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Rechtsstreit zwischen Batterieproduzenten VW und Ford fürchten in den USA Verzögerungen bei Elektroauto-Produktion

Der Rechtsstreit zwischen LG Chem und SK Innovation könnte Verzögerungen bei der Elektroauto-Produktion von VW und Ford in den USA verursachen.
21.07.2020 - 14:00 Uhr Kommentieren
Der Autobauer warnt vor „katastrophalen Lieferunterbrechungen“. Quelle: dpa
VW in den USA

Der Autobauer warnt vor „katastrophalen Lieferunterbrechungen“.

(Foto: dpa)

Seoul Die Autobauer Volkswagen und Ford befürchten wegen des Rechtsstreits zwischen den Batterieproduzenten LG Chem und SK Innovation (SKI) in den USA Verzögerungen bei der Elektroautoproduktion. In Stellungnahmen an die in dem Verfahren zuständige Internationale Handelskommission (ITC) setzten sie sich dafür ein, SKI die Fertigung von Batterien in der neuen Fabrik im US-Bundesstaat Georgia zu ermöglichen.

Sonst drohten „katastrophale Lieferunterbrechungen“, hieß es in der Stellungnahme von Volkswagen vom Mai an die ITC, die Reuters am Dienstag vorlag. Es dürfe durch mögliche Auflagen der Behörde nicht zu Kollateralschäden bei den Kunden von SKI kommen. Ford warnte, das verschärfe mitten in der Corona-Pandemie noch die Gefahr von Arbeitsplatzverlusten.

Hintergrund ist ein seit dem vergangenen Jahr tobender Rechtsstreit zwischen den beiden koreanischen Batterieherstellern. SKI hatte dem größeren Rivalen LG Chem den Auftrag von Volkswagen zur Lieferung von E-Auto-Batterien in den USA 2018 abgejagt. Anfang 2019 begann SKI den Bau einer 1,7 Milliarden Dollar teuren Fabrik in Georgia mit einer Kapazität von 200.000 Antrieben im Jahr. Von dort sollen ab 2022 Batterien an das rund 200 Kilometer entfernte VW-Werk in Chattanooga geliefert werden. Eine zweite Batteriefabrik zur Belieferung von Ford ist im Bau.

LG verklagte SKI vor der ITC im April 2019 mit dem Vorwurf, Geschäftsgeheimnisse gestohlen und gegen Patente verstoßen zu haben. Denn SKI hatte fast 80 Mitarbeiter für das Projekt von LG abgeworben. Das beklagte Unternehmen bestritt das mit Verweis auf Vereinbarungen, dass die gewechselten Beschäftigten keine Informationen des vorherigen Arbeitgebers nutzen dürften. Die ITC gab in einer vorläufigen Entscheidung im Februar LG Chem Recht. SKI könnte dann keine Teile für die Produktion in die USA einführen. Eine abschließender Spruch ist für den 5. Oktober angekündigt.

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    VW und Ford besiegelten im Juni ihre Zusammenarbeit bei Elektroautos. Der Wolfsburger Konzern bezieht von den drei großen koreanischen Herstellern - LG, SKI und Samsung - sowie von CATL aus China Batterien. Ford widersprach gegenüber der ITC der Behauptung von LG Chem, in den USA den Auftrag von SKI übernehmen zu können. Die Vorbereitungszeit dafür sei zu knapp.

    Mehr: Lieferzeiten von E-Autos: Diese Stromer sind sofort zu haben

    • rtr
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