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Reaktion auf Katastrophe Daimler stoppt Japan-Produktion

Die Katastrophe in Japan zwingt deutsche Firmen zum Handeln: Wegen der heiklen Lage stoppte Daimler die Produktion seines japanischen Nutzfahrzeuggeschäfts. Der Autozulieferer Bosch flog erste Mitarbeiter aus dem Land.
14.03.2011 - 17:13 Uhr Kommentieren
Sprinter-Montage bei Daimler: Ein Großteil der Angehörigen deutscher Mitarbeiter ist auf dem Rückweg. Quelle: dapd

Sprinter-Montage bei Daimler: Ein Großteil der Angehörigen deutscher Mitarbeiter ist auf dem Rückweg.

(Foto: dapd)

Stuttgart Daimler hat wegen der Erdbebenkatastrophe in Japan die Produktion seines japanischen Nutzfahrzeuggeschäfts gestoppt. Auch die Verwaltung bei der japanischen Tochter Mitsubishi Fuso bleibe aus Sicherheitsgründen in dieser Woche geschlossen, sagte am Montag ein Unternehmenssprecher in Stuttgart.

Unter den 12.836 Mitarbeitern gebe es nach bisherigem Kenntnisstand keine Verletzten. Ein Großteil der Angehörigen deutscher Mitarbeiter sowie Dienstreisende seien schon auf dem Rückweg. „Wir haben bereits am Freitag ein Lagezentrum eingerichtet und beobachten die Situation rund um die Uhr sehr aufmerksam“, erklärte der Sprecher. „Dazu sind wir in ständigem Kontakt mit unseren Kollegen in Japan, anderen Unternehmen sowie dem Auswärtigem Amt und den lokalen Behörden.“

Weitere Einzelheiten zur Situation vor Ort und zum Zustand der Werke wollte der Stuttgarter Konzern nicht mitteilen. Ob Mitarbeiter aus der Krisenregion ausgeflogen werden, blieb ebenfalls weiter unklar.

Bosch fliegt Mitarbeiter aus

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    Beim weltgrößten Autozulieferer Bosch sind wegen der äußerst unsicheren Lage die ersten 200 Mitarbeiter und deren Angehörige aus Japan ausgeflogen worden. Der Stuttgarter Konzern hat 36 Standorte mit rund 8000 Beschäftigten in Japan. Neben Werken für die Fertigung gibt es auch Entwicklungs- und Vertriebsstandorte. „Zum Glück haben wir keine Toten oder Verletzte zu beklagen“, sagte ein Sprecher des Technologiekonzerns.

    Da es keine Brände in den Werken gegeben habe und die Schäden im Rahmen blieben, sei die Produktion zum größten Teil wieder hochgefahren worden. Die Höhe der Schäden könnten noch nicht abgeschätzt werden. „Wir stellen es unseren Mitarbeitern frei, ob sie bleiben wollen“, sagte der Sprecher.

    Es sei ein Krisenstab eingerichtet worden, an den sich die Beschäftigten und ihre Angehörigen rund um Uhr wenden können.

    • dpa
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