Die Staatsanwaltschaft München hatte bereits im März die Audi-Zentrale in Ingolstadt sowie die VW-Zentrale in Wolfsburg durchsucht um Hinweise für die Urheberschaft des Abgasbetruges zu finden. Zudem laufen Verfahren gegen führende VW-Manager wegen des Verdachts, die Kapitalmärkte zu spät über den Abgasbetrug informiert zu haben. 

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7 Kommentare zu "Razzien an elf Standorten: Droht Daimler eine Abgasaffäre?"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • Das hätten Sonderschüler wesentlich kostengünstiger für uns Steuerzahler hinbekommen.

  • Das kommt davon, wenn man Werbung mit ein paar Halbwahrheiten machen muß, um im Geschäft zu bleiben. Immer mehr, immer höher, immer weiter. Die Cleverles der Welt werden weiter zugreifen um hier und da ein paar Mrd. aus den Firmen der BRD herausleiern. Bald werden sämtliche große Firmen in ausländischer Hand sein. Unsere Politiker schaffen weiter die Voraussetzungen dafür, durch hanebüchene Gesetze und Ansichten in Umweltschutz, Energiepolitik und Migrationsvorstellungen, den Karren BRD vollständig gegen die Wand zu fahren.
    Das hätten Sonderschüler wesentlich kostengünstiger für uns Steuerzahler

  • Klasse! Dann gibt es demnächst die Daimleraktien wieder im Sonderangebot!

  • Es hatte lange gedauert, aber mit dem konsequenten Umweltschutz unserer Tage, wird sich in Kürze die Erkenntnis durchsetzen: ER HATTE DOCH RECHT!

    http://www.peter-wiegel.de/KlaberFraktur.html

    Die Frage: Hatte ER auch an die Methan-Emissionen gedacht und könnte dies das nächste Betätigungsfeld unserer Steuerpolitik werden, wenn die Umstellung der Mobilität auf Equus ferus caballus erst wieder vollzogen st?

    Fragen über Fragen!

  • @ Herr Query

    Ich denke nicht das der Diesel verboten gehört. Er ist immer noch einer der effektivsten Antriebsarten. Sie glauben doch nicht wirklich das sich etwas an der Feinstaubbelastung bzw. der allgemeinen Luftverschmutzung ändert wenn der Diesel verboten wird.
    Das ist doch alles nur ausgedacht. Hat sich seit der Einführung der Grünen Plakette etwas nennenswert geändert? NEIN!

    Sollte der Diesel komplett verboten werden, dauert es sicherlich nicht lange bis es den Benzinern an den Kragen geht.

    Es braucht jetzt auch keiner mit dem Argument kommen, dass ein Diesel stinkt. Moderne Diesel stinken nicht intensiver als ein normaler Benziner.

  • >> " Daimler: Ermittler durchsuchen mehrere Standorte" >>

    BlueEFFICIENCY läßt grüßen !

    Eine besonders dreiste Betrugserfindung vom Daimler !

    DIESEL gehört VERBOTEN !


  • Ich empfinde das als Aktionismus der Justiz.
    So große Aktionen gegen Drogenhandel, Kinderpornographie und gewerbmäßigen Einbruch vermisse ich. (oder sind medial nachrangig)
    Zudem ist es nach meiner Meinung einträglicher und einfacher die Unternehmen, die ja auch sofort kooperieren, aufzumischen.
    Bin gespannt wie schwer die Verbrechen von Daimler sind.


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