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Reaktionen auf Hartz-Rücktritt Rücktrittsangebot von Hartz wird begrüßt

Schröder sagte am Rande des G-8-Gipfels im schottischen Gleneagles dem Sender n-24, Hartz habe „sehr, sehr viel“ für das Unternehmen und für Deutschland getan. Alles weitere sei Sache des Unternehmens. Hartz war seit 1993 Arbeitsdirektor bei VW. Er war maßgeblich an wichtigen tarifpolitischen Abschlüssen bei dem Autobauer beteiligt - etwa an der Einführung der Vier-Tage-Woche, mit der Massenentlassungen vermieden wurden. Der 63-Jährige hat zudem wesentlich an den Arbeitsmarktreformen der Bundesregierung mitgewirkt, die seinen Namen tragen.

Niedersachsens Ministerpräsident Christian Wulff (CDU) begrüßte das Hartz-Angebot. „Ich bin für die Annahme des Rücktrittsgesuches mit sofortiger Wirkung“, sagte Wulff. „Das Unternehmensinteresse und vor allem die Sicherheit der Arbeitsplätze müssen alle anderen Überlegungen überragen“, sagte der CDU-Politiker, der für das Land Niedersachsen im Aufsichtsrat bei Volkswagen sitzt. Auch Landes- Wirtschaftsminister Walter Hirche (FDP) befürwortete den Rücktritt. „Es muss schnell ein Nachfolger gefunden werden“, sagte er der „Berliner Zeitung“. SPD-Landtagsfraktionschef Wolfgang Jüttner nannte den Schritt von Hartz „honorig“. VW müsse baldmöglichst aus den Schlagzeilen herauskommen.

IG Metall-Chef Jürgen Peters - stellvertretender VW-Aufsichtsrats- Chef - bedauerte in Bochum, „dass ein Mann wie Peter Hartz unter diesen Umständen seine Funktion zur Verfügung stellt.“ Hartz habe entscheidend zur Sicherung von Arbeitsplätzen bei VW beigetragen. Peters fügte allerdings hinzu: „Sollten sich Tatsachen ergeben, die ein persönliches Fehlverhalten zeigen, dann muss er dafür gerade stehen“.

Auch Bundeswirtschaftsminister Wolfgang Clement (SPD) bedauerte das Rücktrittsangebot. Es ändere nichts an seinen großen Verdiensten. „Er hat die Reformen um den Arbeitsmarkt in Deutschland maßgeblich vorbereitet und vorangetrieben“, sagte Clement. Für den 63-Jährigen gelte bis zur endgültigen Klärung die Unschuldsvermutung.

Der stellvertretende FDP-Partei- und Fraktionsvorsitzende Rainer Brüderle nannte den Rücktritt „überfällig“. Er bedeute einen tiefen Einschnitt „nicht nur für den Konzern, sondern auch für die rot-grüne Bundesregierung“, da deren Arbeitsmarktreformen eng mit dem Namen Peter Hartz verbunden seien.

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