Rede vor der Uno Irans Präsident pöbelt sich wirtschaftlich ins Abseits

Mahmud Ahmadinedschad hat heute Nacht erneut die Welt provoziert: Mit scharfen Angriffen sorgte er vor der Uno-Vollversammlung für einen Eklat. Solche Ausbrüche und das umstrittene Atomprogramm führen zu Sanktionen und die wiederum dazu, dass die Wirtschaft des Landes darbt. Immer mehr ausländische Konzerne wollen nichts mehr mit dem Iran zu tun haben – nun zieht sich auch Thyssen-Krupp zurück.
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Irans Präsident Mahmud Ahmadinedschad heute Nacht in New York: Keine entschudligende Geste. Quelle: DAPD

Irans Präsident Mahmud Ahmadinedschad heute Nacht in New York: Keine entschudligende Geste.

HB NEW YORK. Mahmud Ahmadinedschad hat es mal wieder geschafft, die Welt zu verärgern: Mit scharfen Angriffen auf den Westen hat der iranische Präsident in der Nacht für einen Eklat vor der Uno-Vollversammlung gesorgt. Als er die Opfer der Terrorangriffe vom 11. September 2001 gegen Opfer des Irakkrieges aufrechnete, verließen zahlreiche Diplomaten demonstrativ den Saal.

Zudem schob Ahmadinedschad den USA die Verantwortung für die Anschläge auf das World Trade Center vom 11. September 2001 zu. Die USA hätten die Angriffe auf das World Trade Center inszeniert, um den Verfall der amerikanischen Wirtschaft zu stoppen, sagte er. "Die Mehrheit der amerikanischen Bürger sowie viele Staaten und Politiker in der gesamten Welt stimmen dieser These zu", behaupteter frech. Bei den Anschlägen vor neun Jahren waren fast 3000 Menschen ums Leben gekommen.

Ahmadinedschad pöbelt mt solchen Reden sein Land weiter ins Abseits. Die Sanktionen werden schärfer, die iranische Wirtschaft leidet. Immer mehr Unternehmen in aller Welt ziehen die Konsequenzen aus solchen Reden und ziehen sich aus dem Iran zurück - trotz der hohen Gewinne, die ihnen durch die Lappen gehen. Jüngstes Beispiel ist Thyssen-Krupp: Der Vorstand des Konzerns wird ab sofort keine neuen Geschäfte mit iranischen Kunden abschließen. Damit "unterstützen wir die Sanktionspolitik der Bundesrepublik Deutschland, der EU und der USA", erklärte Vorstandschef Ekkehard Schulz. Laut Vorstandsbeschluss sollen auch in Iran bestehende Beteiligungen sowie laufende Projekte so schnell wie möglich beendet werden. Thyssen-Krupp ist seit 1976 im Iran aktiv.

Die Wirkung dieses Beschlusses war explosiv. Denn selbst der Thyssen-Aufsichtsrat war nicht über den Schritt informiert. "Ich war sehr überrascht, als ich die Meldung las", sagte ein Mitglied des Kontrollgremiums. "Da werde ich nachhaken." Schließlich sei Iran noch immer mit knapp 4,5 Prozent Großaktionär.

Thyssen ist nicht der erste Konzern, der sich aus dem Land zurückzieht, mit dem Deutschland traditionell enge Handelsbeziehungen pflegt. Zuvor hatten bereits die Münchener Rück, Linde und die Allianz ihren Abzug erklärt. Siemens kündigte im Januar an, keine Neuaufträge aus Iran mehr anzunehmen.

Das Kalkül der Manager: Sie wollen nicht ihr Amerika-Geschäft aufs Spiel setzen, nur um weiterhin Geschäfte mit den Mullahs und Präsident Mahmud Ahmadinedschad zu machen. Zu groß ist der politische Druck, vor allem aus den USA. Thyssen-Krupp setzt in Amerika jährlich 4,9 Milliarden Euro um - und künftig wird es noch mehr sein. Der Konzern baut in Alabama ein neues Stahlwerk. In Iran beläuft sich der Jahresumsatz auf weniger als 200 Millionen Euro.

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21 Kommentare zu "Rede vor der Uno: Irans Präsident pöbelt sich wirtschaftlich ins Abseits"

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  • Liebe Redaktion des ehrenwerten Handelsblattes,
    die Kommentare auf ihren bericht sind ja wohl eindeutig.
    Das trifft auch auf ca. 90% der Kommentare zu diesem Thema in der gesamten Mainstream Presse zu. Mir stellt sich in diesem Zusammenhang die Frage: Halten Sie einen Großteil der bevölkerung oder zumindest ihrer Leser für dämlich oder zu blöde um die Geschehnisse um 9/11 richtig einzuordnen oder wäre es nicht endlich an der Zeit den eigenen Standpunkt zu überdenken oder zumindest in Frage zu stellen?
    Wie kompetent werden sie wohl dastehen, wenn die Wahrheit über die Geschehnisse um die Attentate genauso aus "heiterem Himmel" über Sie hereinbrechen wird, wie es schon bei der Finanzkrise der Fall war. Obwohl so viele angebliche Krisenverschwörer diese präzise vorausgesagt hatten?
    Zumindest ein Aufruf zu einer unabhängigen und öffentlichen Untersuchung wäre so langsam doch angebracht und sei es nur um die vielen vielen Zweifler (Verschwörungstheoretiker) zu widerlegen.

  • Es lebe das Handelsblatt - die letzte bastion der Aufklärung in der deutschen Medienlandschaft.

    Die Sprengung der 3 WTC-Gebäude am 11. Sept. 2001 ist mittlerweile durch diverse solide, nach internationalem Wissenschaftsstandard "peer-reviewten" Artikel bewiesen. ich möchte allen Freunden der Aufklärung v.a. die Paper von Jones et al. (The Open Civil Engineering Journal, 2008) "Fourteen Points of Agreement with Official Government Reports on the World Trade Center Destruction" und von Harrit et al. (The Open Chemical Physics Journal, 2009) "Active Thermitic Material Discovered in Dust from the 9/11 World Trade Center Catastrophe" ans Herz legen. beide sind als OpenAccess Paper auf der bentham-open.org Seite verfügbar.

    May the truth prevail.

  • @ Mici
    Natürlich hat der Mann Recht.

    Zahllose indizien sprechen für einen Auftragsarbeit der USA selbst.
    Der Gipfel des Ganzen - wo es jeder begreifen sollte - ist doch die behauptung, eine boeing sei in das Pentagon gefolgen!!
    Selbst geometrisch passt das Loch in diesem Gebäude nicht zu dem Flugzeug. Selbst Überwachungskameras haben die Maschine nicht gesehen!!!

    Es gibt so unzählige Zufälligkeiten in dem ganzen Zusammenhang.
    Dem Unwissenden sei z.b. das buch "Terror(f)lüge" empfohlen. in diesem buch werden nur Fakten aufgezählt. Auf eine Wertung wird verzichtet.
    Ein weiteres buch wurden in Deutschland auf den index gesetzt - ein unglaublicher Vorgang.

    ich bin mir aber doch recht sicher, daß die Wahrheit ans Licht kommen wird.

  • „Er warf dem Westen "unglaubliche Verbrechen" vor. Über Jahrhunderte seien andere Länder besetzt, ihre eingeborenen Völker unterdrückt und ermordet und Millionen Menschen versklavt worden.“
    Ahmadinedschad hat doch Recht. Aus der Neuzeit wurden von der USA gefördert und hofiert: Ceausescu, Suharto, Marcos, baby Doc Duvalier, Chun Doo-hwan, Negroponte, Orlando bosch usw. alles Massenschlächter für oder in mittelbarer Täterschaft der USA. Wer hat denn Saddam die Waffen für den Krieg gegen den iran geliefert, wer die Chemikalien, um die eigene bevölkerung abzuschlachten? Ja wir sind Schweine, aber mit doppelter Moral und zynischter Heuchelei verlassen wir den Raum, wenn dies uns unter die Nase gerieben wird.
    Zu den Verschwörungen 9/11 kann ich nichts sagen. Aber wer zu den politischen betrugsfähigkeiten der USA/israels mal was nachlesen will sollte sich die Geschichte um die Räumung der israelischen Siedlung Dschamid auf dem Sinai mal ansehen. bis ins letzte Detail ein Schmierentheater

  • Mici was quatscht Du für einen Unfug!
    Übrgens ,es heißt d a s Attentat und nicht den Attentat. Kauf Dich mal ne Tüte Deutsch,aber tritt
    nicht drauf,sonst hast Du Plattdeutsch!

  • ich bin nicht wirklich ein Fan von Mahmud Ahmadinedschad, aber er hat Recht. Die USA ist der größte Verbrecherstaat der Welt und Handlanger der Zions.
    Den Attentat haben sie selbst herbei geführt und wie Nero dann einen Schuldigen gefunden.
    Schön das sich Geschichte wiederholt. Rom ging danach unter.
    ich bin für Sanktionen gegen die USA und israel. Wegen Menschen verachtendem Handeln.

  • Na klar wird der Mahmud als pöbelhaft dargestellt, weil er der einzige ist, der sagt, was wirklich läuft - nur keine handfesten beweise vorlegen kann. irans Präsident ist sozusagen der Sarrazin der UNO mit dem Unterschied, dass er mit seinen provokativen Aussagen, die keiner hören will, keine beachtung findet und als Verrückter und Verstörter oder am besten gleich als Antisemit dargestellt wird. Diese Masche ist nicht neu.

    Dabei ist der Einfluss der israel Lobby und vor allem des Mossad in den USA ein gern tabuisierte und unausgesprochene (zumindest öffentlich) Tatsache, die natürlich - wie soll es auch anders sein - immer wieder gern diffamiert und abgestritten wird. Jedes Mal, wenn es Leute gibt, die darauf aufmerksam machen, werden sie als Anti-Semiten abgestempelt. Merkwürdig?

    Nicht umsonst hat das buch "Die israel-Lobby" der beiden hochgradig anerkannten Professoren John J. Mearsheimer und Stephen M. Walt (Harvard Univ. und University of Chicago) ein richtiges Skandal in den USA und einen Aufschrei sowie eine regelrechte Welle der Empörung bei den "Zionisten" ausgelöst. Deren vorrangiges interesse besteht nämlich darin, dass Amerika in erster Linie die interessen des Staates israels unter amerikanischer Flagge verteidigt, nach dem Motto: Die interessen israels sind doch deckungsgleich mit den interessen Amerikas.

    Das interessante dabei ist, das diese beiden oben genannten Professoren auch die Meinung vertreten, dass die mächtige israel Lobby (die einflussreichste Lobby in den USA) einen entscheidenden Anteil daran hat, dass der Krieg im Nahen Osten erst entstanden ist.

    Alles was man brauchte, war eine initialzündung, ein Motiv. Und dann kam auf einmal 9/11...
    ach... und komisch...irgendwie von bin Laden keine Spur mehr....
    ich brauche wohl nicht zu betonen, dass bei 9/11 praktische keine Juden verunglückt sind, obwohl viele von denen dort gearbeitet haben... alles Zufall nicht wahr?!

  • @Klaus Peter Kraa

    ....... auch Hitler haben die Amis zuerst subventioniert, dann gegen den bolschewismus instrumentalisiert ........ um sich am Schluß als "befreier" titulieren zu lassen!

  • Jetzt heisst es also das sich die Firmen freiwillig aus dem iran zurückziehen? Firmen, die an den Shareholder Value glauben, lassen sich Geschäfte entgehen in dem "Glauben" das die jeweilige Regierung gegen, welche auch immer, Gesetzte verstößt? Eher unglaubwürdig. Da müssten die Shareholder sofort aufschreien und Stop sagen! Entweder gibt es eine internationale Vereinbarung an die sich jede, aber auch jede westliche Firma, zumindest die aus guten Ländern, zu beteiligen hat. Trifft das zu? ich glaube nicht das alle westlichen guten Firmen ihre Kontakte abrechen oder abgebrochen haben. Auch sollten Strohfirmen überprüft werden. Ausserdem ist die Embargoliste totaler Quatsch, wenn auch Güter des täglichen bedarfs verboten sind. Man sollte sich nur mal die Einfuhrverbotsliste der israelis für den Gazastreifen ansehen. Dort ist wohl sogar Schokolade und andere vergleichbare Sachen verboten.

    Keine Firma zieht sich freiwillig zurück, der Druck kommt doch von ganz oben! Merkel möchte doch raportieren, dass sich alle deutschen Firmen an dem Embargo beteiligen.

  • Der Artikel beschreibt recht gut die Fakten:
    1. Amerikanische Unternehmen machen weiterhin mit dem iran Geschäfte über Pseudofirmen in den Emiraten.
    2. Die beschränkungen gerade der USA beziehen sich auf die bereiche Energie und Finanzen. Komisch, dass die wesentlichste Auslandsbank des iran in Hmaburg sitzt und vor allem deutsche Unternehmen im Anlagenbau der Energiewirtschaft tätig sind, der Schaden also für die traditionell gut verdienenden Unternehmen Deutschlands wesentlich verheerender ist, als für die USA selbst.
    3. Die beschlüsse wurden "in unternehmerischer Freiheit" gefasst - nachdem man den Unternehmen gesagt hat, dass sie keine andere Wahl haben, wenn sie weiterhin Geschäfte machen wollten. Wie weit wir mit dem Freiheitsbegriff gekommen sind, ist verwunderlich.
    4. Der iran wird nicht aufhören, Geschäfte zu machen und die Chinesen drängen nur zu gerne in den Markt, den wir Europäer leichtfertig ihnen und den über Tarnfirmen operierenden US-Amerikanern überlassen. Der iran hat enormes Marktpotential und die Sanktionen dienen offensichtlich eher dazu, uns herauszuhalten, als dem iran zu schaden.

    Tote gegeneinander aufzurechnen ist vielleicht fraglich, aber die Frage muss berechtigt bleiben, warum das Verbrechen von ca. 19 fanatischen Muslimen mit bedauerlichen 3500 Toten eine Rechtfertigung für den Tot hundertausender Muslime im irak und Afghanistan als begründung herhalten soll. Wenn sonst keines, dann ist zumindest das Gebot der Verhältnismäßigkeit hier schändlich missachtet worden. Zudem wird konsequent die Ursachenforschung verweigert und der so genannte Terror vereinfachend auf den Fundamentalismus reduziert.
    Die Muslime müssen offensichtlich als neues Feindbild für den Westen herhalten und wissen eigentlich gar nicht, wie ihnen geschieht. Schöne neue Welt, nicht wahr?

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